ISBN: 978-3-8260-5096-1 Reihen Nr: EpiL Band Nr: 778 Erscheinungsahr: 2013 Seitenanzahl: 166 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Zwischen der Beschreibung von fiktionalen Kunstwerken (Ekphrasis), von ,lebenden Bildern' (tableaux vivants, Attitüden) und der übersteigerten Imagination der Protagonisten bildet sich im Roman Maler Nolten von Eduard Mörike ein feines Netz sinnreicher Beziehungen. Die unterschiedlichen Arten von ,Bildern' dienen in der vorliegenden Arbeit als Schlüsselbegriff für einen neuen Zugang zum Werk des Schriftstellers: Ausgehend von zwei am Anfang stehenden Gemäldebeschreibungen entfaltet sich ein kompliziertes Spiel von Verweisungen und Spiegelungen, das die Haupthandlung mit den zahlreichen erzählerischen wie auch lyrischen Einlagen verbindet. Steht auch die Auseinandersetzung mit der bildnerischen Kunst im Roman nicht im Vordergrund, so schafft doch die mediale Differenz von Text und Bild eine wichtige Voraussetzung für dessen Verständnis. Die Autorin Ute Weidenhiller unterrichtet deutsche Literatur an der Università degli Studi Roma Tre in Rom. Arbeitsschwerpunkte: Eduard Mörike, Romantik, Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts (Thomas Bernhard, Herta Müller).
ISBN: 978-3-8260-5049-7 Reihen Nr: ZAAM Band Nr: 14 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 328 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Was meinen wir, wenn wir von einem ‚lyrischen‘ Gedicht sprechen, und warum lesen wir ein Gedicht als ‚lyrisch‘? Der Verfasser entwickelt auf der Basis kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse ein Gattungsmodell, das Gattung als mentales Schema versteht und das dem Gattungswissen eines Lesers heuristische Funktion im Rezeptionsprozess zuweist. Ob ein Gedicht dabei als lyrisches Gedicht gelesen wird, hängt wesentlich von der Ausgestaltung der Sprechsituation ab: Empirische Studien belegen, dass Leser solche Gedichte als besonders ‚lyrisch‘ bewerten, die sich als emotionale Selbstoffenbarung des Sprechers lesen lassen. Auf der Basis einer systematischen Untersuchung der Kommunikationsstruktur sowie möglicher Sprechsituationen im Gedicht, die auf narratologische Modelle zurückgreift, entwickelt der Verfasser Hypothesen für besonders lyriktypische Sprechsituationen, die abschließend in einer Fallstudie anhand von Francis Turner Palgraves The Golden Treasury of the Best Songs and Lyrical Poems in the English Language überprüft werden. Der Autor Jochen Petzold habilitierte sich mit der vorliegenden Studie an der Universität Freiburg; seit 2010 ist er Professor für Britische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg.
ISBN: 978-3-8260-4991-0 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 304 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Ludwig Tiecks überaus umfangreiches und vielgestaltiges OEuvre fällt in disparate Werkphasen auseinander, ist aber keineswegs frei von Kontinuitäten. Als eine derselben kann die ‚Verschlungene Lineatur‘ bestimmt werden: die Arabeske, ein aus ineinander verschlungenen Pflanzenranken bestehendes Ornament, aus dem um 1800, insbesondere in der Romantik, ein universales Kunstkonzept gemacht und das dabei auch in Literatur umgesetzt wird. Die vorliegende Studie untersucht erzählerische Texte des ‚Königs der Romantik‘ auf arabeske Strukturformen, fragt nach ihren Ausprägungen und Funktionen und vor allem nach der Bedeutung Tiecks für die Genese der romantischen Arabeske. Lange Zeit wurde sein episches Schaffen diesbezüglich von der Forschung nur in Ansätzen wahrgenommen. Zu Unrecht, wie hier gezeigt wird: Denn die romantische Arabeske ist ein Konzept, das sich – unabhängig von theoretischen Normierungen – in literarischen Varianten ausbuchstabiert, als eine implizite Poetik der frei spielenden Phantasie. Und als solche entfaltet sie gerade in Tiecks Erzählwerk eine veritable und langfristige Produktivität – nicht nur im Horizont der sich formierenden und etablierenden Romantik, sondern auch im Übergang zum Biedermeier und frühen Realismus. Der Autor Hinrich Ahrend studierte in Hannover, Freiburg i. Brsg. und Göttingen Philosophie, Pädagogik, Germanistik und Geschichte und wurde 2007 mit einer Arbeit über Durs Grünbein promoviert. Tätigkeiten: Forschungsbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie der Georg-August-Universität Göttingen. Die vorliegende Studie ist sein zweites Buch.