Schreibweisen der Unschärfe. Zur Ästhetik und Poetik der visuellen Unschärfe bei Robert Musil und W.G. Sebald. Epistemata Literaturwissenschaft, Bd. 875.

ISBN: 978-3-8260-6198-1
Autor: Ostrowicz, Philipp Alexander
Band Nr: 875
Erscheinungsjahr: 2017
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Art.Nr.: 6198
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ISBN: 978-3-8260-6198-1
Band Nr: 875
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenanzahl: 334
Sprache: deutsch
Kurzinhalt: „Unschärfe“ kann sowohl Abbildungen, also Photographien, Bilder, filmische Darstellungen als auch das menschliche Sehen selbst charakterisieren. Die Physiologen Hermann von Helmholtz und Johannes Müller haben in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s „Unschärfe“ als grundlegend für die visuelle Wahrnehmung des Menschen erkannt. Die Folgen dieser umwälzenden Entdeckungen und der daran anschließenden philosophischen und erkenntnistheoretischen Debatten wurden auch für die Geschichte der Kunst und der Ästhetik relevant. Die visuelle Unschärfe ist in Malerei und Photographie bereits im 19. Jh. ein wichtiges Stilmittel, das eine Verschiebung der medialen Vermittlung von Wirklichkeit von einer objektivierenden an physikalischen Gegebenheiten orientierten Darstellung hin zu einer subjektiven Darstellung menschlicher Wahrnehmung markiert. Symbolismus und Impressionismus in der Malerei und der „Piktorialismus“ in der Photographie entwickeln ästhetische Konzepte von Unschärfe, die auch in der Literatur innovative Erzähl- und Darstellungsformen anregen. Sichtbar wird dies in der Literatur um 1900, die die Unschärfe – wie sich mit einem Blick auf das Werk von Hugo von Hofmannsthal und Robert Musil zeigt – zu einer ihrer zentralen ästhetischen Methoden erhebt. Von dort ausgehend entfaltet die Unschärfe eine enorme Wirkmächtigkeit bis ins Werk von W.G. Sebald und die Literatur des ausgehenden 20. Jh.s.
Der Autor Philipp Alexander Ostrowicz war bis 2009 wissenschaftlicher Angestellter am Deutschen Seminar der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und ist jetzt an der Copenhagen Business School (CBS) in Dänemark tätig.

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