Wer arbeiten will, gebiert seinen eigenen Vater. Siegfried Wagner vor dem Werk seines Vaters

ISBN: 978-3-8260-7049-5
Autor: Klotz, Daniela
Year of publication: 2020
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Product No.: 7049
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ISBN: 978-3-8260-7049-5
Year of publication: 2020
Pagenumbers: 266
Language: deutsch
Short description: Der Zugang zum Werk Siegfried Wagners liegt in der Begegnung mit Oscar Wilde. Denn über dessen Ironie eröffnet sich im Werk Siegfried Wagners ein Paralleluniversum der Intertextualität. Opus 6, »Banadietrich«, auf den ersten Blick ein »Ring« im Taschenformat, erweist sich als Zugang zu dem Vexierspiel, das das Genie im Schatten (Peter P. Pachl) mit den Werken seines Vaters treibt. Gleich den Prismen eines Kaleidoskops bringt der Sohn das Gesamtkunstwerk des Vaters durch leichtes Kippen und kaum merkliches Drehen »zurück auf Anfang«. Und dieser Anfang ist nicht etwa eine der frühen Opern Richard Wagners, die als Nukleus einer der späteren gelten können, sondern ein Werk vor seiner Zeit: der »Faust«, der sich als wichtiges Element im Schaffen Richard Wagners erweist, vor allem aber als Dreh- und Angelpunkt im Kosmos Siegfried Wagners entpuppt. Es ist dies ein »Spiel«, dass allem Anschein nach alle Opern Siegfried Wagners durchzieht: Augenscheinlich jeweils »nur« auf ein Werk des Vaters bezogen, offenbaren alle Opern des jüngeren Wagner vielfältige Verweise aufeinander, auf den gesamten väterlichen Kanon und immer wieder auf den »Faust«. So stark ist Goethes Sogkraft, dass sogar persönliche Entscheidungen und die »Erinnerungen« Siegfried Wagners ihr unterliegen.

Die Autorin
Daniela Klotz absolvierte das Studium der Mediävistik in Mainz. Mit der vorliegenden Arbeit wurde sie an der Universität Salzburg promoviert.

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