Philosophie im Exil. Emil Utitz, Arthur Liebert und die Exilzeitschrift 'Philosophia'. Dokumentation zum Schicksal zweier Holocaust-Opfer. Orbis Phänomenologicus Quellen, Bd. 6

ISBN: 978-3-8260-6449-4
Autor: Mehring, Reinhard
Band Nr: 6
Year of publication: 2018
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Product No.: 6449
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ISBN: 978-3-8260-6449-4
Series Nr: OPhQ
Band Nr: 6
Year of publication: 2018
Pagenumbers: 344
Language: deutsch
Short description: Die Dokumentation ist eine zentrale Quelle zur Geschichte der deutsch-jüdischen Emigrationsphilosophie. Arthur Liebert (1878–1946) und Emil Utitz (1883–1956) waren – in Berlin und Halle – bis 1933 wohletablierte und produktive Professoren. Liebert war der zentrale Organisator der Kant-Gesellschaft und der Kant-Studien, Utitz profilierte die philosophische Ästhetik und Charakterologie; Liebert emigrierte 1933 nach Belgrad, 1939 nach England und kehrte 1946 nach Berlin zurück; Utitz wechselte nach Prag, überlebte das KZ Theresienstadt und blieb dann nach 1945 in seiner Heimatstadt Prag. Beide begründeten nach 1933 philosophische Gesellschaften – den Cercle philosophique de Prague und die Belgrader internationale Gesellschaft Philisophia –, die eng miteinander kooperierten und in der Sicherung des Nachlasses von Edmund Husserl sowie der Herausgabe der Zeitschrift Philosophia bis 1939 wichtige Aufgaben fanden. Der vorliegende Band rekonstruiert ihr Emigrationsschicksal vor und nach 1939, dokumentiert es durch die erhaltene Korrespondenz zwischen Utitz und Liebert sowie weitere gewichtige Korrespondenzen und macht das Spätwerk der Autoren mit weithin unbekannten Texten zugänglich. Liebert und Utitz retteten die deutsche Universitätsphilosophie ins Exil, als sie in Deutschland nahezu gänzlich zerstört wurde. Das wird durch die vorliegende Dokumentation erstmals eindringlich sichtbar. Sie ergänzt die 2015 bei K&N erschienene Edition Ethik nach Theresienstadt. Späte Texte des Prager Philosophen Emil Utitz (1883–1956) historischbiographisch.
Der Autor Reinhard Mehring, Promotion in Politikwissenschaft und Habilitation in Philosophie, ist seit 2007 Professor für Politikwissenschaft und deren Didaktik an der PH Heidelberg. Zahlreiche Monographien u.a. zu Carl Schmitt, Thomas Mann und Martin Heidegger. Zuletzt erschienen: 2015 bei K&N Ethik nach Theresienstadt. Späte Texte des Prager Philosophen Emil Utitz (1883–1956); Heideggers ‚große Politik‘. Die semantische Revolution der Gesamtausgabe, Tübingen (Mohr) 2016; Carl Schmitt: Denker im Widerstreit, Freiburg (Alber) 2017.

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