ISBN: 978-3-8260-4123-5 Erscheinungsahr: 2009 Seitenanzahl: 608 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Immer mehr Menschen wenden sich heute einer erfahrungsorientierten Spiritualität zu und machen dabei eigene spirituelle Erfahrungen. So erlebt eine Frau beim Erwachen aus einem Traum, dass sie auf dem Grund ihrer Seele angekommen ist und alles eins ist. Und dann? Was geschieht nach solchen Erlebnissen im Leben der Betroffenen? Spirituelle Erfahrungen können eine tiefgreifende Wandlung im Leben des Betroffenen nach sich ziehen. Manchmal bleibt es jedoch beim Erleben selbst, das irgendwann verblasst und dann nur noch eine Erinnerung ist. Spirituelle Erfahrungen können uns aber auch erschüttern und Fragen aufwerfen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Oder wir interessieren uns nicht mehr so sehr für die Banalitäten des Alltags – welche Bedeutung hat schon Geschirr spülen oder Abfall entsorgen? Bei all diesen möglichen Folgen spiritueller Erfahrungen geht es um Aspekte der Integration spiritueller Erfahrungen. Wie kann Spiritualität von einem besonderen Lebensbereich zur gelebten Alltagswirklichkeit werden? Wie können wir uns schrittweise einer „Verbindung von Himmel und Erde“ annähern? Die vorliegende Studie befasst sich mit diesen Fragen und zeigt Möglichkeiten der Integration spiritueller Erfahrungen in den gewöhnlichen, gelebten Alltag und ins alltägliche Menschsein auf. Die Autorin Tanja Scagnetti-Feurer promovierte nach einem Studium der Psychologie, Psychopathologie und Religionswissenschaft mit der vorliegenden Studie im Fachbereich Psychopathologie an der Universität Zürich. Eigene psychotherapeutische Praxis mit transpersonalem und körperorientiertem Schwerpunkt in Zürich.
ISBN: 978-3-8260-3433-6 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 180 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Einleitung - I. Das autobiographische Gedächtnis - heute und damals - H. J. Markowitsch: Das autobiographische Gedächtnis. Neurowissenschaftliche Grundlagen - V. Fröhlich: "Erinnerungen aus der Kindheit...Erinnerungen an die Kindheit." Zur Theorie des Erinnerns bei Sigmund Freud - II. Das Subjekt des autobiographischen Erinnerns - G. Bittner: Bin "ich" mein Erinnern? Zur Subjektbezüglichkeit des Erinnerns - R. Bittner: Warum rühren uns Erinnerungen? - III. Autobiographische Texte - erzählte Erinnerung - H. Brandt, K. Kochsiek, W. Urbach: Kriegskinder erinnern sich - G. Bittner: "Professor der Selbergeschichte" - Th. Schulze: Ereignis und Erfahrung. Vorschläge zur Analyse biographischer Topoi - IV. Individuelles und kollektives Erinnern - M. Mols: Haben Staaten ein Gedächtnis? Konstruktion oder Rekonstruktion. Anmerkungen zum Problem der Erinnerung aus politikwissenschaftlicher Sicht - H.- H. Brandt: Vom Nutzen und Nachteil der Erinnerung für die Geschichtswissenschaft - A. Nießeler: Erinnerung als Teilhabe. Aspekte sozial -und kulturanthropologischer Gedächtnistheorien - V. Erinnern und Vergessen - H.-J. Petsch: Glücklich ist, wer vergisst! Auch das Vergessen bildet - Autorenverzeichnis. Der Herausgeber Günther Bittner ist Prof. für Pädagogik an der Universität Würzburg.
ISBN: 978-3-8260-3440-4 Erscheinungsahr: 2007 Seitenanzahl: 220 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Hinderk M. Emrich verfolgt in seiner philosophisch-psychologischen Untersuchung die Frage Wie ist es, dieser oder jener zu sein? Neurobiologische und (tiefen-)psychologische Konzepte zur Intentionalität unseres Erlebens, zu unserer Freiheit und unserem Bewusstsein, zur Interpersonalität, zum Opfer und zum Bösen bieten sich zwar als Interpretationen unserer selbst an, wir können uns darin aber nicht vollständig verstehen. Vielmehr gilt es, sich auf unsere Identität als Prozess zu besinnen, in welchem alle Interpretationen unserer selbst detailliert auf ihre Humanität und Angemessenheit am gelebten Leben selbst geprüft werden. Hinderk M. Emrich, Prof. Dr. med. Dr. phil., seit 1992 Leiter der Abt. Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover. Wesentliche Forschungsgebiete: Psychopharmakologie, Wahrnehmungspsychologie und Systemtheorie von Psychosen, Synästhesie. Zusätzliche wissenschaftliche Interessen: analytische Philosophie des Geistes, Psychoanalyse nach C.G. Jung, Medientheorie, Tiefenpsycholo-gie des Films. Veröffentlichungen: Psychiatrische Anthropologie (1990), Vom Nutzen des Vergessens (1996), Antikonvulsiva in der Psychiatrie (2000), Welche Farbe hat der Montag? – Synästhesie: Das Leben mit verknüpften Sinnen (2001), Psyche und Transzendenz (2002), Facetten der Sucht (2006)
ISBN: 978-3-8260-2543-3 Erscheinungsahr: 2003 Seitenanzahl: 132 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Zum 60. Geburtstag der weit über Fachkreise hinaus bekannten Psychotherapeutin und Psychologie-Professorin haben Kolleginnen und Kollegen eigene Beiträge zum "Farbenkreis der Emotionen" erarbeitet, die ihrerseits neue Aspekte der Emotionsforschung erschließen: so der neurowissenschaftliche Beitrag von H. M. Emrich über Ergebnisse der synästhetischen Forschung im Hinblick auf die Einheit des menschlichen Bewußtseins, die Studien des Jugendpsychiaters und Familientherapeuten Manfred Cierpka und Günther Klosinski, die, direkt aus der Praxis, die Rolle von Aggression und Gewalt bei Jugendlichen und ihren Familien reflektieren bis hin zu therapeutischen Konzepten zur Gewaltvermeidung und zur Einübung gewaltfreier Konfliktlösung. Weitere praxisbezogene Beiträge enthalten Fallvignetten aus der Kunsttherapie auf der Basis Jungscher Psychologie, in denen Linda Briendl die mögliche Transformation von Emotionen durch Gestaltungsprozesse bildlich schildert, wärend Christa Henzler Beispiele von Trauerbewältigung durch das Malen von Bilderserien aufzeigt. Ein weiterer Teil des Buches ist der "Kultur der Emotionen" gewidmet, wobei Brigitte Dorst dem "affidamento", einer neuen Vertrauens-Kultur unter Frauen, eine engagierte Studie widmet, während die Mitherausgeberin, Ingrid Riedel, an einer künstlerisch tätigen Frau, Louise Bourgeois, die als Neunzigjährige Weltruhm erlangte, Emotionen als die Grundkräfte erweist, die den kreativen Prozess in Gang setzen, in Gang halten und wiederum durch diesen transformiert werden. Nach einer sozialkritisch-theologischen Reflexion von Alfred Jäger über Heimatgefühle, finden sich im Abschlußteil unter dem Stichwort "Gelebte Emotionen" Beiträge des Altmeisters Jungscher Psychologie, Mario Jacoby, der seine eigenen Emotionen während der krisenreichen Entstehung seines Aufsatzes reflektiert sowie eine facettenreiche Beschreibung seines Lebens als Jungianer von Murray Stein, derzeit Präsident der Internationalen Gesellschaft für Analytische Psychologie. Nach spielerischen Assoziationen zur Emotion von Barbara Mettler-von Meibom wird die Festschrift durch eine prägnante biographische Skizze abgeschlossen, die Verena Kast als Person und als Wissenschaftlerin würdigt: Daniela Heisig ist es gelungen, Verena Kast als "Brückenbauerin zur Lebensleidenschaft" zu portraitieren. Die Herausgeber Hinderk M. Emrich, Prof. Dr. Dr., Arzt für Neurologie und Psychiatrie/Klinische Pharmakologie, Psychotherapeut, Psychoanalytiker. Derzeit Leiter der Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule in Hannover. Ingrid Riedel (Konstanz). Dr. theol., Dr. phil. Psychotherapeutin in freier Praxis. Dozentin und Lehranalytikerin am C. G. Jung-Institut Zürich. Honorarprof. an der Univ. Frankfurt/M. Wissenschaftliche Leiterin der IGT.
ISBN: 978-3-8260-1324-9 Erscheinungsahr: 1997 Seitenanzahl: 251 Kurzinhalt: Das Buch versteht sich als grund-legende und doch kurzweilige Einführung in das Leben und Werk des Begründers der Individualpsychologie, Alfred Adlers (1870-1937). Der Wiener Psychologe steht zu Unrecht noch immer im Schatten Sigmund Freuds, mit dem er zwischen 1902 und 1911 einen regen Gedankenaustausch pflegte. Der Sammelband mit 18 Aufsätzen von Berliner Individualpsychologen möchte den neben Freud zweiten großen Wiener Tiefenpsychologen einem breiteren Publikum erschließen. Vorgestellt wird Adler als Erzie-her, Aufklärer und Psychothera-peut. Mehrere Aufsätze erläutern Grundbegriffe der Individualpsy-chologie, die als "angewandte Ethik" Bedeutung erlangte. Adlers Bestreben war es, alltagstaugliches psychologisches Wissen bereitzu-stellen. Mehr als andere Psycholo-gen betonte er die Bedeutung der Erziehung. Weitere Beiträge be-schäftigen sich mit individualpsy-chologischer Psychotherapie und Charakterkunde. Eines der wichtigsten Ziele Adlers war es, bei seinen Patienten und Mitstreitern sozialen Mut zu wecken. Mut bedeutete für ihn, gleichermaßen im Dienste des all-gemeinen Nutzens und der eigenen Entwicklung schwierige soziale und kulturelle Aufgaben an-zupacken. Die Individualpsychologie will zur Übernahme von Verantwortung für das Leben erziehen. Der Schlüsselbegriff in diesem Zusammenhang ist das Gemeinschaftsgefühl. Adler postulierte ferner schon früh die Gleichwertigkeit von Mann und Frau und war damit ein früher Verfechter der Frauenemanzipation. Insgesamt ging sein Denken in Richtung einer umfassenden Humanisierung, was ihn den Autoren dieses Sammelbandes heute so wertvoll macht. Die Botschaft Adlers war die der Mitmenschlichkeit, so daß man ihn schon zu Lebzeiten als "Konfuzius des Westens" und "soziales Genie" bezeichnet hat. Die Autoren veranschaulichen ihre Thesen an Dichtern und Künstlern und deren Werken, was einer tiefenpsychologischen Tradition entspricht. Vorgestellt und erläutert werden unter anderem "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" (Th. Mann), "Der grüne Heinrich" (G. Keller), "Hedda Gabler" (Ibsen), "Anna Karenina" (Tolstoi) sowie Werke von Marie von Ebner-Eschenbach. Die Aufsätze sind überarbeitete Vorträge, die 1995 und 1996 in der Lessing-Hochschule Berlin gehalten wurde, wo schon in den 20er Jahren Adler Kurse abhielt. Nach den Vorträgen wurde mit dem Publikum diskutiert. Eine Auswahl von Fragen und Antworten ergänzt die Vortragstexte. INHALT Einleitung - Alfred Adler. Eine biographische Skizze - Alfred Adler als Erzieher, Aufklärer und Psychotherapeut - Grundbegriffe: Macht- und Geltungsstreben; Gemeinschaftsgefühl; Minderwertigkeitskomplex; Charakter und Lebensstil; Widerstand und Verdrängung; Verstehen und Verständigung - "Der Sinn des Lebens": Individualpsychologie als angewandte Ethik - Die weltanschaulichen Aspekte in der Lehre Alfred Adlers - Der therapeuti-sche Prozeß - Wann braucht ein Kind Psychotherapie? Kinderneurosen und Kindertherapie - Charakterkunde: Johann Gottfried Herder, ein unzufriedenes Genie - Charakterstruktur und süchtiges Verhalten - Ehrgeiz, Strebsamkeit und wahres Heldentum im Leben von Marie von Ebner-Eschenbach - Blinde Wut und gerechter Zorn - Prinzipienmenschen und Pedanten - Index. Die Herausgeber Katharina Kaminski studierte Psychologie, Pädagogik und Germanistik in Berlin und ist seit 15 Jahren Psychotherapeutin sowie Lehrbeauftragte an mehreren Ber-liner Hochschulen. Gerald Mackenthun studierte Politologie und Psychologie an der Freien Universität Berlin und arbeitet seit fast 20 Jahren als Wissen-schaftsjournalist.
ISBN: 978-3-8260-3576-0 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 160 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Adlers erstes eigenständiges und bedeutendes Buch Studie über Minderwertigkeit von Organen, mit dem er grundsätzlich neues Terrain der Tiefenpsychologie betrat, erschien 1907. Ausgehend von der Psychoanalyse entwickelte er zunehmend eigene Ideen und Modelle über den Aufbau und die Wirkungsweise des menschlichen Seelenlebens, die schließlich zur Gründung der Individualpsychologie führten. Zum hundertjährigen Geburtstag der Individualpsychologie konzentrieren sich Rattner und Danzer in ihrem Buch zunächst auf Adlers Biographie, erweitern aber ihre Betrachtungen zu einer Interpretation wichtiger Themen, anhand derer sie ihre neo-individualpsychologische Sicht erläutern. Damit ist es ihnen gelungen, nicht nur in den Fußstapfen Adlers zu wandeln, sondern seine Ideen und Anregungen zu ergänzen und auszuweiten. Danzer Gerhard, Professor Dr. med. et phil., geb. 1956 in Passau. Studium der Medizin an der Universität Kiel; 1984 Promotion im Fach Medizin. Studium der Psychologie an der Freien Universität Berlin; 1990 Promotion im Fach Psychologie. 1996 Habilitation für Psychosomatik und Medizinische Anthropologie. Internist, Psy-chotherapeut und Dipl.-Psych., Hochschullehrer an der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Charité in Berlin. Veröffentlichungen zu Themen der Psychiatrie, Psychosomatik, Literaturpsychologie, Kulturanalyse und Anthropologie.Rattner Josef, Dr. med. et phil., Professor, geb. 1928 in Wien. Studium der Fächer Philosophie, Psychologie und deutsche Literatur in Zürich, Promotion über Existenzphilosophie. Später Medizinstudium, das mit einer preisgekrönten Doktorarbeit über „Das Wesen der schizophrenen Reaktion“ abgeschlossen wurde. Publikation zahlreicher Bücher aus allen Bereichen der Tiefenpsychologie, Psychohygiene, Pädagogik, Anthropologie, Kulturpsychologie und Kulturkritik.