Musils Philosophie Essayismus und Dichtung im Spannungsfeld der Theorien Nietzsches und Machs. Vergriffen!

ISBN: 978-3-8260-2190-9
Autor: Pieper Hans-Joachim
Year of publication: 2002
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Product No.: 2190
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ISBN: 978-3-8260-2190-9
Year of publication: 2002
Pagenumbers: 164
Language: deutsch
Short description: "Philosophen sind Gewalttäter, die keine Armee zur Verfügung haben und sich deshalb die Welt in der Weise unterwerfen, daß sie sie in ein System sperren." So heißt es in Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften. Sein Verfasser wurde 1908 mit einem "Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs" selbst zum Doktor der Philosophie promoviert. Die Lektüre der Schriften Nietzsches gehört zu Musils eindringlichsten Jugenderlebnissen. Obwohl sein Hauptwerk als Versuch einer Synthese nahezu aller zeitgenössisch relevanten Weltanschauungen betrachtet werden kann, sind es doch die Theoreme Nietzsches und Machs, die diesen Roman grundlegend prägen. Der induktive Essayismus der Hauptfigur und der für die Erzähltechnik des Romans konstitutive performative Essayismus weisen auf Nietzsches relativistischen Perspektivismus einerseits, auf Machs positivistischen Funktionalismus andererseits zurück. Unter ausführlicher Berücksichtigung seiner Essays wird gezeigt, daß Musils Intention einer Verbindung von Ratioïdem und Nicht-Ratioïdem nur in einer Synthese von Philosophie und Dichtung realisiert werden kann. Der Mann ohne Eigenschaften präsentiert sich so als Surrogat für eine, gemessen am philosophischen System, "unphilosophische" Zeit. Der Autor Hans-Joachim Pieper studierte Philosophie, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Pädagogik in Bonn; Magister 1986, Promotion 1991, Habilitation 1999; zur Zeit Privatdozent am Philosophischen Seminar der Bonner Universität. Bisher veröffentlicht: Zeitbewußtsein und Zeitlichkeit (zu Husserls und Merleau-Pontys Zeitanalysen, 1993), "Anschauung" als operativer Begriff (zur Grundlegung der transzendentalen Phänomenologie Husserls, 1993), Geschmacksurteil und ästhetische Einstellung (zur Grundlegung transzendentalphilosophischer Ästhetik bei Kant und ein Entwurf zur Phänomenologie der ästhetischen Erfahrung, 2001), Aufsätze zu phänomenologischen und ästhetischen Themen.

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