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"Tragik" Von Oidipus bis Faust € 19,50
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Art.Nr.: 1984
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sofort lieferbar
ISBN:
978-3-8260-1984-5
Erscheinungsjahr:
2001
Seitenanzahl:
151
Sprache:
deutsch
Kurzinhalt:
Tragisch pflegt man es zu nennen, wenn jemand ohne eigene Schuld, oder schuldlos schuldig geworden, einem unerbittlichen Schicksal zum Opfer fällt. Mag sein, mag es so heißen. Wenn man aber auf die großen uns als Dichtungen überlieferten Tragödien hört, erfährt man nur wenig von schicksalhafter Notwendigkeit, ihr Element ist vielmehr das der Möglichkeit, ja des Zufalls; und ihre Helden und Heldinnen gehen nicht an ihrer Schuld oder trotz ihrer Unschuld zugrunde, sondern eh und je an einem Wahn. So wähnte Oidipus - und wähnen noch heute viele - , alles müsse sich zum Guten wenden, wenn nur die ganze Wahrheit ans Licht käme. So wähnte Macbeth - und wähnen noch heute viele - , einem, der vor keinerlei Schandtat zurückschreckt, sei immer der Erfolg verbürgt. So wähnte Phèdre - und wähnen viele noch bis heute - , man (sie) müssen sich nur ganz seinem/ihrem Gefühl überlassen, um das Glück zu finden. So wähnte Faust - und wähnen viele bis heute - , ein Mensch könne das Allergrößte vollbringen, wenn ihm nur übermenschliche, übernatürliche Kräfte zu Gebote stünden. Allerdings ist das Thema einer Tragödie nicht das Wesen des Tragischen, sondern je und je ,nur' etwas, das tragisch ist. Mit Philosophie hat sie nichts zu schaffen. Sie ist nur ein mit verteilten Rollen vor- oder nachgespielter Mythos. Ein solcher aber macht der Philosophie zu schaffen. Der Autor Rudolf Boehm (Berlin 1927), Philosoph, Schüler von Karl-Heinz Volkmann-Schluck, Prof. em. der Universität Gent; schrieb u.a. ,Das Grundlegende und das Wesentliche' und eine ,Kritik der Grundlagen des Zeitalters'.
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