ISBN: 978-3-8260-2846-5 Reihen Nr: OPhQ Band Nr: 1.1 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 480 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der Textband versammelt die wichtigsten Studien, in denen Jan Patocka seine Thesen zur Genealogie der europäischen Neuzeit entwickelte und deren Akzente - von Nikolaus von Kues bis zur Romantik - er originär zu bestimmen suchte. Die heutige Infragestellung linearer Geschichtsmodelle und ein geschärftes Bewusstsein für die Pluralität geistiger Entwicklungen verleihen den aufgewiesenen ideengeschichtlichen Phänomenen eine neue Aktualität. Alle Texte werden - mit einer Ausnahme - hier erstmals auf deutsch vorgelegt, einschließlich einer umfassenden Auswahl ideengeschichtlicher Studien, die Patocka in den vierziger Jahren als Teil eines Fragment gebliebenen geschichtsphilosophischen Werkes verfasst hatte und die erst in den neunziger Jahren wiederentdeckt wurden. Der Autor Jan Patocka (1907-1977) gilt als der wichtigste tschechische Philosoph des 20. Jahrhunderts. In den 30er Jahren studierte er in Freiburg bei Husserl und Heidegger. Neben originär phänomenologischen Schriften umfasst sein Werk vor allem Arbeiten zur Politik und Geschichtsphilosophie, zur Ästhetik, Kunst und Literatur. Mit kurzen Unterbrechungen bestand für Patocka in der kommunistischen Tschechoslowakei Lehr- und Publikationsverbot. In den legendären Prager "Untergrundseminaren" übte er dennoch einen großen Einfluss auf die geistige und politische Entwicklung seines Landes aus. Patocka war Mitbegründer und erster Sprecher der Bürgerrechtsbewegung Charta 77. Erschöpft durch eine Reihe von Polizeiverhören starb Patocka kurz nach Veröffentlichung dieser Deklaration am 13. März 1977
ISBN: 978-3-8260-2847-2 Reihen Nr: OPhQ Band Nr: 1.2 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 224 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der Forschungsband widmet sich zentralen Fragen von Patockas ideengeschichtlichen Entwürfen. Dazu zählen insbesondere seine Analysen zu den Protagonisten der italienischen Renaissancephilosophie sowie seine Studien zu Cusanus und vor allem zu seinem großen tschechischen Vorläufer Comenius, dessen geistiges Erbe immer stärker in den Mittelpunkt von Patockas Reflexionen zur europäischen Geistesgeschichte rückte. Die Herausgeber Ludger Hagedorn (geb. 1967) ist Lehrbeauftragter für Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Hans Rainer Sepp (geb. 1954) ist tätig am Prager Zentrum für Phänomenologische Forschung und lehrt Philosophie an der Prager Karls-Universität.
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