ISBN: 978-3-8260-1984-5 Erscheinungsahr: 2001 Seitenanzahl: 151 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Tragisch pflegt man es zu nennen, wenn jemand ohne eigene Schuld, oder schuldlos schuldig geworden, einem unerbittlichen Schicksal zum Opfer fällt. Mag sein, mag es so heißen. Wenn man aber auf die großen uns als Dichtungen überlieferten Tragödien hört, erfährt man nur wenig von schicksalhafter Notwendigkeit, ihr Element ist vielmehr das der Möglichkeit, ja des Zufalls; und ihre Helden und Heldinnen gehen nicht an ihrer Schuld oder trotz ihrer Unschuld zugrunde, sondern eh und je an einem Wahn. So wähnte Oidipus - und wähnen noch heute viele - , alles müsse sich zum Guten wenden, wenn nur die ganze Wahrheit ans Licht käme. So wähnte Macbeth - und wähnen noch heute viele - , einem, der vor keinerlei Schandtat zurückschreckt, sei immer der Erfolg verbürgt. So wähnte Phèdre - und wähnen viele noch bis heute - , man (sie) müssen sich nur ganz seinem/ihrem Gefühl überlassen, um das Glück zu finden. So wähnte Faust - und wähnen viele bis heute - , ein Mensch könne das Allergrößte vollbringen, wenn ihm nur übermenschliche, übernatürliche Kräfte zu Gebote stünden. Allerdings ist das Thema einer Tragödie nicht das Wesen des Tragischen, sondern je und je ,nur' etwas, das tragisch ist. Mit Philosophie hat sie nichts zu schaffen. Sie ist nur ein mit verteilten Rollen vor- oder nachgespielter Mythos. Ein solcher aber macht der Philosophie zu schaffen. Der Autor Rudolf Boehm (Berlin 1927), Philosoph, Schüler von Karl-Heinz Volkmann-Schluck, Prof. em. der Universität Gent; schrieb u.a. ,Das Grundlegende und das Wesentliche' und eine ,Kritik der Grundlagen des Zeitalters'.
ISBN: 978-3-8260-2731-4 Erscheinungsahr: 2004 Seitenanzahl: 94 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das erste Kapitel stellt einen allgemeinen Begriff von Ökonomie auf und sucht vor dessen Hintergrund die Eigentümlichkeit der modernen Marktwirtschaft zu bezeichnen. Es erweist sich, daß sich diese nur zu rechtfertigen vermag durch ihre zunehmend vollständige und ausschließliche technologische Anwendung der modernen Wissenschaft. Ein zweites Kapitel geht der Eigentümlichkeit dieser unserer modernen Wissenschaft nach und findet sie in ihrem schon in der archaischen griechischen Naturphilosophie gegründeten Verzicht auf Erklärung und Verständnis unserer wirklichen Lebenswelt - zugunsten eines nur mehr feststellendenden Wissens. Dieses weiß aber, dem dritten Kapitel zufolge, von der ,Natur' nurmehr als einem Totenreich von Pflanzen, Tieren und Menschen. Nur auf dem Bündnis der modernen Wissenschaft, Technologie und Ökonomie mit dieser tödlichen Übermacht beschließt das vierte Kapitel, beruhen ihre zweifellosen Erfolge. Der Autor Rudolf Boehm, geb. 1927, Philosoph, Schüler von Hans-Georg Gadamer und Karl-Heinz Volkmann-Schluck. Prof. em. der Universität Gent (Belgien). Früherer Hauptmitarbeiter des Husserl-Archivs zu Löwen, sodann wissenschaftlicher Leiter der Husserl-Edition. Bei K&N erschien von ihm bereits ,Tragik - Von Oidipus bis Faust' (2001).
ISBN: 978-3-8260-3197-7 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 98 Sprache: deutsch Kurzinhalt: ,Poiein', und auch ,poiesis', heißt ,machen'. Was können wir machen? Wir können unsere natürliche Umwelt durch handwerkliche Künste verändern, durch Architektur verdrängen und durch dekorative (,abstrakte') Künste verdecken. Diese Künste aber setzen Künste der Einbildung voraus: eine Bildkunst, ihr zuvor noch allerlei Sprachkunst - das Gedicht, das Drama und die Erzählung - , darüber hinaus aber auch noch Tanz- und Tonkunst. Man denkt anscheinend allgemein, diese Künste seien nur ein luxuriöser Überbau einer materiellen Kultur. Aber sie sind die unentbehrliche Grundlage einer jeden solchen. Sie haben allerdings je auch ihren eigenen Sinn: das Bild den einer vollendeten Einbildung, das Gedicht den einer durchsichtigen Sprache, das Drama den der Befreiung von einem Wahn, die Erzählung den des Aufrufs der Frage der Wahrheit, der Tanz den einer leibhaften Freiheit und die Musik den eines Ausdrucks des ,Rhythmos' des Lebens. Der Autor Rudolf Boehm (Berlin 1927), Philosoph, Schüler von Karl-Heinz Volkmann-Schluck, Prof. em. der Universität Gent, schrieb u.a. ,Das Grundlegende und das Wesentliche', eine ,Kritik der Grundlagen unseres Zeitalters'. Bei K&N erschien von ihm bereits: ,Tragik - Von Oidipus bis Faust' (2001) und ,Ökonomie und Metaphysik' (2004).
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