Wildes Denken in der Neuen Musik Die Idee vom Ende der Geschichte bei Theodor W. Adorno u. Wolfgang Rihm € 44,00

ISBN: 978-3-8260-2243-2
Autor: Kutschke Beate
Year of publication: 2002
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44,00 EUR
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Product No.: 2243
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ISBN: 978-3-8260-2243-2
Year of publication: 2002
Pagenumbers: 338
Language: deutsch
Short description: Was nach Lévy-Strauss typische Denkmuster der sog. Primitiven sind und was nach Foucault in Europa bis zum 16. Jahrhundert das Begreifen der Welt bestimmte, nämlich das Denken in Analogien, die Ähnlichkeitsepisteme, eben: das ,Wilde Denken' steuert auch heute noch in westlichen Kulturen menschliches Erkennen und Begreifen. Das demonstriert die Beziehung zwischen Neuer Musik und der Idee vom Ende der Geschichte. Verschiedene Musikschriftsteller und Komponisten, allen voran Theodor W. Adorno und Wolfgang Rihm, interpretierten und konzipierten zeitgenössische Musik in Bezug auf eine technologisch dominierte, dehumanisierte und letztlich geschichtlich erstarrte Gesellschaftsverfassung - das Ende der Geschichte, wie es Soziologen und Philosophen in Schreckensvisionen entworfen hatten. Wildes Denken in der Neuen Musik rekonstruiert die Hintergründe dieser ungewöhnlichen Beziehung zwischen Musik und dem Endgeschichtsgedanken. Es zeigt, wie in den 50er Jahren Adorno, der eigentliche Urheber der Musik-Endgeschichtsbeziehung, sein Aufsehen und Protest erregende Kritik der Neuen Musik auf die Idee vom Ende der Geschichte stützte, indem er auf strukturelle Ähnlichkeiten zwischen seriellen Kompositionstechniken und einer endgeschichtlichen Weltverfassung hinwies. Adornos Kritik blieb nicht ohne Konsequenzen. Obwohl die strukturellen Gemeinsamkeiten den verglichenen Phänomenen - der Musik und dem Endgeschichtsgedanken - lediglich äußerlich sind, verlieh die Ähnlichkeitsepisteme Adornos Argumentation soviel Plausbilität, daß in den 70er und 80er Jahren Komponisten wie Wolfgang Rihm und Luigi Nono Musik ,gegen die endgeschichtliche Bedrohung' schrieben. Die Autorin Nach dem Studium der Musikwissenschaft und Kunstgeschichte promovierte Beate Kutschke in Kulturwissenschaften in Berlin. Ihre hermeneutisch-epistemologischen Arbeiten untersuchen den Einfluß soziopolitischer, ästhetischer und wissenschaftlicher Denkfiguren auf die Wahrnehmung, Deutung und Funktion kultureller Produkte und Praktiken - vornehmlich zeitgenössischer Musik.

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