ISBN: 978-3-8260-2538-9 Erscheinungsahr: 2004 Seitenanzahl: 444 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die sich um 1600 am französischen Hof etablierende Tanzkunst, der sogenannte "Ballet", unterliegt zwischen dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert einem einschneidenden Wandel: In dieser Zeitspanne vollzieht sich nicht nur eine dezidierte Trennung von Gesellschafts- und Theatertanz, sondern es werden auch künstlerischer Auftrag und gesellschaftliche Funktion der jeweiligen Bereiche neu bestimmt. Den Ausgangspunkt zu der vorliegenden Studie, die sich dieser Umbruchphase widmet, bilden schriftliche Quellen zum Tanz, die von zeitgenössischen Kunsttheoretikern und/oder Tanzpraktikern verfaßt wurden: 18 ausgewählte Tanzlehrbücher bzw. "Tanztraktate" französischer, englischer und deutscher Provenienz werden einer eingehenden Analyse unterzogen, um formale bzw. definitorische, dramaturgische, tänzerisch-choreographische und musikalische Kriterien ausfindig zu machen, die den Übergang vom höfisch-zeremoniellen "Ballet de Cour" zum bürgerlich-aufgeklärten "Ballet en Action", dem Vorläufer des späteren, abendfüllenden Handlungsballetts, - zumindest im Rahmen tanzpoetischer Erörterungen - verdeutlichen. Die Autorin Stephanie Schroedter studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Salzburg und Köln. Als langjährige Mitarbeiterin des Salzburger Instituts für Musikwissenschaft war sie vor allem mit der Sammlung "Derra de Moroda", einem der Abteilung Tanz und Musiktheater angegliederten Tanzarchiv von internationalem Rang, befasst. Die vorliegende Untersuchung basiert auf ihrer Dissertation, die 2001 mit dem "Tanzwissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen" ausgezeichnet wurde. Zudem ist sie als freie Autorin und Redakteurin im Bereich Musiktheater und Konzert tätig.
ISBN: 978-3-8260-2428-3 Erscheinungsahr: 2003 Seitenanzahl: 276 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Den anderen Sparten des Theaters voran suchen Tänzer und Choreographen in ihren künstlerischen Arbeiten die Auseinandersetzung mit neuen (Medien-)Technologien. Anhand ausgewählter Fallstudien zeitgenössischer Künstler wie Merce Cunningham, William Forsythe und Stelarc, die neue Technologien im Aufführungskontext tragend einbeziehen, sie inhaltlich reflektieren oder als choreographisches Arbeitsinstrument im Probenprozess nutzen, wird in dieser Publikation ein Überblick über die wichtigsten Einsatzgebiete neuer Technologien im zeitgenössischen Tanz der 90er Jahre gegeben. In den entstehenden Produktionen und prozessorientierten Ansätzen treffen tanztechnisch ausgebildete Körper auf elektronische und digitale Technologien. Ballettsaal und Bühne erscheinen so nahezu als ,Tanzlabor' in einem zweifachen Sinn: Als Forum intermedialer künstlerischer Austausch- und Adaptionsprozesse sowie als Ort der Inszenierung technologisch beeinflusster Körperbilder. Der menschliche Körper steht im choreographischen Schaffen der behandelten Künstler in einem Spannungsfeld von Kunst-, Medien- sowie Gesellschafts- und Wissenschaftsdiskursen, in welchem er dementsprechend in dieser Arbeit reflektiert wird. Die Autorin Kerstin Evert; Diplom und Promotion am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU Gießen; von 1997 bis 2000 Doktorandin im Graduiertenkolleg Körper-Inszenierungen an der FU Berlin; Theater- und Tanzwissenschaftlerin, Theatermacherin, Regisseurin, Dramaturgin und Festivalproduzentin; Dissertation ausgezeichnet mit dem Tanzwissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen (2001)
ISBN: 978-3-8260-2369-9 Erscheinungsahr: 2002 Seitenanzahl: 210 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Visuelle Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation unserer gegenwärtigen Kultur. Der vorliegende Band stimmt dabei nicht in die Klage über das von der Bilderflut erzeugte sekundäre Analphabetentum und das vermeintliche Verschwinden der Wirklichkeit in ihren perfekten Simulationen ein. Ebensowenig aber affimiert er die viel beschworene Effizienz visueller Kommunikation oder die Verallgemeinerung der ästhetischen Freiheit des schönen Scheins als solche. Versucht wird vielmehr - jenseits des programmatischen Ikonoklasmus der Moderne und der verträumten Idolatrie der Postmoderne - Bedingungen und Kriterien einer visuellen Medienkompetenz zu bestimmen, die Grundlage produktiver und reflektierter Interventionen im gegebenen kulturellen Kontext sein können. Es geht u.a. um die Verkabelung des Britischen Empire und den bemerkenswerten Zusammenhang zwischen mathematischen Formalisierungen elektromagnetischer Phänomene und kulturwissenschaftlichen Reflexionen über die Zerstörung des Denk- und Vorstellungsraumes, die diese Urgeschichte moderner Telekommunikation begleitet haben; um die Geschichte und aktuelle Relevanz der Kartographie als Visualisierungsmodell, um Programmiersprachen des Internets, ihre Affinität zu Schrift und Bild und die Perspektiven von Bilddatenbanken und Bildsuchmaschinen; um verschenkte Möglichkeiten in den Internetauftritten großer Museen und bewusst für Revisionen offen gehaltene Prozesse künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Internet; um bodies in (e)motion und ihr Verhältnis zu den Medien visueller Darstellung, die auf sie zuzugreifen versuchen; um berühmte Bilder und topoi der Entscheidung und ihre Aussagekraft für die Beurteilung der aktuell möglichen Freiheit visueller Entscheidungen. Die Herausgeber Arthur Engelbert, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie, Promotion in Kunstgeschichte, Habilitation in Medientheorie und Kunstwissenschaft. 1996-2002 Gesellschaftsgründer/ Geschäftsführer der mib (Gesellschaft für Multimediaproduktionen in Berlin). Seit 1993 Konzeption und Mitgestaltung zahlreicher Multimediaproduktionen (Digitale Galerie in der Gemäldegalerie Berlin). Seit 1993 Gründungsmitglied und Vorsitzender des Medienlabors für kommunikative Strategien e.V. 2000-2001 Leitung des Pilotprojektes Visuelle Medienkompetenz. Seit 1996 Professur Medientheorie und -praxis im Studiengang Kulturarbeit der FH Potsdam Manja Herlt, Studium der Kulturarbeit. Seit 1996 freie Künstlerin/ Tänzerin. 2000-2001 Projektkoordinatorin Visuelle Medienkompetenz
ISBN: 978-3-8260-1761-2 Erscheinungsahr: 2000 Seitenanzahl: 226 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Entwicklung der elektronischen Medien während der letzten Jahrzehnte führte zu einer verstärkten Medienpräsenz in den Lebenszusammenhängen der technisch hochentwickelten Gesellschaften. Bestimmte Teilbereiche des Lebens scheinen sich in die Medienwelt zu verflüchtigen, so daß die Gesamtheit des menschlichen Lebens sich in einem Spannungsfeld zwischen realer und medial konstruierter Wirklichkeit ereignet. So läßt sich konstatieren, daß sich die Funktion der Medien von der Wirklichkeitsvermittlung zur Wirklichkeitsprägung gewandelt hat. In einem ersten Teil des Bandes finden sich die Essays der Medientheoretiker, überarbeitete Vortragsmanuskripte anläßlich der 1. Medienbiennale (Juni 1998) an der Freien Hochschule Kunstseminar Metzingen und die Abschrift eines Disputs. Künstlerpositionen, im weitesten Sinne Selbstdarstellungen zeitgenössischer Medienkünstler, ergänzen die Frage der Wirklichkeitskonstruktion um die des reaktiven Umgangs mit den Medien. Die Darstellung ihrer Denk- und Arbeitsweisen an Hand ausgewählter Kunstwerke aus ihrem Œuvre, vermitteln die Perspektive, daß der Mensch entscheidet und nicht die Technik. INHALT Essays - Jean Pierre Wils: Medien-Welten. Vernichtung oder Verdichtung der Sinne? - Volker Demuth: Medium erhabener Welt. Die Kathedrale als Licht- und Soundmaschine - Johannes Meinhardt: Bild & Bild - Frieder Nake: Kalkulierte und kalkulierende Zeichen: Der Computer als instrumentales Medium - Stefan Heidenreich: Bilderregeln und Weltanschlüsse. Zum Begriff der kulturellen Formation in Filmen und digitalen Spielen - Disput - Verdoppelte Welt - verflüchtigte Realität - Künstlerpositionen - Ulrike Rosenbach: Medienkunst und Medienkünstlerinnen - Marie Jo Lafontaine: Jeder Engel ist schrecklich - Wolf Kahlen: Nichts Staub - Wolf Helzle: Die Erpressung der Wirklichkeit - Jens Gelhaar: Hier und jetzt im Internet. Kunst zwischen Technik, Gesellschaft und Avantgarde - Jürgen Faust: Verschiedene Ebenen der Wirklichkeit Die Herausgeber Volker Demuth studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte in Tübingen und Oxford. Promotion. Seit 1993 freier Schriftsteller, seit 1997 Dozent für Medienphilosophie an der Freien Hochschule Kunstseminar Hetzingen. Robin Wagner studierte Philosophie in Tübingen; Diplom für Kulturdesign an der Freien Hochschule Kunstseminar Metzingen. Seit 1995 freischaffender Künstler, Maler, konzeptionelle und organisatorische Tätigkeit im Feld der Kunst.
ISBN: 978-3-8260-1731-5 Erscheinungsahr: 1999 Seitenanzahl: 156 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Erst jetzt, wo sich das Telefon in einem global-einheitlichen Multimediakomplex einzugliedern beginnt, steuert seine Geschichte auf ein vorläufiges Ende zu. Aus dem ehemals autonom gedachten Apparat, Ende des 19. Jahrhunderts von Johann Philipp Reis, Elisha Gray und Alexander Graham Bell erfunden, wird nun ein Segment des komplexen Kommunikationssystems. Mit dem 20. Jahrhundert endet zugleich auch die Geschichte der klassischen Telefonkulturen, ihrer Gesten und Rituale. An ihre Stelle tritt eine neue, noch im Entstehen begriffene Online-Kultur, deren Instrumente das Internet und der Computer sind. Die beschleunigte Entwicklung unserer technischen Medien und der damit einhergehende soziale Wandel haben gerade in jüngster Zeit verdeutlicht, daß die Erforschung der Telefonkulturen noch große Defizite aufweist. Ziel des vorliegenden Bandes ist es, zum Teil kaum reflektierte Perspektiven dieser Telefonkulturen aufzuzeigen. Inhalt I Die Erfindung des Fernsprechers und seine Wege in die Zukunft - Stefan Kaufmann: Krieg und Telefon - oder: Von der Macht der Liebe und der Schlacht ums Netz - Bernd Flessner: Fernsprechen als Fernsehen. Die Entwicklung des Bildtelefons und die Bildtelefonprojekte der Deutschen Reichspost - Jörg Becker: Akkulturation und Technologietransfer: Das Beispiel der Telekommunikation - Rainer Schönhammer: Telefon-Design: Der Körper des Fernsprechers - II Verbunden und getrennt: Das Telefonat als paradoxe Gemeinschaft - Umberto Eco: Wie man das Mobiltelefon lieber nicht benutzt - Joachim R. Höflich: Die Telefonsituation als Kommunikationsrahmen. Anmerkungen zur Telefonsozialisation - Clemens Schwender: Nachgeräusche. Antisemitismus und staatliche Zugangskontrolle zur privaten Telekommunikation III Telefonieren als ästhetisches Verhalten Jürgen Bräunlein: Telefonieren als Kunst? Von den ästhetischen Potenzen einer alltäglichen Kommunikationsform - Florian Felix Weyh: Zarte Bande, heiße Kabel? Eine Leitungsstörung - Gabriele Wohmann: Männer haben Ideen Die Herausgeber Jürgen Bräunlein, geb. 1964, ist Publizist und Hörfunkjournalist in Berlin, Lehrbeauftragter für Literatur an der Universität Erlangen. Bernd Flessner, geb. 1957, ist Medienwissenschaftler und Autor mehrerer Bücher, Lehrbeauftragter für Literatur an der Universität Erlangen.
ISBN: 978-3-8260-1587-8 Erscheinungsahr: 1999 Seitenanzahl: 191 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der Sammelband ist dem vielseitigen und hierzulande immer noch zu unbekannten Dokumentarfilmer, Videokünstler und Autor Chris Marker gewidmet. Zwar ist das Rezeptionsinteresse an seiner Arbeit seit der letzten Dokumenta, auf welcher er prominent vertreten war, und dem Kinostart seines letzten Films "Level 5" sichtlich gestiegen. Wissenschaftliche Publikationen jedoch sind im deutschsprachigen Raum immer noch eine Seltenheit. Einen Beitrag auf dem Weg zur Schließung der Lücke will dieser Sammelband leisten. Die einzelnen Texte fokussieren unterschiedliche Facetten von Markers Werk, um von dort aus in übergreifende medientheoretische und ästhetische Fragen überzuleiten. Das Buch hat sich zum Ziel gesetzt, das Besondere seiner Filme und Installationen zu konturieren und es zugleich im Hinblick auf seine Bedeutung für aktuelle Debatten um Probleme des Gedächtnisses, der Wahrnehmung und Kommunikation zu beleuchten. Die hier versammelten Beiträge bewegen sich entlang unterschiedlicher Medientechnologien (Film, Fotografie, Video oder Computer) und Kunstarten (Dokumentarfilme, Bücher oder Videoinstallationen), die die komplexe Heterogenität von Markers Schaffens kennzeichnen, sie fragen nach den Grenzen und Möglichkeiten der Dokumentarizität, der Repräsentation und Erinnerung, um schließlich immer wieder an den Punkt zu gelangen, daß man dabei einem unerschöpflichen Potential an ebenso spannenden wie wichtigen Anschlußangeboten gegenübertritt. Die Herausgeber Natalie Binczek, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am FB3 in Siegen, promovierte über Niklas Luhmanns Schrift und Medientheorie. Diverse medientheoretische und literaturwissenschaftliche Publikationen. Martin Rass promoviert über Interferenzen von Politik und Medien. Veröffentlichungen zu Kunst, Medien und Politik.