Kontingenz und Gewalt Semiotische Strukturen und erzählte Welt in Alfred Döblins Roman 'Berlin Alexanderplatz' Epistemata Literaturwissenschaft Bd. 429 € 44,00

ISBN: 978-3-8260-2419-1
Autor: Baum Michael
Band Nr: 429
Erscheinungsjahr: 2002
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Art.Nr.: 2419
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ISBN: 978-3-8260-2419-1
Band Nr: 429
Erscheinungsjahr: 2002
Seitenanzahl: 265
Sprache: deutsch
Kurzinhalt: Die vorliegende Neuinterpretation des Romans "Berlin Alexanderplatz" geht induktiv vor, indem sie auf Basis eines reflektierten Zeichenbegriffs (Peirce) dessen spezifische Form Schritt für Schritt erhellt und dabei den bisher vernachlässigten zeitlichen Aspekt der Zeichenkonstitution herausstellt, der dem Text als linear verlaufende, aber kybernetisch funktionierende Beziehung indexikalischer Zeichenfunktionen eingeschrieben ist. Diesem virtuell unendlich erweiterbaren Zeichenraum der Stadtzitate und kulturgeschichtlichen Assoziationen arbeiten Techniken narrativer Kontrolle (Rhetorisierung, paratextuelle Steuerung, didaktische Instrumentalisierung) entgegen; sie lassen sich symptomatisch als Zeichen für die Wahrung der Autorfunktion lesen. Auf der inhaltlichen Ebene wiederholt sich das Wechselspiel: Kontingenz prägt den großstädtischen Erfahrungsraum und die historische Situation. Strukturen der Disziplinierung und Gewalt (historisch-soziologisch gedeutet mit Hilfe der Foucaultschen Machtanalysen) marginalisieren das nach substanziellen Bindungen sich sehnende Subjekt; darauf verweisen die beschädigten Körper der Figuren und deren sich in anonyme Diskurswelten auflösende Individualität. Das Gefängnis, auch diese ein neuer Gedanke in der Alexanderplatz-Forschung, wird zum zentralen ikonischen Zeichen. Der Autor Michael Baum, Studium der Germanistik, 1995 Gymnasiallehrer, seit 2001 hauptamtlicher Dozent für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik an der PH Karlsruhe; Vorträge, Theaterprojekte, Schreibseminare, fachdidaktische Publikationen; zur Zeit Arbeit an einer Studie über Thomas Bernhards Prosawerk.

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