ISBN: 978-3-8260-2950-9 Autor: Metelmann Jörg (Hrsg.) Band Nr: 8 Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 208 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Zehn Jahre nach den letzten Debatten um Pornographie, die mit dem Erscheinen von Catharine MacKinnos Buch ,Nur Worte' (1994) und Drucilla Cornells Replik ,Die Versuchung der Pornographie' (1995) auch in Deutschland geführt wurden, hat sich die "Kampfzone" (Michel Houellebecq) tatsächlich ausgeweitet. Einleitung: Porno-Pop. Sex in der Oberflächenwelt - Politik & Öffentlichkeit - C. Pornschlegel: Wem gehören die Töchter? Zum sexuellen Machtanspruch der Konsumgesellschaften - N. Niemann: Einige unkontrollierte Notizen zum Thema Pornografie und neueste Öffentlichkeit - Cl. Gehrke: Rotkäppchen und die Pornographie - J. Metelmann: Flesh for Fantasy. Das Porno-Pop-Format und die Dialektik der pornografischen Aufklärung - Krieg & Gewalt - L. Hentschel: Das Kommen der Bilder. Jacques Derridas Gastfreundschaft für Schurken visuell gedacht - N. Wojtko: Fun, Folter, Führerbunker. Das pornoisierte Bild der Gewalt - Kunst, Literatur & Film - H. Liebs: Spul mal vor, Alter. Navigationshilfen in Babylon: Die Kunst als Global Positioning System im Feld der Pornographie - K. Röggla: dein fleisch juckt uns nicht! - J. Dicks: Am Ende aller Unterschiede. Gedanken über 100 Millionen Jahre Porn - B. Obermayr: Man f.... nur mit dem Herzen gut. Pornografien der Liebe bei Vladimir Sorokin - D. Schmidt: Zwischen den Medien. Traumnovelle (Schnitzler), Eyes Wide Shut (Kubrick) und die ‚longue durée' der Pornographie - S. Rothoehler: Ménage à trois au cinéma. Die Utopie des Porno-Pop - Music, Television & Clipworld - F. Werner: "Pornography on Wax"? Funktionalisierte Grenzüberschreitungen im US-amerikanischen Rap - Chr. Pundt: Spot an, Lust aus: Wie der Sex ins Fernsehen kam und darin verschwand - S. Flaßpöhler: Shake your tits! Pornopop als Chance - Anhang - PorNomaden - die überschrittene Überschreitung, oder: eine These zur Diskussion Der Herausgeber Jörg Metelmann, Dr.phil., Kulturwissenschaftler, ist z.Zt. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Medienreligion" an der Humboldt-Universität zu Berlin. Publikationen: Zur Kritik der Kino-Gewalt. Die Filme von Michael Haneke, München 2003; Bild-Raum-Kontrolle. Videoüberwachung als Zeichen gesellschaftlichen Wandels (Hrsg., zusammen mit Leon Hempel), Frankfurt, erscheint Frühjahr 2005.
ISBN: 978-3-8260-2879-3 Autor: Zwaenepoel Tom Band Nr: 7 Erscheinungsjahr: 2004 Seitenanzahl: 556 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Von allen Genres, die die Literatur und das Fernsehen kennen und kultivieren, ist der Krimi das nachweislich beliebteste. Immer wieder gelingt es den Verfassern von Romanen, Kurzgeschichten, Dramen und Drehbüchern, die (inzwischen längst erschöpfte) Geschichte um ein Tötungsdelikt und dessen Aufklärung durch Ratio, Gewalt oder Intuition neu zu gestalten, zu reanimieren, so dass dem Zuschauer gleichzeitig Spannung und Entspannung und gegebenenfalls ein wenig Belehrung geboten werden. Im ersten Teil der Studie werden die Gattungsgeschichte, die Forschungslage, die Struktur- und Handlungselemente, die Typologie der literarischen Serienfiguren, die Beurteilung sowie die Rezeption der Detektiv- und Kriminalliteratur unter die Lupe genommen. Der zweite Teil ist dem Krimigenre im ZDF-Fernsehen gewidmet, insbesondere der Reihe Derrick, in der Herbert Reinecker den von Georges Simenon geprägten psychologischen Kriminalroman weitergeführt hat. Am Beispiel von 100 Derrick-Folgen wird auf die wichtigsten Aspekte des Fernsehkrimis eingegangen, wie Aufbau, Personentypen, Spannung, Spielregeln beim Täterrätsel, Kriminalitäts- und Gewaltdarstellung, Typologie des Fernsehfahnders, Beurteilung durch die Fachwelt und das Fernsehpublikum. Außerdem wird der Einfluss der Reihe Derrick auf das Konzept des im Vorabend- bzw. Hauptabendprogramm gesendeten ZDF-Krimis eruiert. Zu den untersuchten Reihen gehören u.a. die populären Sendungen SOKO 5113, Der Kommissar, Der Alte, Ein Fall für zwei, Siska, Bella Block, Ein starkes Team, Rosa Roth, Stubbe und Sperling. Der Autor Tom Zwaenepoel, geb. 1970, hat Niederlandistik und Germanistik in Gent (Belgien) und Bayreuth studiert und ist derzeit als Deutschdidaktiker am Lehrstuhl für Germanistik der Universität Gent tätig. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie das ZDF und der Saarländische Rundfunk brachten einen ausführlichen Bericht zu dieser Arbeit.
ISBN: 978-3-8260-2878-6 Autor: Fuest Leonhard und Jörg Löffler (Hrsg.) Band Nr: 6 Erscheinungsjahr: 2005 Seitenanzahl: 211 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort - L. Fuest / J. Löffler: Einleitung - Theorie: W. Kraushaar: Extremismus der Mitte. Zur Logik einer Paradoxie - A. Kallhoff: Liberal vs. Extrem. Zur Neutralitätsthese des politischen Liberalismus - C. Suhm: Extreme Philosophie. Einige kritische Bemerkungen zum philosophischen Naturalismus - F. A. Kurbacher: Radikalität als Denkfigur. Zur Philosophie extremer Überzeugungen - S. Willer: Radikalität als Sprachspiel - S. Brauer: ‚Let's get converted!' Entstehen Werte durch Konversion? - Literatur: J. P. Reemtsma: Extremismus exklusiver Zweierbeziehungen. Das Ehepaar Macbeth - W. Lange: Literatur im Extrem. Georg Büchners Woyzeck - L. Fuest: Extremismus des Nicht(s): Bartleby - J. Löffler: Auslöschungen. Randgänge des Schreibens bei Botho Strauß - Medien: D. Kremer: Extreme Bilder. Walter Benjamins dialektische Bilder und die Krise des Bewegungsbildes bei Andrej Tarkowskij - J. Gunia: Extreme Diskurse. Anmerkungen zur Kritik medialer Beschleunigung bei Günther Anders und Paul Virilio - H.-J. Jakob: "Das Blut spritzt bis in die letzte Reihe". Aspekte extremer Gewaltdarstellung im amerikanischen Film zwischen 1965 und 1980 - K. Wendt: Mongrelising Culture. Jenseits des guten Geschmacks Die Herausgeber Leonhard Fuest, Jahrgang 1967, promovierte an der Universität Münster über das Werk Thomas Bernhards und ist zur Zeit Stipendiat der "Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur" und Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Jörg Löffler, Jahrgang 1970, promovierte an der Universität Münster über "Melancholie und Schrift bei Goethe" und ist jetzt Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Oldenburg.
ISBN: 978-3-8260-2777-2 Autor: Lorenz Matthias N. (Hrsg.) Band Nr: 4 Erscheinungsjahr: 2004 Seitenanzahl: 328 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Öffentlichkeit und das kulturelle Feld sind seit dem Beginn der Moderne immer wieder mit schrecklichen Ereignissen konfrontiert worden, deren Schock über längere Zeiträume multimedial verarbeitet und in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben wurde: das Erdbeben von Lissabon, der Erste Weltkrieg oder Ausch-witz. Die jeweilige Verarbeitungsleistung wurde vor allem von Intellektuellen, Kultur- und Medienschaffenden erbracht, deren Deutungen schließlich Erzählmodi für das gemeinsam Erfahrene generierten: Narrative des Entsetzens. Der Band Narrative des Entsetzens ist der Versuch, eine erste "Landkarte" davon zu zeichnen, wie die westliche Kultur mit dem 11. September 2001 umgegangen ist. Wie wurden die Terroranschläge von Künstlern verschiedener Disziplinen verarbeitet, gedeutet und dargestellt? Welche Rolle spielten die dominanten Medienbilder bei dieser Auseinandersetzung? Wie reagierten intellektuelle Vordenker auf das Undenkbare? Und in welcher Weise schrieb sich der Komplex "9/11" in die populäre Kultur ein? Die Beiträge des Bandes untersuchen diese Fragen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Beispiele aus bildender Kunst, Architektur, Musik, Literatur, Poesie, Theater, Comic, Fotografie, Film, aber auch Verschwörungstheorien und Witze über den 11. September werden vorgestellt und interpretiert. Auf die in der Literatur zum Thema weit verbreitete Alternative "Betroffenheit vs. Polemik" lässt sich dieser Band nicht ein, dem es um eine möglichst abgewogene Auseinandersetzung mit den Zeugnissen des Entsetzens geht. Dabei werden die Adaptionen und Brechungen des Ereignisses immer mit Beispielen und Traditionen in Beziehung gesetzt, die aus der Zeit vor den Anschlägen stammen. Durch diese übergreifende Kontextualisierung sowie die inter-diszi-pli-näre Vielstimmigkeit ver-sucht der Band, der Komplexität des Ereig-nisses gerecht zu werden. Matthias N. Lorenz: Nach den Bildern - 9/11 als "Kultur-Schock". Vorwort - Michael Beuthner: 9/11-Fernsehnachrichtenbilder und Echtzeitjournalismus als Teil kultureller Bedeutungsproduktion - Stephanie Bunk: Eine Demokratie der Fotografien. Die fotografische Archivierung des 11. September 2001 - Christiane Käsgen: Inszenierte Wirklichkeit. Physische Terrorerfahrung und fiktionaler Erzählmodus in Jules und Gédéon Naudets Dokumentarfilm "9/11" - - Bernd Scheffer: "... wie im Film": Der 11. September und die USA als Teil Hollywoods - Stefan Neuhaus: "Spiderman" und der 11. September - Andreas Jahn-Sudmann: 9/11 im fiktionalen Film: Analysen zu "11'09''01" und "September" - Russell B. West: Writing the Disaster: New York Poets on 9/11 - Walter Uka: Der 11. September auf dem Theater. Betroffenheit, Zynismus, stumme Bilder und lärmende Absurdität - Werner Jung: Terror und Literatur. Miszelle - Ole Frahm: Dreierlei Schwarz. Art Spiegelmans und Elein Fleiss' Interpretationen des 11. September '01 - Pierangelo Maset: Die Kunst und der 11. September 2001 - Olaf Winkler: Original medial. Daniel Libeskinds Pläne für Ground Zero: Zur Verlagerung der Originalität aus dem Entwurf in dessen Erläuterung - Andreas Schmitt-Sattelberg: "Deceit and Betrayel's a bitter fruit". Auf der Suche nach einer Poetik der populären Kultur in Bruce Springsteens "The Rising" - Carola Schormann: "We'll put a boot in your ass - it's the American way". Patriotismus und moralische Werte in der Country Music nach dem 11. September - Miriam Reinhard: Alles wie bisher - nichts wie es mal war. Der 11. September in der deutschen Musik zwischen den Generationen - Andrea Payk-Heitmann: "Freund-schaftsdienste" im Nachhall des Terrors. Zu den Reaktionen deutscher Literaten im Kontext intellektueller Amerikabilder - Andreas Hetzel: Das reine Ereignis. Philosophische Reaktionen auf den 11. September - Steffi Hobuß: "Die Wahrheit ist irgendwo da draußen". Verschwörungstheorien zum 11. September und die Frage nach dem Entkommen aus der Skepsis - Matthias N. Lorenz: Lachen nach dem / über den 11. September 2001. Komik im Angesicht des Schrecklichen. */Medienwissenschaft 4/2004, S. 429./* "Narrative des Entsetzens" bietet einen mannigfaltigen Überblick über die ersten kulturellen und intellektuellen Deutungsmuster, die sich zum 11. September herausgebildet haben. Mehr kann und will dieser Band nicht leisten. Dabei ist er jedoch deutlich reflektierter als viele andere Veröffentlichungen und hebt sich auch aufgrund der vielfältigen und mutigen Themenwahl aus der Masse der Post-9/11-Bewältigungs-Analysen ab. */Germanistik 3,4/2004, S. 710f./* Der Band will nicht die politischen Hintergründe und Folgen dieses "überschwelligen Ereignisses" (G. Anders) sondieren, sondern fragt, wie die Terroranschläge auf das World Trade Center medial und kulturell verarbeitet und damit gedeutet wurden. (...) Der Band bietet eine breitgefächerte Bestandsaufnahme zum Thema. Die Beiträge argumentieren durchgängig auf hohem Niveau und sind zugleich außerordentlich lesbar geschrieben. Insgesamt stellt der Band eine wohltuend unaufgeregte Bereicherung dar - jenseits der Verschwörungs- und Anti-Verschwörungstheorien, die den Diskurs zum 11. September durchziehen. */Weimarer Beiträge 4/2005, S. 622-627/* Mit einem ungewöhnlichen Nachwort beschließt Matthias Lorenz den umfangreichen, aber wegen seiner Multiperspektivität und wissenschaftlichen Sorgfalt äußerst lesenswerten Band, indem er die "Komik im Angesicht des Schrecklichen" untersucht: Lachen nach dem/über den 11. September 2001. */Arbitrium 2/2005, S. 135ff./* Für mehr Ambivalenz, weniger Dichotomien: Dieser Gedanke zieht sich durch viele der von Matthias Lorenz versammelten Beiträge über die kulturelle und mediale Verarbeitung des Anschlags auf das World Trade Center vom 11. September 2001, die aus zwei Symposien im Sommer 2003 und 2004 hervorgingen. Der Herausgeber Matthias N. Lorenz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Lüneburg. Er lehrt im Studiengebiet "Sprache & Kommunikation" in den Bereichen Literarische Kultur und Medienkultur. Publikationen: Martin Walser in Kritik und Forschung. Eine Bibliographie, Bielefeld: Aisthesis 2002; als Hrsg.: DOGMA 95 im Kontext. Kulturwissenschaftliche Beiträge zur uthentisierungsbestrebung im dänischen Film der 90er Jahre, Wiesbaden: DUV 2003. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Analyse diskursiver, medialer und fiktionaler Repräsentationen des Holocaust sowie in der Antisemitismusforschung; eine umfangreiche Studie über Martin Walser, die Juden und der Antisemitismusvorwurf ist derzeit in Vorbereitung.
ISBN: 978-3-8260-2771-0 Autor: Oberzaucher-Schüller Gunhild, Daniel Brandenburg und Monika Woitas (Hrsg.) Band Nr: 6 Erscheinungsjahr: 2004 Seitenanzahl: 479 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort der Herausgeber - Grußadressen - J. Stenzl: Zwei gesungene mittelalterliche Hohelied-Dramen - H. Schulze: Ordnung und Unordnung. Zur Funktion von Tanz im Drama der venezianischen Oper des 17.Jahrhunderts - D. Brandenburg: Orpheus, der Sänger und das Musiktheater - G. Croll: "Was machen wir mit dem Schluß?",Il fine' in der italienischen Alceste von Gluck - I. Brandenburg: Ipermestra o Le Danaidi von Millico und Calzabigi. Ein opernreformatorischer Versuch im Neapel des späten Settecento - Th. Hochradner: Mozart und die Volksmusik. Über ein unentwegt populäres Thema - M. Malkiewicz: Wolfgang Amadeus Mozarts Skizzenblatt zu Le gelosie del serraglio KV Anh.109 (135a) - R. Angermüler: Mozarts "tänzerischer" Don Juan, Paris 1866 - J. Senigl: Der Bühnenkomponist Johann Michael Haydn und seine Beziehungen zum Kloster Lambach - E. Hintermaier: Ein bisher unbekanntes Porträt Johann Michael Haydns von Andreas Nesselthaler - K. A. Jügensen: Il balletto italiano nella Copenhagen del secolo XVIII - M. Woitas: Salvatore Viganò und die Vision eines romantischen Tanztheaters - M. Linhardt: Ziererei und Wahrheit, oder: Das Bühnenspiel der Kunigunde von Thurneck und das erzählte Käthchen von Heilbronn - G. Oberzaucher-Schüller: Leben und Werk des Herrn C. Eine Marginalie zu Kleists Über das Marionettentheater - I. Guest: Jean Coralli and the influence of Eugène Scribe at the Porte-Saint-Martin - C. Jeschke: Schals und Schleier als choreographische Verfahren im Tanztheater des 19.Jahrhunderts - M. Jahrmärker: Les Trois Maries. Zu Selbstverständnis und Selbstbewußtsein einer Kunstepoche - A. Lindmayr-Brandl: Was ein Walzer alles kann. Gedanken zum Werkcharakter von Schuberts Tanzmusik - G. Walterskirchen: Die Zeit die Größ'res will und Klein'res nur vermag. Theater-, Vereins- und Salonkultur in Salzburg zur Mitte des 19.Jahrhunderts - G. Giordano: Nuove strade: la Furlana da sala, saletta, salotto - M. Cofini: "Tarantella diurna" e "Furlana notturna": due LVCES e due HORAE complementari di una stessa, antica tipologia di danza? - O. Panagl: Lebenstrauma - Traumwelt. Realitätsverlust und Sinnsuche in Opern von Debussy, Korngold und Martinu - E. Suritz: Die Moskauer Jahre von Iwan Chljustin - Th. Steiert: Bewegungsmuster. Zur Funktion der Musik im Handlungsballett des 19.Jahrhunderts - H. Koegler: Wenn die Musik die gehorsame Tochter des Tanzes zu sein hat. Über Les Sylphides als die musikalische Ursünde des modernen Balletts - K. Kieser: Profil ist alles. Waslaw Nijinski, L'Après-midi d'un faune und die Reliefbühne - A. Rasche: Dynamik im Raum. Harald Kreutzberg in Tanzphotographien von Hans Robertson - P. Berné: Luigi Ricci und die mündliche Überlieferung in der italienischen Oper - G. Dorris: Dance and the New Opera Company, 1941-1945 - S. Schroedter: Der Tanz bei den Salzburger Festspielen. Zufälle, Zwischenfälle und glückliche Fügungen - Sibylle Dahms Lebenslauf - Literaturverzeichnis Die Herausgeber Gunhild Oberzaucher-Schüller, studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Lehraufträge für Tanzgeschichte an den Universitäten Wien, Bayreuth und Salzburg und am Konservatorium der Stadt Wien. Seit 2003 Leiterin der Derra de Moroda Dance Archives am Institut für Musikwissenschaft der Univ. Salzburg - Daniel Brandenburg, bis 1997 Dozent für Operngeschichte an der Universität Salzburg, seit 2001 Mitarbeiter des Forschunginstituts für Musiktheater der Universität Bayreuth - Monika Woitas, geb. 1961. Studium der Musikwissenschaft, Publizistik / Kommunikationswissenschaft und Philosophie in Salzburg. Seit 1999 Hochschuldozentin für Musikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.
ISBN: 978-3-8260-2728-4 Autor: Schedel Susanne Band Nr: 3 Erscheinungsjahr: 2004 Seitenanzahl: 195 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Berühmt wurde W.G. Sebald mit "Die Ausgewanderten", jenen Erzählungen über die Schicksale von Menschen, die unter anderem der Holocaust ins Exil zwang. Doch die teilweise beobachtbare Verengung der Sebaldrezeption auf die Kontexte von Holocaust und Erinnerung wird den sich über Jahrhunderte erstreckenden Geschichtserzählungen in Sebalds Büchern, die weit über die Ereignisse des Holocaust hinausgreifen, nicht gerecht. Um eine Deutung seiner hochkomplexen Geschichtsdarstellung und -reflexion zu unternehmen, verknüpft die Studie die Geschichtsthematik mit Sebalds zentralem literarischen Verfahren, der Intertextualität. Denn fast durchgehend vermittelt dieser Autor Historie über Prätexte, sei es über Literatur, Gemälde oder Fotografien. Auf der Basis einer systematischen Darstellung intertextueller und intermedialer Bezugstypen durchleuchtet die Arbeit die Struktur der Sebaldschen Geschichtserzählung und deutet schließlich ausgewählte Einzeltextreferenzen wie z.B. Bezüge auf Thomas Browne, Stendhal, Jorge Luis Borges oder Joseph Conrad. Immer wieder geht es dabei etwa um Möglichkeiten und Grenzen der Darstellung von Leiden und Vernichtung, um Modelle hi-storischer Zeitabläufe, um das Subjekt als Träger der Überlieferung und die Geschichte als Rätsel. Die Autorin Susanne Schedel, Jahrgang 1973, hat Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft studiert. Zahlreiche wissenschaftliche, literarische und journalistische Veröffentlichungen.
ISBN: 978-3-8260-2708-6 Autor: Plocher Isabel Band Nr: 2 Erscheinungsjahr: 2004 Seitenanzahl: 162 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Uwe Johnsons "Jahrestage" ist ein Montageroman: Die Hauptfigur Gesine Cresspahl reflektiert ein Jahr lang ihre Familiengeschichte, einmontiert werden unter anderem Nachrichten aus der "New York Times". "Tante Times" und "Tagebuch der Welt" - das sind nur zwei der Titel, die die Zeitung im Roman trägt, und die ihre Bedeutung dokumentieren. Welche Rolle spielt die "New York Times" im Roman und wie wird der darauf aufbauende Mediendiskurs präsentiert? Diesen Fragen geht diese Arbeit mithilfe der Diskursanalyse nach Michel Foucault nach. Sie erörtert die Funktionen der "New York Times" umfassend und erfaßt sie systematisch. Dabei liegt der Akzent auf der Zeitung als Repräsentantin der Gesellschaft sowie als Erzählmedium. Die formale Einarbeitung der Artikel, die Funktionen der Zeitungslektüre für Gesine und für den Romanaufbau sowie das enge Verhältnis der Protagonistin zum Medium sind Gegenstände der Untersuchung. Verglichen werden zudem das dargestellte Medienbild und Gesines Rezeptionsverhalten mit in der Kommunikationswissenschaft prominenten Theorien. Diese Methode wirft neues Licht auf Gesines Mediennutzung und auf ihre Medienkompetenz. Aus der Charakterisierung des Mediendiskurses als Interdiskurs aber auch als eigenständiges Machtprinzip wird schließlich die Medienkritik Johnsons und seine Utopie des menschlichen Zusammenlebens erarbeitet. Die Autorin Isabel Plocher studierte Germanistik, Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft an den Universitäten Bamberg und Liège und ist journali-stisch tätig.
ISBN: 978-3-8260-2620-1 Autor: Reck Hans Ulrich Erscheinungsjahr: 2004 Seitenanzahl: 130 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Es bleibt eines der größten, die Epochen übergreifenden Geheimnisse und zugleich eine der bedeutendsten Leistungen gelingender Kunst, daß sie ganz aus sich heraus für das, wofür sie erst ein Beispiel gibt, Möglichkeiten des Verstehens schafft. Wo sonst Kontexte, Anwendungen, Geltungsbereiche in Übereinkunft ausgehandelt werden müssen, erzeugt das spezifisch künstlerische Werk im Erleben eine Evidenz. Aldo Walker (1938 - 2000) hat Kunst als eine Rhetorik der Evokationen am fortgeschrittenen Ort der durch ihn von Stunde null an mitbetriebenen arte povera, von minimal und conceptual art im epistemologischen wie im poetischen Sinne verstanden. Er hielt sie für fähig, aus sich heraus radikal neue und doch - über Erleben, nicht über Erkennen - auf Erfahrung bezogene Kontexte zu schaffen. Bilddenken im Sinne einer der Antike nachfolgenden Rhetorik mit dem Fokus einer stoisch-fröhlichen Anerkennung von Wirklichkeit und Lebenswelt verband sich in seinen Unternehmungen mit dem alle Metaphysik eines ,stummen logos' zurückweisenden Insistieren auf der entscheidenden Beziehung des Betrachters zum Werk. Die Kunst wirkt nach Aldo Walker immer singulär, wälzt den Einzelnen und das Einzelne um. Walkers künstlerische, praktische wie bildtheoretische und epistemologische Reflektion zeigt, daß Sittlichkeit darin besteht, das wirkliche Schicksal des Unbefragten, also des realen Individuellen als singulär zu akzeptieren. Es entwirft sich so zwingend eine Kunst als Existenzform des Poetischen und Ästhetischen, des ,Singulären' wie des ,Sittlichen'. Der Bedeutung, den Bildern, Experimenten wie den Leistungen Aldo Walkers widmet sich diese erste kunsttheoretische und medienphilosophische Monographie über den offenkundig ,unvollendet' verstorbenen, jedoch ein exemplarisches, beispielgebendes und unverwechselbares Werk hinterlassenden Künstlers. Der Autor Hans Ulrich Reck, Philosoph, Kunst- und Kulturwissenschaftler, Publizist, Mitarbeit an Ausstellungen. M.A. 1976. Seit 1995 Professor für Kunstgeschichte im medialen Kontext an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Zahlreiche Publikationen. Bei K&N bereits: Grenzziehungen. Ästhetiken in aktuellen Kulturtheorien (1991), Zugeschriebene Wirklichkeit. Alltagskultur, Design, Kunst, Film und Werbung im Brennpunkt von Medientheorie (1994).
ISBN: 978-3-8260-2582-2 Autor: Jahraus Oliver und Stefan Neuhaus (Hrsg.) Band Nr: 1 Erscheinungsjahr: 2003 Seitenanzahl: 208 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Erotische Filme leisten einen Beitrag zum Diskurs über Erotik und Sexualität, der wiederum Bestandteil anderer gesellschaftlicher Diskurse ist und als Diskurs eine Macht entfaltet, der sich Individuen unterwerfen müssen. Hier kann bereits der widerständige Charakter von jeder Kunst identifiziert werden, denn Kunst ist durch ihre Verbindung von Wissen, Innovation, Reflexion und Offenheit in der Rezeption grundsätzlich subversiv. Zu fragen ist dabei nach den spezifischen medialen Qualitäten des Films und nach den Wechselwirkungen mit der oftmals vorhandenen literarischen Vorlage. Eine wichtige Äquivalenz zwischen Literatur und Film besteht darin, dass (fiktionale) Literatur und (Spiel)Film Geschichten erzählen, also durch ihre "narrativen Formen" vergleichbar werden, sofern man den Besonderheiten des jeweiligen Mediums Rechnung trägt. O. Jahraus / S. Neuhaus: Ent-Hüllung eines Genres: Der erotische Film - S. Neuhaus: "How did they ever make a movie of Lolita?" - H.-E. Friedrich: "The love you give is equal to the love you get": Die Diskursivierung des Erotischen in Ralph Bakshis Fritz the Cat - O. Jahraus: Die Geschichte der O - ihr Skandalon und ihre Medien - K. Maiwald: "A place is no better than it's sign, is it?" Selbstaufhebungen des Erotischen in Bob Rafelsons The Postman Always Rings Twice - A. Detken: Körperinszenierung, Begehren und Schrift in Stephen Frears' Dangerous Liaisons - F. Meier: "I go with the flow": Sex, Tod und Autorschaft in Basic Instinct - M. Meyer: Die Erotik der Macht und die Macht der Erotik: Bram Stokers und Francis Ford Coppolas Dracula - St. Neuhaus: "Das Thema polarisiert das Publikum": Solo für Klarinette - O. Jahraus: Der Film als Traum und der Voyeurismus des Zuschauers. Stanley Kubricks Verfilmung Eyes Wide Shut von Arthur Schnitzlers Traumnovelle - J. Metelmann: Post coitum vir tristis. Über Intimacy, Männerkrisen und die Tyrannei der Sexualität Die Herausgeber Priv.-Doz. Dr. Oliver Jahraus, geb. 1964 in Kempten, und Priv.-Doz. Dr. Stefan Neuhaus, geb. 1965 in Wimbern/Westf., sind Wissenschaftliche Assistenten am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg.