Nationalsozialismus und Pädagogik  Umfeld und Entwicklung der Pädagogik Ernst Kriegs Vergriffen!

Nationalsozialismus und Pädagogik Umfeld und Entwicklung der Pädagogik Ernst Kriegs Vergriffen!

ISBN: 978-3-8260-1283-9
Autor: Hojer Ernst
Year of publication: 1997
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Product No.: 1283
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ISBN: 978-3-8260-1283-9
Year of publication: 1997
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Short description: In dieser Studie versucht der Verfasser, die von ihm schon seit langem vertretene These zu erhärten, daß die Pädagogik Ernst Kriecks sich nur verstehen läßt, wenn man sie aus ihrem historischen Begründungszusammenhang deutet und ihre irrationalen Ursprünge beleuchtet. Es ist ihr Anliegen, die Tendenz herauszuarbeiten, die dem Werk Ernst Kriecks von Anfang an eine totalitäre politische Ausrichtung gibt. Damit erweist sich Kriecks Neubegründung der Pädagogik als eine Fortsetzung jenes irrationalistischen Mythos, der bereits bei Lagarde und Chamberlain, Langbehn, Moeller von den Bruck, aber auch bei Nietzsche zu erkennen ist. In ihm bilden Kulturkritik als Rassentheorie, Antisemitismus und übersteigerter Nationalismus im Sinne einer Ersatzreligion im Kampfe gegen die angebliche Dekadenz der Gegenwart eine unentwirrbare Einheit. Diese Strömung erfaßte auch Teile der Jugendbewegung und der sogenannten Reformpädagogik. Um die Spannweite dieser Pädagogik aufzuzeigen, beginnt die Arbeit mit der Darstellung der weltanschaulichen Grundlagen der nationalsozialistischen Erziehung nach Hitlers „Mein Kampf“. Dabei ergibt sich, daß die pädagogischen Postulate Hitlers sich nur von den übergreifenden nationalsozialistischen Leitthesen her verstehen lassen. Ein zweiter Durchgang gilt dem Eklektizis­mus des nationalsozialistischen Weltbildes und seinen Ursprüngen. Es werden als Vorläufer des Irrationalismus insbesondere jene Autoren knapp dargestellt, auf die sich sowohl der Nationalsozialismus wie auch Ernst Krieck immer wieder berufen. Von diesen Voraussetzungen her wird die Pädagogik Ernst Kriecks anhand ausgewählter Hauptwerke in ihrer Begrifflichkeit und in ihren wichtigsten Thesen systematisch entwickelt. Dabei ist es außerordentlich wichtig, das eigentümliche Denken Kriecks und die Art und Weise seiner Begriffsbildung möglichst im Wortlaut zu verfolgen. Dies erklärt, warum die vorliegende Studie auf wesentliche Zitate Kriecks nicht verzichten kann. Man würde nämlich Krieck von Anfang mißverstehen, wollte man außer acht lassen, daß seine Methode gerade darin besteht, wesentliche Begriffe der klassischen pädagogischen Theoriebildung zu benutzen, um sie in seinem Sinne willkürlich umzudeuten. Zunächst werden die Schriften Kriecks aus der Zeit vor 1933 im Hinblick auf ihre Prinzipien untersucht und mit den wichtigsten Schriften aus der NS-Zeit verglichen. Um zu zeigen, wie sehr sich das „Ende“ der Pädagogik Kriecks ideologisch mit seinem „Anfang“ verbindet, wird schließlich Ernst Kriecks Frühwerk „Persönlichkeit und Kultur“ (1910) in seinen Grundzügen dargestellt. Es ergibt sich: Alle Schriften sind nichts anderes als Variationen ein- und desselben Themas, in denen sich Krieck als derjenige zu erkennen gibt, der er von Anfang an war und sein wollte: „Nationalsozialist auf eigene Faust“. Der Autor Ernst Hojer ist Ordinarius für Pädagogik an der Universität Würzburg. Veröffentlichungen zu Autoren und Problemen der Bildungs- und Erziehungstheorie, zur pädagogischen Anthropologie und zum Verhältnis von Pädagogik und Politik.

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