ISBN: 978-3-8260-2172-5 Erscheinungsahr: 2001 Seitenanzahl: 328 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das Buch versucht, aus zwei speziellen Aspekten einen Zugang für das Verständnis des deutschen 20. Jahrhunderts zu schaffen. Erstens geht es darin nicht um darstellende deutsche Geschichte, sondern um deren unmittelbare Spiegelung im politischen Selbstverständnis repräsentativer Deutscher. Nicht Summierung, Zusammenhang und Gewichtung von Fakten oder Strukturen wird gesucht, sondern ein tieferes Eindringen in jene politischen Zukunftsentwürfe herausragender Gestalten, die als authentische Zeugnisse je gegenwärtiger politischer Geistigkeit zwischen 1900 und 2000 gelten können. Zweitens geht es darum, dieses Jahrhundert in die ganze deutsche Geschichte hineinzustellen und es so in einem größeren Rahmen zu sehen. Dies ist jetzt ein Anliegen der Geschichtswissenschaft. "Deutschland" im Denken von: Friedrich Naumann, Max Weber, Walter Rathenau, Friedrich Ebert, Kurt Riezler (Pseudonym J. J. Ruedorffer), Rudolf Kjellén, Adolf von Harnack, Friedrich Wilhelm Foerster, Max Scheler, Ernst Troeltsch, Oswald Spengler, Friedrich Meinecke, Arthur Moeller van den Bruck, Alfred Rosenberg, Ernst Robert Curtius, Helmut Plessner, Karl Jaspers, Martin Heidegger, Thomas Mann, Hugo von Hofmannsthal, Ernst Jünger, Carl Schmitt, Gustav Stresemann, Hans von Seeckt, Julius Leber, Ludwig Beck, Carl Goerdeler, Friedrich Meinecke, Franz Schnabel, Gerhard Ritter, Ulrich Noack, Wilhelm Röpke, Hermann Heimpel, Hans Rothfels, Reinhard Wittram, Theodor Schieder, Ludwig Dehio, Karl-Dietrich Erdmann, Ernst Nolte, Konrad Adenauer, Walter Ulbricht, Johannes R. Becher, Kurt Schumacher, Carlo Schmid, Willy Brandt, Jakob Kaiser, Helmut Schelsky, Ralf Dahrendorf, Hans Freyer, Ernst Forsthoff, Niklas Luhmann, Jürgen Habermas, Hermann Lübbe, Romano Guardini, Carl Friedrich von Weizsäcker, Hermann Lübbe, Joseph Isensee, Paul Kirchhof, Ernst-Wolfgang Böckenförde, Hans-Peter Schwarz, Jürgen Kocka, Botho Strauß Das Buch wendet sich an alle diejenigen, die an der deutschen Geschichte und dem Selbstverständnis der Deutschen interessiert sind. Der Autor Der Autor, geb. 1924, war von 1968-1990 Ordinarius für Geschichte in Regensburg speziell für die frühe Neuzeit. Er hat zahlreiche Arbeiten zur deutschen Geschichte vom 12. bis 20. Jahrhundert vorgelegt, worin deren Eigentümlichkeit zur Sprache kam. Im Mittelpunkt stand das Problem der Reichsreform als Schlüssel zur deutsche
ISBN: 978-3-8260-2035-3 Reihen Nr: SchF Band Nr: 8 Erscheinungsahr: 2001 Seitenanzahl: 587 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der vorliegende Band ist der erste von zwei geplanten, die die italienischen Akten zur Volksabstimmung in Oberschlesien und zur Teilung des Landes für die Forschung erschließen und einer ersten Auswertung zuführen. Er ediert die einschlägigen Akten aus dem Archiv des Italienischen Außenministeriums (Archivio storico del Ministero degli Affari Esteri) sowie aus dem Archiv des Generalstabs des italienischen Heeres (Ufficio Storico dello Stato Maggiore dell'Esercito italiano) in Rom, wobei die Dimensionen der italienischen Politik zur Frage des Plebiszits in den Jahren 1919-1921 sichtbar werden. Die Einleitung umreißt die italienische Politik zur Frage des Plebiszits in Oberschlesien, referiert den Forschungsstand, skizziert die Vorbereitungen zur Volksabstimmung und behandelt ausführlich die weitreichende Diskussion um die Grenzziehung. Das dreiteilige Editions-Segment gliedert sich in die Abschnitte 1919, 1920 sowie 1921 und bietet zusätzlich einen Anhang über die Arbeit der Expertenkommission, die Ende Juli bis Anfang August 1921 stattfand. Die Edition wird ergänzt durch einen Karten-Teil sowie durch eine Erschließung der Siglen. Sie wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums ab Oktober 1991 in Würzburg sowie in Rom erarbeitet. In bezug auf die Spielregeln moderner Diplomatie gewährt sie exemplarische Aufschlüsse. Der Autor Andreas Kiesewetter studierte Geschichte und Politische Wissenschaft in Würzburg, Promotion 1993. Mitglied des Deutschen Historischen Instituts in Rom und des Croce-Instituts in Neapel; Spezialist für Palägraphie, Diplomatik und Mittellatein.
ISBN: 978-3-8260-1690-5 Erscheinungsahr: 1999 Seitenanzahl: 544 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Zu Shanghais berüchtigtem Ruf als Metropole des Lasters, des Geldes und des Abenteuers passen die kaum bekannten Shanghaier Nationalsozialisten in bizarrer Weise. 1932 gründeten kaufmännische Angestellte die Ortsgruppe der NSDAP gegen die Widerstände alteingesessener deutscher Firmenchefs, die nationalistisches Säbelrasseln im kosmopolitischen Shanghai nicht nur verspotteten, sondern als geschäftsschädigend ablehnten. NS-Gedankengut war durch Militärberater Chiang Kaisheks nach China gekommen - wahrscheinlich in Kooperation mit Himmler. Die Situation änderte sich jedoch in der Zeit des Dritten Reiches: Bald zählte die Partei 300 Mitglieder - bei einer Gesamtzahl von rund 2400 Deutschen. Der NSDAP gelang es Zug um Zug, die Organisationen der Deutschen gleichzuschalten. Aus den Pfadfindern wurde die Hitler-Jugend, aus der evangelischen Frauenhilfe die NS-Frauenschaft, und auch eine SA entstand. Allerdings waren einige dieser Verbände absonderliche Gebilde: So ließ die HJ sogenannte "nichtarische" Kinder - vor allem mit chinesischem Elternteil - mitmachen. Nur der evangelische Pastor wagte es, öffentlich abweichende Meinungen zu äußern. Mit Kriegsbeginn 1939 rückte Shanghai in die Position eines Spionage- und Propagandazentrums auf: Sowohl das Auswärtige Amt als auch das Propagandaministerium brachten Propaganda in Deutsch, Englisch, Chinesisch und Japanisch heraus und benutzten ihre Redaktionen zur Fabrikation falscher Nachrichten und zur Spionage. Der wohl prominenteste Propagandist war Dr. Klaus Mehnert, in den 60er und 70er Jahren Erfolgsautor mit Büchern über Asien. SS und Gestapo überwachten in Shanghai in Personalunion die politischen Ansichten der Deutschen und beschäftigten stadtbekannte Glücksritter und Verbrecher, um Informationen zu sammeln - was in den historischen Dokumenten steht, erinnert an Spionagefilme aus Hollywood. Unterdessen waren rund 1800 meist jüdische Flüchtlinge in Shanghai eingetroffen - dem einzigen Ort der Welt ohne Visumpflicht. Einige der größtenteils Mittellosen brachten es zu bescheidenem Wohlstand, der jedoch zerstört wurde, als die Japaner sie 1943 in ein Ghetto mit katastrophalen Zuständen einwiesen. Ob dafür Deutsche verantwortlich waren, wird in dem Buch genauso diskutiert wie die Gerüchte über ein geplantes Konzentrationslager in Shanghai. Die Autorin Astrid Freyeisen, Studium der Neuen Geschichte, bayerischen Landesgeschichte und Sinologie in Würzburg; 1992/93 Stipendium an der Universität Hangzhou / China; September 1992 Reise nach Shanghai; 1995/96 DAAD-Stipendium zur Archivarbeit in Shanghai, Peking, Washington und New York; 1998 Promotion über "Shanghai und die Politik des Dritten Reiches"; Journalistin seit 1987; seit 1997 im Hörfunkstudio Würzburg des Bayerischen Rundfunks; zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema u.a.: "Nazi-Organisationen in Shanghai", in: Hajo Jahn (Hrsg.), Zwischen Theben und Shanghai, Chemnitz 1998; "Chinakunde oder Mittel zur Propaganda? Zur Funktion deutscher kulturpolitischer Institutionen in Shanghai während des Dritten Reiches", in: Helmut/Martin/Christiane Hammer (Hrsg.), Chinawissenschaften, Hamburg 1999.
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