Kommunikation und Konflikt. Fallbeispiele aus der Chemie

Kommunikation und Konflikt. Fallbeispiele aus der Chemie

ISBN: 978-3-8260-1407-9
Autor: Renn, Ortwin / Hampel, Jürgen (Hrsg.)
Erscheinungsjahr: 1998
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Art.Nr.: 1407
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ISBN: 978-3-8260-1407-9
Erscheinungsjahr: 1998
Seitenanzahl: 217
Kurzinhalt: Viele Konflikte in unserer Gesellschaft berühren das Thema Chemie: der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Emissionen in Luft und Wasser, gentechnisch hergestellte Pharmazeutika, um nur einige zu nennen. Den chemischen Wissenschaften wird zwar auf der einen Seite höchste Genauigkeit und Effizienz zugestanden, etwa bei der Analyse von Umweltbelastungen, auf der anderen Seite gilt Chemie aber auch als unnatürlich, ja sogar bedrohlich. Nicht zuletzt aus diesem Grund zeichnen sich Chemiekonflikte durch eine besondere Brisanz aus. Mit den Strukturen, typischen Verlaufsformen und Möglichkeiten einer konstruktiven Bewältigung dieser Konflikte befaßten sich rund 50 Teilnehmer aus Chemie, Publizistik und Sozialwissenschaft im Rahmen des vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft betreuten Programms "Chemie und Geisteswissenschaften" in einem Workshop mit dem Thema "Kommunikation und Konflikt - Fallbeispiele aus der Chemie". Die Beiträge und Ergebnisse dieses Workshops, unter anderem grundlegende Arbeiten von Ortwin Renn und Hans-Christian Röglin, sind in diesem Buch zusammengetragen, das sich weniger an Sozialwissenschaftler als vorwiegend an Chemiker und andere Naturwissenschaftler in Forschung, Wirtschaft und Politik richtet, die sich mit der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Disziplin beschäftigen und ein besseres Hintergrundwissen über Chemiekonflikte erwerben wollen. Ursachen, Strukturen und typische Verläufe derartiger Konflikte, Möglichkeiten und Fallstricke von Öffentlichkeitsarbeit und Verfahren zur Konfliktschlichtung sind die zentralen Themen dieses Buches. Zur Verdeutlichung der Konfliktstrukturen und Kon-fliktmechanismen dienen Fallstudien zur Umsetzung der Seveso-Direktive, zum Konflikt um die gentechnische Herstellung von Humaninsulin sowie zum Konflikt um das Reinheitsgebot für Bier. Die Expertise von Geistes- und Sozialwissenschaftlern, die sich mit den Hintergründen von Technikkonflikten beschäftigen, liegen für Chemiker und andere Naturwissenschaftler üblicherweise in einer Form vor, die ihnen - im doppelten Wortsinn - unzugänglich ist. In diesem Buch werden Beiträge der Sozialwissenschaften zum Verständnis und zur Lösung von Problemen der Chemie mit der Öffentlichkeit aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive, aber in einer allgemein verständlichen Form, einem breiten Leserkreis aus Chemie und Naturwissenschaft zugänglich gemacht. INHALT: O. Renn, J. Hampel: Einleitung - O. Renn: Die Austragung öffentlicher Konflikte um chemische Produkte oder Produktionsverfahren - eine soziologische Analyse - H.-C. Röglin: Öffentlichkeitsarbeit und das Konzept der kühnen Konzepte - T. Barbian: Von der Analyse zur Aktion - Moderation als Konfliktlösung - A. Brüggemann: Information als Pflicht und als Chance - Die Umsetzung des § 11a der Störfallverordnung - B. Speckle: Kontroverse um das deutsche Reinheitsgebot für Bier - H. Thielemann: Kommunikation im Konflikt um die gentechnische Insulinherstellung bei der Hoechst AG - Die Diskussion in den Arbeitsgruppen - O. Renn: Chemiekonflikte - von der Störung zur konstruktiven Herausforderung Die Herausgeber Ortwin Renn studierte Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Journalistik in Köln und am Institut für Publizistik in Rodenkirchen. Inhaber des Lehrstuhls Soziologie II in Stuttgart; lehrte von 1986 bis 1992 an der Clark University in Boston, USA. 1992-93 Gastprofessor in Zürich; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen"; Mitglied des Vorstands der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg. Jürgen Hampel studierte Soziologie und Psychologie in Mannheim; Dr. phil. an der FU Berlin; seit 1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich "Technik, Gesellschaft, Umweltökonomie" an der Akademie für Technikfolgenabschät-zung in Baden-Württemberg.

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