Himmlisch, irdisch, höllisch: Religiöse und anthropologische Annäherungen an eine historisierte Ästhetik

ISBN: 978-3-8260-6828-7
Autor: Kobiela, Olivia / Zschunke, Lena (Hrsg.)
Year of publication: 2019
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Product No.: 6828
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ISBN: 978-3-8260-6828-7
Year of publication: 2019
Pagenumbers: 478
Language: deutsch
Short description: Was ist unter ‚ästhetisch‘ vor und nach der Etablierung der Ästhetik im 18. Jahrhundert als eigenständige Disziplin zu verstehen? Dieser Frage widmen sich die Beiträge dieses Bandes, indem sie die ästhetische und anthropologische Qualität von Literatur im Zusammenhang mit religiös kodierten Ordnungen beleuchten. Mit der Triade Himmlisch – Irdisch – Höllisch ist ein Rahmen abgesteckt, in dem sich axiologische, medienästhetische und anthropologische Aspekte verbinden. Aus dieser Perspektive und in der Gesamtschau eines zeitlich und disziplinär weitgespannten Textkorpus werden die historischen Spezifika ästhetischer Phänomene jenseits einer festgefügten teleologischen Epochensystematik sichtbar gemacht.

Inhalt:
O. Kobiela / L. Zschunke: Einleitung – Himmel und Hölle – M. Dahm-Kruse: Irdische Höllenstrafen. Zur ethisch-ästhetischen Interaktion von âventiure- Fahrt und Jenseitsreise in Der Württemberger – O. Kobiela: Die Kranichmenschen des Herzog Ernst B als ästhEthisches Reflexionsmedium – G. Wacker: Ästhetische Entrückungsfiguren und poetische Himmelfahrten, ausgehend von E. T. A. Hoffmanns Der goldene Topf – A. Stück: Bukolisches Idyll und irdisches Paradies. Der locus amoenus als ästhetische Reflexionsfigur in Dante Alighieris erster Ekloge – S. Keim: Marienlob als poetische Heilsvorsorge. Überlegungen zur Metaphorik, Ästhetik und Pragmatik der Goldenen Schmiede Konrads von Würzburg – Tier, Mensch und Engel – B. Thums: Engelsfigurationen in der Literatur der Moderne – C. Swiderski: Ethisch-ästhetische Schreibverfahren und das Verhältnis von Mensch und Tier in Hermann Brochs Die Schuldlosen – L. Zschunke: „Leidend und liebend verwandelt sich der Mensch“. Ästhetische Strategien der Angelisierung in Klaus Manns Der Vulkan – Heiligkeit, Partisanentum und Mission – F. Prautzsch: Der heilige Franziskus vor dem Sultan. Erzählen von religiösen Gegensätzen und die Ästhetik der Legende – M. Förderer: Heilige Partisanin? Religiöse und politische Semantiken in Luise Rinsers Geh fort wenn du kannst – Anthropologie und Ästhetik – A. Kailbach-Mehl: Apoll, Pygmalion und Venus – Wege der Überwindung von Tod und Endlichkeit in Orpheus’ Liedern im zehnten Buch der Metamorphosen – M. Hollmann: „Seit tausend Jahren gewisse richtige und akzeptierte Formen“. Die Erzeugung religiöser Verbindlichkeit in Hofmannsthals Der Schwierige – B. Stricker: Das Humane im Zwischenraum. Alltag, Ästhetik und Autobiographie bei Siegfried Kracauer, Ludwig Wittgenstein und Stanley Cavell.

Die Herausgeberinnen:
Olivia Kobiela studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte, Romanistik und Slavistik in Tübingen und Krakau. Von Oktober 2014 bis 2017 war sie Kollegiatin und Stipendiatin des Promotionsverbundes „Die andere Ästhetik. Reflexionsfiguren der Künste in der Vormoderne" an der Universität Tübingen, wo sie zur ÄsthEthik der Fremde des ,Herzog Ernst B‘ promoviert.
Lena Zschunke studierte Germanistik und Philosophie sowie Kultur- und Literaturtheorie in Tübingen. Derzeit promoviert sie als Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst und Mitglied des PhD-Nets „Das Wissen der Literatur" an der Humboldt-Universität zu Berlin über moderne Angelophanien.

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