ISBN: 978-3-8260-4776-3 Autor: Kellerwessel Wulf Erscheinungsjahr: 2011 Seitenanzahl: 116 Sprache: deutsch Kurzinhalt: „Gott“ scheint der bedeutsamste Terminus des Monotheismus zu sein und eine überragend wichtige Rolle im Judentum, Christentum und Islam zu spielen. Grundlegend in diesen Religionen dürfte die Annahme sein, daß „Gott“ sich auf ein transzendentes Wesen bezieht, daß „Gott“ also ein referierender resp. Bezug nehmender Terminus ist und einen transzendenten Bezug bzw. Referenten hat. Dies könnte – sprachphilosophisch betrachtet – der Fall sein, sofern „Gott“ ein Eigenname ist, eine eindeutig identifi zierende Kennzeichnung oder ein Bündel von solchen Kennzeichnungen abkürzt, wenn „Gott“ ein deiktischer resp. pronominaler Ausdruck ist oder es sich um einen Titel handelt. Aber es gibt auch sog. leere Namen wie „Pegasus“, die keinen Bezug haben, leere und damit referenzlose, nur scheinbar eindeutig etwas identifi zierende Kennzeichnungen (wie „das gefl ügelte Pferd“) und leere Titel („der erste Kaiser von Amerika“). Und Referenten deiktischer Ausdrücke kann man zeigen – transzendente Wesen hingegen nicht. Daher stellt sich die Frage, ob „Gott“ ein Bezug nehmender Ausdruck ist oder nicht. Sollte sich kein Referent dingfest machen lassen können, scheint „Gott“ kaum als logisches Subjekt fungieren zu können, bei dem nachzuvollziehen ist, worüber in Aussagen etwas ausgesagt wird. Dann aber wären Aussagen über Gott allesamt unklar. Der Autor Apl. Prof. Dr. Wulf Kellerwessel, Philosophisches Institut RWTH Aachen. Zahlreiche Publikationen zur Sprachphilosophie und Religionsphilosophie.
ISBN: 978-3-8260-4819-7 Autor: Kreimendahl Lothar Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Religionsphilosophie steht im Zentrum des Denkens David Humes. Anläßlich des 300. Geburtstages des schottischen Philosophen versammelt der Band Studien des Verfassers, die er zu diesem Teil des Humeschen Werks in den zurückliegenden drei Jahrzehnten vorgelegt hat und erweitert sie um einige hier erstmals publizierte Abhandlungen. Das gesamte religionskritische Schaffen Humes gerät in den Blick, angefangen von den frühesten unveröffentlichten Notizen bis zu den posthumen Dialogen über natürliche Religion. Dabei liegt der Fokus auf den zentralen Themen des Philosophen wie der Prüfung des teleologischen Gottesbeweises und des Theodizeeproblems. Überblickartige Gesamtdarstellungen der einschlägigen Werke werden durch Detailstudien ergänzt. Unter diesen nehmen Untersuchungen zur Bedeutung des Werks Pierre Bayles für die Religionskritik Humes eine herausgehobene Stellung ein. Neue Beiträge zu den oft vernachlässigten Essays über die Unsterblichkeit der Seele und über Selbstmord bestätigen das Bild der Einheitlichkeit der Humeschen Auseinandersetzung mit der Religion. Sie ist von dem aufklärerischen Impetus getragen, den Menschen vor allen Ansprüchen der Religion in Schutz zunehmen, mögen sich diese auf Offenbarungsinhalte oder auf rationaltheologische Einsichten berufen. Damit leistet Hume einen erheblichen und bis in die unmittelbare Gegenwart fortwirkenden Beitrag zur Konstituierung eines auf Autonomie abzielenden Menschenbildes. Der Autor Lothar Kreimendahl ist seit 1995 Ordinarius für Philosophie an der Universität Mannheim.
ISBN: 978-3-8260-4769-5 Autor: Irrgang Bernhard, Rentsch Thomas (Hg.) Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort – Einleitung B. Irrgang / T. Rentsch: Zur Leibphilosophie zwischen Anthropologie und Phänomenologie) – 1. Die neue Phänomenologie des Leibes – G. Böhme: Der Begriff des Leibes – H. Schmitz: Die leibliche Grundlage des Personseins – P. Thomas: Leiblichkeit und negative Identität – 2. Kritik I: Die Umgangsthese der Leib und die menschliche Praxis – B. Irrgang: Das unzureichende Leibverständnis der Neuen Phänomenologie in Deutschland - eine Kritik – T. Rentsch: Leibapriori und Praxis – B. Irrgang: Hand- und Gehirnentwicklung - der Leib des Homo Faber – A. Schöpf: Körper haben - Leib sein – 3. Kritik II: Leib und Kultur – G. Rappe: Interkulturelle Leibphilosophie: Das Leibapriori im Kulturvergleich von antiken griechischen und chinesischen ‚Techniken des Leibes‘ – H.-B. Gerl- Falkovitz: Natur - Geschlecht - Person Zusammengestellt sind in diesem Band Aufsätze der führenden Vertreter der Neuen Phänomenologie zum Leibverständnis in der neueren deutschen Philosophie. Ein größerer Block dient der Kritik der individualistischen und auf das Spüren und Fühlen begrenzte Interpretation des menschlichen Leibes aus der Sichtweise des in Praxis eingebunden menschlichen Leibes nicht zuletzt des „Homo Faber“. Interkulturelle und Gender-Aspekte ergänzen die erweiterte Sichtweise des menschlichen Leibes in einer „pragmatischen Phänomenologie“. Die Herausgeber Prof. Dr. Dr. Bernhard Irrgang ist Inhaber der Professur für Technikphilosophie an der TU Dresden. Thomas Rentsch ist Inhaber der Professur für Praktische Philosophie / Ethik an der TU Dresden.
ISBN: 978-3-8260-4761-9 Autor: Herweg Nikola Band Nr: 747 Erscheinungsjahr: 2011 Seitenanzahl: 240 Sprache: deutsch Kurzinhalt: „nur ein land / mein sprachland“, konstatiert die in Berlin geborene und 1933 in die Niederlande gefl ohene Dichterin Elisabeth Augustin: Absage an ein geographisches Heimatkonzept? Hinwendung zu einer Heimat in der Sprache? Auch Hilde Domin und Anna Maria Jokl gehen als Jüdinnen und kulturelle Dissidentinnen ins Exil. Stationen sind Prag, Amsterdam, Rom, Florenz, London, Santo Domingo, Jerusalem. Wie für viele andere Exilautoren sind für Augustin, Domin und Jokl Heimat und Heimatverlust zentrale Themen. Ihre Werke werden unter dem Eindruck von Vertreibung und Shoah zunehmend autobiographisch und zeigen, dass Heimat für die Autorinnen weder unverrückbar noch ein kollektiver Wert ist. Nikola Herweg skizziert die Lebensläufe der drei Autorinnen und untersucht, wie in deren literarischen Werken Heimatkonzepte herangezogen, kombiniert oder wieder verworfen werden. Die Autorin Nikola Herweg, Studium der Neuen Deutschen Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte in Gießen, £ód´z , Barcelona und Jerusalem. Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Mitherausgeberin der Sämtlichen Gedichte Hilde Domins.
ISBN: 978-3-8260-4760-2 Autor: Susen Gerd-Hermann, Wack Edith (Hrsg.) Erscheinungsjahr: 2011 Seitenanzahl: 428 Sprache: deutsch Kurzinhalt: G.-H. Susen / E. Wack: Einleitung – E. Wack: Vom Rhein an die Spree. Wilhelm Bölsches literarische Anfänge – H.-G. Roloff: Wilhelm Bölsches Roman Paulus. Protokoll einer literarhistorischen Lektüre – L. L. Schneider: Im Banne des Kunstwollens / An der Traumgrenze. Bölsches Grundlagen als Poetik einer guten Evolution – G.-H. Susen: „ . . .irgend ein Philosoph in Friedrichshagen“. Wilhelm Bölsches Mittagsgöttin im Spannungsfeld sozialdemokratischer Kulturpolitik – G. Cepl- Kaufmann: Wilhelm Bölsche und Richard Dehmel. Eine Freundschaft? – M. Keilson-Lauritz: Das Liebesleben in der Natur und die Venus Urania. Wilhelm Bölsche als heimlicher Inspirator von Benedict Friedlaenders Soziabilitätskonzept – P. Sprengel: Vom Zeugungsmysterium zum Anti- Aging. Naturphilosophie und Medizinkritik bei Wilhelm Bölsche und Gerhart Hauptmann – J. Valent: Chaos und Licht. Über die „natürliche Religion“ des Christian von Ehrenfels und seinen Plan der Verbreitung durch W. Bölsche und T. G. Masaryk – O. Breidbach: Bemerkungen zu Wilhelm Bölsches Bedeutung für die Popularisierung der Naturwissenschaften – E. Thauerer: Wilhelm Bölsche und die Schule. Erziehung und Bildung aus naturphilosophischer Sicht – M. King: Staatsfeind und Schönheitsgöttin. Bakteriologisches Wissen in Wilhelm Bölsches populärdarwinistischen Schriften – S. Azzouni: Wie der Autor des ersten Kosmosbändchens entstand. Der Autor im populärwissenschaftlichen Text – N. Saul: „. . .im dunkeln Drange immer auf ein Ziel los“. Wilhelm Bölsche als Darwin-Biograph – B. Spiekermann: Biologische Erbauungen. Das Fortwirken der physikotheologischen Tradition in Bölsches populärwissenschaftlichen Schriften – J. Joachimsthaler: Ästhetik im Zeitalter der naturwissenschaftlichen Dominanz. Wilhelm Bölsche und der „Monismus“ Die Herausgeber Die Herausgeber sind Mitarbeiter der an der Freien Universität Berlin entstehenden wissenschaftlichen Ausgabe der Werke und Briefe Wilhelm Bölsches. Gerd-Hermann Susen hat 2005 Bölsches dritten und letzten Roman „Die Mittagsgöttin“ herausgegeben, zur Zeit erarbeitet er gemeinsam mit Hans-Gert Roloff den Band mit den frühen Erzählungen und Romanen. 2010 ist von ihm überdies der kommentierte Briefwechsel Bölsches mit Autoren der „Freien Bühne“ vorgelegt. Die Ausgabe von Bölsches Korrespondenz mit den Brüdern Carl und Gerhart Hauptmann wird von Edith Wack vorbereitet. Sie ist zugleich Mitarbeiterin des Projekts „Gerhart Hauptmann digital“, das die Freie Universität in Kooperation mit der Staatsbibliothek Berlin durchführt.
ISBN: 978-3-8260-4736-7 Autor: Sirbubalo Lejla Band Nr: 745 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das Ziel der vorliegenden Studie ist die literaturhistorische und literatursoziologische Analyse deutschsprachiger Werke aus und über Bosnien und Herzegowina, die in Zusammenhang mit der österreichisch-ungarischen Herrschaft von 1878 bis 1919 stehen. Der Begriff der Literatur muss dabei etwas breiter gefasst werden, da neben zahlreichen Romanen, Volksstücken, Memoiren und Erzählungen auch Reiseberichte, militärische Studien, ethnografi sche und naturwissenschaftliche Arbeiten, Brief-Korrespondenzen und historischpolitische Analysen berücksichtigt werden sollen. Diese Dokumente wurden häufi g als Vorlage für die literarischen Werke benutzt. Sie bilden daher das literarische Korpus der vorliegenden Arbeit. Es kann keine exakte zeitliche Abgrenzung vorgenommen werden, da sowohl Werke vor der Okkupation 1878 als auch solche, die lange nach dem Zusammenbruch der Monarchie erschienen sind, erörtert werden, sodass hier eher von einer thematischen als von einer zeitlichen Eingrenzung gesprochen werden muss. Die Autorin Dr. Lejla Sirbubalo Germanistin, 2010 Promotion an der Universitaet Wien, Lektorin an der Philosophischen Fakultaet in Mostar, Bosnien-Herzegowina, Abteilung für deutsche Spracheund Literatur, diverse Publikationen zur Literatur- und Kulturgeschichte sowie Taetigkeit im Bereich Kultur- und Projektmenagement. Kontakt: lejlasirbubalo@gmail.com.
ISBN: 978-3-8260-4786-2 Autor: Nerurkar Michael Band Nr: 511 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Arbeit setzt sich mit dem Kapitel „Von der Amphibolie der Reflexionsbegriffe“ in Kants Kritik der reinen Vernunft auseinander. Die von Kant im Amphibolie-Kapitel ausgeführte Kritik an der rationalistischen Ontologie wird als eine methodologische, intentionalitätstheoretische Kritik rekonstruiert. Im Zuge dessen wird eine Explikation des in der Forschung weitgehend unaufgehellten kantischen Terminus „transzendental“ vorgenommen, die sich in den Rahmen einer Deutung der Transzendentalen Logik als einer Logik und Kritik des apriorischen Erkenntnisbezugs auf Gegenstände stellt. Unter dem entwickelten Verständnis von „transzendental“ werden sodann die im Amphibolie- Kapitel zentralen Begriffe „transzendentale Refl exion“, „transzendentaler Ort“ und „transzendentale Topik“ untersucht und nach deren systematischen Status in Kants Kritik der reinen Vernunft gefragt. Der Autor Michael Nerurkar, Promotion in Philosophie, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Technischen Universität Darmstadt und Lehrbeauftragter an der Universität Stuttgart.
ISBN: 978-3-8260-4739-8 Autor: Hanenberg Peter, Clara Fernando (Hrsg.) Sprache: deutsch Kurzinhalt: P. Hanenberg / F. Clara: Einführung – Aufbrüche – M. J. Cordeiro: Reisen als Performanz: Schauplätze im Tourismus und Touristen als Schauspieler – E. Huwiler: Theater, Politik und Identität: Das Schweizer Schauspiel des 16. Jahrhunderts – E. H. Arens: Erzähler und Zahlen: Performanz in der westdeutschen Entwicklungshilfe der 1960er Jahre – F. Vidal: Oratorische Performanz im World Wide Web – A. Heydenreich: Schrödingers Katze und die Kopenhagener Deutung der Quantentheorie. Zur literarischen Darstellung eines physikalischen Gedankenexperiments in Günter Eichs „Äquinoktium“ – Erinnerungskulturen – I. C. Gil: Szenen der Stille. Über die Performativität des Ungeschehenen – L. Christolova: Digital Storytelling: Zwischen Performance und Performanz – J. Schöneich: Relationale Poesie Möglichkeiten der Performanz bei Barbara Köhler – R. Hartmann: Inszenierte Authentizität: der Fall der Berliner Mauer auf der Bühne – W. Müller-Funk: Von der Kunst des Auftretens: Thomas Bernhard und Michel Foucault – Familien, Geschlechter und Körper – P. Schulte: „It’s a girl!“ Drei Aspekte der Performativität in Marijs Boulognes Autopsie-Performance The Anatomy Lesson – H. Lee: Gender-Performanz als Kulturinszenierungen. Zum medialen Verhältnis von Japan und Europa – P. Prieto Blanco: Familienfotografi e: eine performative Gestalt des familiäres Gedächtnisses – J. Sánchez-Arjona Voser: „Würdige Surrogate“: Goethe und die Biopolitik – Bühnen – A. M. Abrantes: Theatralität zwischen Kultur und Kognition – C. Jarillot Rodal: Doppelte Performativität: der Vortrag von Manifesten in den dadaistischen Soireen – M. C. Carrinton: Die Geschichte der Jungfrau von Orleans ‚heute und morgen‘ - das Stück Johanna oder die Erfi ndung der Nation (2002) von Felix Mitterer – A. Mendes: Wohin mit dem Fuß, wenn eine Hand losfl attert? Performativer und gemeinschaftlicher Dialog zwischen Kulturen – M. Afonso: Entre Vistas – A. R. Calero Valera: Der Zuschauer als Performer in Rimini Protokolls Call Cutta Die Herausgeber Peter Hanenberg, Professor für Kulturwissenschaften an der Faculdade de Ciências Humanas und Leiter des Forschungsschwerpunkts „Translating Europe across the Ages“ am Research Centre for Communication and Culture an der Katholischen Universität Portugals, von 2006 bis 2010 Vorsitzender des portugiesischen Germanistenverbands APEG. Fernando Clara, Professor für Germanistik an der Universidade Nova de Lisboa, Forschungen zur deutschen und europäischen Kultur, zur Theorie des Reisens und der Literatur sowie zu den deutsch-portugiesischen Kulturbeziehungen.