ISBN: 978-3-8260-2473-3 Erscheinungsahr: 2004 Seitenanzahl: 193 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Kommunikative Pädagogik war eine der bedeutensten pädagogischen Richtungen der 70er und auch 80er Jahre. In der vorliegenden Studie werden Ansätze von vier wichtigen Vertreter dieser Richtung rekonstruiert, interpretiert und auf ihre Grenzen und Möglichkeiten hin analysiert. Besprochen werden: Klaus Schaller, Karl-Hermann Schäfer, Dieter Baacke und Klaus Mollenhauer. Welcher Begriff von "Kommunikation" wird in dem jeweiligen Ansatz wie in der Pädagogik rezipiert? Welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Rezeption für die Gestalt der Kommunikativen Pädagogik als praktische Wissenschaft? Erfüllt der solcherart konzipierte Entwurf seinen selbstgesetzten Anspruch, einer-seits pädagogische Praxis differenziert zu erfassen und andererseits Handlungsorientierungen konsistent begründen zu können? Es wird gezeigt, dass die Position einer kommunikationstheoretischen Grundlegung der Pädagogik nicht nur hilfreich ist bei der Bearbeitung des "päd-agogischen Normproblems", sondern sich auch als Stachel im Fleisch von vermeintlich pädagogischen Gewissheiten erweist. Der Autor Jürgen Sammet studierte Pädagogik, Psychologie und Philosophie in Würzburg. Er ist als Trainer und Berater im Bereich Weiterbildung und Organisationsentwicklung tätig.
ISBN: 978-3-8260-3127-4 Erscheinungsahr: 2005 Seitenanzahl: 349 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Fragestellung dieses Bandes ist sicherlich mehr als provokativ. So wurde sie auch im Rahmen einer Interviewstudie von älteren Menschen als besonders erzählanregend hinsichtlich der eigenen Krankengeschichte empfunden. Während Medizin und Psychologie Krankheit vor allem "erklären" wollen, um handeln zu können, geht es der Pädagogik und den ihr verwandten Disziplinen vielmehr um das "Verstehen" von Krankheit in lebensgeschichtlichen Zusammenhängen. Die unterschiedliche Zielrichtung von "Erklären" und "Verstehen" beschrieb schon Dilthey (1894): "Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir". Nähert man sich nun vor dem Hintergrund dieser Worte dem Krankheitsphänomen, so kann eine angemessene Beschäftigung mit diesem nur interdisziplinär erfolgen. Erst dann wird Krankheit nicht mehr nur "erklärt", sondern auch in ihrer Bedeutung für das von ihr betroffene Subjekt und im Hinblick auf seine lebensgeschichtlichen Bezüge "verstanden". In Anlehnung an Johann Heinrich Pestalozzis Bildungsgedanken, daß "das Leben bildet" (Pestalozzi 1826), entwickelt die Autorin ein Verständnis von Krankheit als Lebens- und Bildungsereignis. Gewissermaßen als Ergänzung und Weiterführung des wissenschaftlichen Diskurses um Gesundheit und Krankheit geht es in diesem Buch darum, hintergründig ablaufende Bildungsprozesse zu beleuchten: Krankheit soll in der menschlichen Reflexion eingefangen und ihre "Lebensbildungsmomente" erforscht werden. Die Autorin Ilona Biendarra, geb. 1970, studierte Pädagogik und Katholische Theologie in Würzburg. Von 2001 bis 2005 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof.Dr. Günter Bittner an der Universität Würzburg tätig. Sie arbeitet zudem als Dozentin und ist freischaffende Künstlerin.
ISBN: 978-3-8260-1282-2 Erscheinungsahr: 1997 Kurzinhalt: Wie wird in der Schule mit Kinder- und Jugendbüchern gearbeitet? Darüber stellt die Arbeit in zwei getrennten Untersuchungen einen Ist-Zustand fest und gibt Denkanstöße, wie die Leseförderung in der Schule verstärkt werden könnte. Zunächst werden die Programme der größten deutschen Kinder- und Jugend-Taschenbuch-Verlage untersucht (dank neuer edv-technischer Möglichkeiten stehen hier objektive Absatzzahlen zur Verfügung); der zweite Teil besteht aus einer repräsentativen Lehrerbefragung, die mit der "Stiftung Lesen" durchgeführt wurde. Die Studie ermöglicht einen Vergleich zwischen den ost- und westdeutschen Bundesländern wie auch zwischen den Schularten. Untersucht wird die Häufigkeit des Einsatzes von Kinder- und Jugendbüchern im Unterricht, die Bevorzugungen von Gattungen, Autoren, Titeln, sowie die Zielsetzungen und Methoden, die mit Klassenlektüren verbunden werden. Zudem werden Daten zum eigenen Leseverhalten sowie zur Aus- und Fortbildung im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur erhoben. Die Autorin Gabriele Runge ist Realschullehrerin und entwickelt in Zusammenarbeit mit einem Kinder- und Jugendbuchverlag Unterrichtskonzepte und -materialien. Sie promovierte mit der vorliegenden Arbeit an der Pädagogischen Hochschule Weingarten, an der sie einen Lehrauftrag für Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur innehat.
ISBN: 978-3-8260-2285-2 Erscheinungsahr: 2001 Seitenanzahl: 248 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die wissenschaftliche Pädagogik findet in der Rhetorik eine affine Theorieform, die mit Blick auf Bildung, Erziehung und Unterricht neue Orientierung geben kann. Der Gedanke verbindet sie, der Mensch müsse seine Sprache beherrschen, sie argumentativ und konjektural zum Wohle der öffentlichen Gemeinschaft nutzen. Argumentative Verständigungen im Widerstreit um strittige Deutungen von Welt und Mensch zeigen sich in dieser Anbindung als unverzichtbar, gleichwohl als situativ und vorläufig; sie sind zugleich Konjekturen des Selbst, das auf Welt zu antworten hat. Unter den Bedingungen von Kontingenz und Endlichkeit kapituliert eine solche Theorie nicht vor Wahrheits- und Vernunftansprüchen, geht vielmehr erfinderisch argumentativ mit ihnen um. Der Autor Andreas Dörpinghaus, Dr. phil. habil., geb. 1967, Hochschuldozent für Allgemeine Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg.
ISBN: 978-3-8260-3096-3 Erscheinungsahr: 2005 Seitenanzahl: 192 Sprache: deutsch Kurzinhalt: G Bittner: Einführung - R. Bittner: Wann versteht man einen Menschen? - G. Bittner: "Es" versteht - W. Datler: Abstinenz, Zurückhaltung und die Frage nach dem Latenten: Anmerkungen zum Prozess des psychoanalytischen Verstehens - V. Fröhlich: "Es ist gar nicht unsere Aufgabe... gleich zu, verstehen" (S. Freud) - Über Menschen - Verstehen in kinderanalytischen Zusammenhängen - B. Boothe: Erzählende Menschen verstehen: das Spiel mit der Spannung - M. Parmentier: "Zum Verständnis des Unverständlichen. Das Unauslotbare im Werk von Vermeer" - H.-J. Petsch: Wider die "Spinneweben dogmatischen Denkens". Texte von Wilhelm Dilthey - U. Stenger: Bildliches Verstehen. Beobachtungen in einer Kinderkrippe - A. Nießeler: Beschleunigung oder Verlangsamung? Zur Verschulung des Verstehens zwischen didaktischer Maschine und dialogischem Lernen - P. Zászkaliczky: "...alle Lebensäußerungen als Mitteilungen zu interpretieren..." - (W. Pfeffer) - Verstehen und Missverstehen in der Heilpädagogik - R. Göppel: Kann man Jugendliche verstehen? Wollen Jugendliche verstanden werden? Verstehen Jugendliche sich selbst? - H.-J. Petsch: "Ich versteh die Welt nicht mehr!" Die Bildung Erwachsener als Verstehenskunst - H. Scarbath: Der hinkende Hermes. Über Glanz und Elend unserer Bemühungen Andere zu verstehen. Der Herausgeber ist Prof. für Pädagogik an der Universität Würzburg.