ISBN: 978-3-8260-2359-0 Erscheinungsahr: 2004 Seitenanzahl: 524 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Philostratos (der zweite dieses Namens in einer großen Familie der römischen Kaiserzeit), lebte etwa von 160- 244 n. Chr. und war ein glänzender Redner und Stilist. Er schrieb u.a. Werke über Gymna-stik und Heroenverehrung und die große Biographie des Wundertäters und Philosophen Apollonios von Tyana. In seinen Bildbeschreibungen (Eikones) führt er vor, wie kunstvoll er Gemälde, die er in einer Neapler Galerie sah, zu interpretieren und mit hinreißender Sprachkraft zu neuem, eigenem Leben im Wort zu erwecken vermag. Kaum eine Kunstbeschreibung aus älterer und neuerer Zeit kommt diesen von Leben, Gefühl und Geist überquellenden Nach-Bildungen gleich, und Goethe wußte wohl, weshalb er diesem Werk über lange Zeit hin Aufmerksamkeit und Mühe zuwandte. Philostrats Bildbeschreibungen können auch dazu dienen, die verlorenen antiken Gemälde wenigstens im Umriß wieder zu gewinnen oder Züge der beschriebenen Bilder mit Neufunden bei Ausgrabungen zu verbinden. Da die erste Auflage dieser Ausgabe schon lang vergriffen war, wird nun eine Neuausgabe (mit bibliographischen Nachträgen) vorgelegt. Der Herausgeber Otto Schönberger, geb. 1926 in Dillingen, studierte Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie. Er lebt heute in Würzburg. Bekannt wurde er mit zahlreichen kommentierten Neuübersetzungen, darunter Longus Horaz, Philostratos und Cato. Zahlreiche Publikationen bei K&N.
ISBN: 978-3-8260-2255-5 Erscheinungsahr: 2002 Seitenanzahl: 131 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Übersetzung des gesamten erhaltenen Werks eines der großen Klassiker der römischen Liebesdichtung richtet sich einerseits an den studentischen Anfänger der Klassischen Philologie, besonders jedoch auch an Studenten und Forscher im Bereich der modernen Literaturwissenschaft sowie jeden literaturinteressierten Laien ohne oder mit nur geringen Kenntnissen der lateinischen Sprache und antiken Kultur. Die Gedichte sind von Anmerkungen begleitet, die alle zum unmittelbaren Sinnverständnis notwendigen Informationen vermitteln, ohne irgendwelche Vorkenntnisse vorauszusetzen. Jedem Gedicht geht eine paraphrasierende Gliederung voran, die die für moderne Leser zunächst fremdartig und schwer nachvollziehbar wirkende Struktur sowie den Gedankengang klärt. Zudem geht jedem Buch eine Einführung in die Buchstruktur voraus, die in der römischen Elegie eng mit der Gedichtstruktur verbunden und nicht von derjenigen der Einzelgedichte zu trennen ist. Der Übersetzer H.-C. Günther ist Akademischer Oberrat und Professor am Seminar für Klassische Philologie der Universität Freiburg mit Arbeiten zu zahlreichen Gebieten der Klassischen Philologie, antiken Philosophie und Byzantinistik, insbesondere auch zur augusteischen Dichtung (u.a. Überlegungen zur Entstehung von Vergils Aeneis, Göttingen 1996; Properz und das Selbstzitat in der augusteischen Dichtung, München 1997; Quaestiones Propertianae, Leiden 1997). Danaben stehen Versübertragungen neuzeitlicher Dichtung wie G. D'Annunzio (Aachen 1999), G. Seferis (Hamburg 2000), D. Solomos (Stuttgart 2000) und G. Tabidze (Tbilisi 2000).
ISBN: 978-3-8260-1721-6 Erscheinungsahr: 1999 Seitenanzahl: 308 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Prof. Dr. Klaus Sallmann, Latinist an der Universität Mainz, dessen Forschungen zu Lukrez, Plinius, Apuleius u.a. römischen Autoren internationale Beachtung fanden, hat vor kurzem den gewichtigen Band 4 des Handbuchs der lateinischen Literatur ediert. Er gilt als einer der wirkungsvollsten Förderer des lebenden Lateins, das er selbst in freier Rede beherrscht. Seine Kollegen und Freunde in vielen Ländern Europas ehren ihn mit einer Festschrift in lateinischer Sprache, deren Themen von der Antike bis in die Gegenwart reichen - ein Beweis, dass die lateinische Sprache noch heute ein Kommunikationsmedium von hoher Präzision und Eleganz darstellt, das selbst für die moderne Linguistik, Technik, Naturwissenschaft und Mathematik geeignet ist. Der Herausgeber Der Herausgeber ist seit 1971 Professor der lateinischen Sprache und Literatur an der Universität Mainz mit den Schwerpunkten römisches Drama, Historiographie, Philosophie, mittel- und neulateinische Dichtung.
ISBN: 978-3-8260-1654-7 Erscheinungsahr: 1998 Seitenanzahl: 251 Kurzinhalt: Der einst gefeierte römische Dichter P. Papinius Statius (gest. in Neapel etwa 95 n. Chr.) schrieb neben einer Sammlung anziehender Gelegenheitsgedichte (Silvae) ein Epos über die Lebensgeschichte des Achilleus (Achilleis, unvollendet) und als Hauptwerk die riesige Thebais (Der Kampf um Theben; 12 Bücher, fast 10 000 Hexameter). Besonders die Epen wurden im späteren Altertum und im Mittelalter vielfach gelesen. Im Mittelalter gehörte Statius zu den "Klassikern" (poetae aurei), die man in der Schule las und in der Dichtung nachahmte.Teile des Walthari-Liedes sind Statius nachgebildet, und besonders der Roman de Thèbes (12. Jahrhundert) greift auf die Thebais zurück. Statius übte noch auf Dante und manchen Dichter des Barock starke Einflüsse aus, während er heute weniger bekannt ist. Dabei dürfte für die Zeitgenossen riesiger politischer und gesellschaftlicher Umwälzungen und die Zeugen oft schwerster menschlicher Verirrungen in Machtkriegen und Aufständen der Zugang zu der düsteren und oft grausamen Welt dieses Dichters nicht zu schwer sein. Vielleicht könnte auch den Leser der Gegenwart der oft ausufernde, immer aber leidenschaftlich durchseelte und durchformte "barocke" Stil des Statius ansprechen. Statius wollte zeigen, wie den sich vererbenden und zugleich ganze Völker ansteckenden furchtbaren Leidenschaften - besonders der Machtgier - in der Brust der Menschen die Leidenschaften der Götter und der Unterwelt entsprechen und antworten und wie im irrationalen Zusammenwirken all dieser Kräfte das böse Schicksal der Oedipus-Familie und der schwer mitgenommenen Völker sich verwirklicht. Die beinahe fatalistische Düsternis des Geschehens wird aber mehrfach und besonders am Ende des Epos erhellt durch die Macht der Pietas, die durch menschliche Größe und durch echte Liebe den Bann der Unheilsmächte bricht und aufhebt. Selbst im politisch-staatlichen Raum siegen schließlich Rechtlichkeit und humaner Widerstand gegen tyrannische Bosheit. Das riesige Geschehen ist im Gefüge des Epos weitläufig entfaltet und wie auf einem Monumentalgemälde mit einem großen Gesamtereignis und vielen einzelnen zugeordneten Szenen ausgeführt, so daß ein mächtiges Panorama mythischen, politischen, moralischen Lebens entsteht. Der mythische Grund aber ist durch die besondere Fähigkeit des Dichters zum Ausmalen von Gefühlen und Gedanken in Reden psychologisch höchst "modern" durchleuchtet und aufgehellt. Statius folgt hier der Technik der Rhetorenschule, die Reden in bestimmten Situationen entwerfen ließ. Ähnlich kunstvoll verfährt der Dichter bei der Beschreibung von Ereignissen, Zuständen, Gegenständen, so daß insgesamt ein episch-dramatisches Gedicht hoher Anschaulichkeit und - nicht zu vergessen - starkem Unterhaltungswert vorliegt. Zugleich tritt Statius mit großem Ehrgeiz in gestalterischen und stilistischen Wettbewerb mit seinen dichterischen Vorgängern, wobei er nicht selten Sieger bleibt. Der ganze Text des Epos wird jetzt nach rund 110 Jahren wieder in deutscher Übersetzung vorgelegt. Der Übersetzer Otto Schönberger, 1926 in Dillingen/Donau geboren, studierte Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie. Er lebt heute in Würzburg. Bekannt wurde er mit kommentierten Neuübersetzungen von Longus, Horaz, Philostratos und Cato. Zahlreiche Publikationen bei K&N.
ISBN: 978-3-8260-1496-3 Erscheinungsahr: 1998 Seitenanzahl: 569 Kurzinhalt: Günther Christian Hansen hat sich als Herausgeber von Texten der frühen griechischen Kirchenhistoriker in der Reihe der 'Griechischen Christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte' und als langjähriger Redaktor der 'Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana' wie der zweisprachigen 'Schriften und Quellen der Alten Welt' einen Namen gemacht. Aus Anlaß seines 65. Geburtstages haben sich Freunde und Kollegen zusammengefunden, ihren Dank für die kritische Begleitung ihrer Arbeiten und für die Hilfen, die seine eigenen Editionen vor allem Kirchenhistorikern und Patristikern gewähren, in einer Festschrift auszudrücken. Die Festschrift umfaßt 46 Aufsätze zur klassischen griechischen und lateinischen Literatur, zur Alten Geschichte, zur Wechselwirkung zwischen antiker und frühchristlicher Literatur sowie zu deren Nachleben. Außerdem gelten einige Beiträge dem homo politicus, der in seinem beruflichen Umfeld dazu ermutigt hat, die Chancen der politischen Wende in der DDR zu nutzen. Vorwort - I. Albrecht Dihle: Parodierte Philosophie im Drama des Euripides - Werner Biehl †: Inhalt und Formgestaltung innerhalb der Trimeterkomposition. Observationen zur euripideischen Hekabe - Karin Alt: Ion und die Tyrannis. Zu Euripides Ion V. 621 - 632 - Haiim B. Rosén: Die "Geburt" der Demokratie. Zum Text von Herodot III. 80 - 82 - Mervin R. Dilts: Ancient Variants in the Manuscripts of Aeschines - Marian Plezia †: Der arabische Aristotelesbrief nach fünfundzwanzig Jahren - Ludo de Lannoy: Le sophiste Philostrate I a-t-il vraiment existé? - Antonio Garzya: $Ek mhxanêß in Temistio - Klaus Alpers: Lexicographica Minora - II. Herwig Maehler: Bemerkungen zu Bakchylides' "Antenoriden"-Dithyrambus (15) - Wolfgang Luppe: Medizinische Unheilbarkeit von Göttern verursachter Krankheiten - zu Euripides fr. 292 N2 - Günter Poethke: Zur Paläographie der griechischen Papyri Ägyptens aus byzantinischer Zeit - III. Christian Mileta: Verschwörung oder Eruption? Diodor und die byzantinischen Exzerptoren über den Ersten Sizilischen Sklavenkrieg - Bernd Funck †: Politische Orientierungen im Bosporanischen Reich im Spiegel der Königstitulatur nach Mithridates VI. Eupator - IV. Stefan Borzsák: Lucubrationes Ennianae - Widu-Wolfgang Ehlers: Zum Prologschluß der Casina - Rolf Westman: Zur Cornell-Handschrift U in Ciceros Orator - Jerzy Axer: A Reasonable Doubt: Cicero and Quintilian's Testimony - Carl Joachim Classen: Kommentare Caesars in Caesars commentarii rerum gestarum belli civilis - Joachim Dalfen: Das Himmelfahrtskommando des Q. Titurius Sabinus (b. G. V 24 - 37). Wie auch kritische Interpreten Caesar auf den Leim gehen - Otto Wittstock: Die Sperrung und ihre methodische Behandlung bei der Übersetzung ins Deutsche, dargestellt an Ovids Metamorphosen I 1 - 500 - James Willis: In tertiam Juvenalis saturam - Klaus-Peter Johne: Spätantike Personal- und Religionspolitik im Rahmen prosopographischer Forschungen - V. Hermann Funke: Erinyen und Eumeniden - der Alte und der Neue Bund - Georg Pfligersdorffer: Anchises, Aeneas und Augustin (Zu Verg. Aen. 6, 713 ff.) - Gerhard Perl: Der zeitgeschichtliche Hintergrund der Weihnachtsgeschichte - VI. Georg Luck: The "Way Out": Philological Notes on the Transfiguration of Jesus - Georg Strecker †: Sophia-Tradition in der Theologie des Paulus - Peter Habermehl: Libri et epistulae Pauli uiri iusti. Das älteste Zeugnis für die apokryphen Paulusakten - Moreno Morani: La Tradizione Manoscritta del "De caelesti hierarchia" dello Pseudo-Dionigi e la versione armena - Wolfgang Ullmann: Logos und Sophia in der Trinitätslehre des Origenes - Michaela Zelzer: Meus est praeceptor Ambrosius (Augustinus, Contra Iulianum op. impf. 6,21) - Alden A. Mosshammer: Roman History according to George the Syncellus - Ralph-Johannes Lilie: Die Krönungsprotokolle des Zeremonienbuchs und die Krönung Kaiser Leons I. - Hans Georg Thümmel: Zur Tradition von der Abnahme des Christusbildes an der Chalke in Konstantinopel - Ilse Rochow: Das 2. Konzil von Nikaia (787) in byzantinischen Chroniken und Heiligenviten - Dominic J. O'Meara: Aspects du travail philosophique de Michel Psellus (Philosophica minora, vol. II) - John Duffy: Tzetzes on Psellos - VII. Enrico Valdo Maltese: Materiale per lo gnomologio di Giovanni Georgide - Gotthard Strohmaier: Das Gnomologium als Forschungsaufgabe - Paul Gerhard Schmidt: Antike Autoren im Werk des Johannes de Garlandia - Renate Johne: Ein Bischof als Gelehrter. Zum Epitaph des Stephan Bodeker im Dom St. Peter und Paul zu Brandenburg (mit 1 Abbildung) - Otto Schönberger: Fortschritt als Wettbewerb mit der Antike. Zu einem Gedicht von Johann Christian Günther - Dietrich Ebener: Antike Tragödien auf deutschsprachigen Bühnen. Erfahrungen eines Übersetzers - Jürgen Werner: Zur Leipziger Neogräzistik in den 70er und 80er Jahren - Isolde Stark: Konzepte und Träume der Bürgerbewegungen zur DDR-Wirtschaft 1989 - Verzeichnis der Veröffentlichungen von Günther Christian Hansen - Register: I. Verzeichnis der zitierten antiken und christlichen Autoren - II. Verzeichnis der zitierten Bibelstellen: 1. Altes Testament mit Apokryphen - 2. Neues Testament mit Apokryphen
ISBN: 978-3-8260-1316-4 Erscheinungsahr: 1998 Seitenanzahl: 78 Kurzinhalt: Der Ausgabe der "Hymnen an die Natur" (bei K&N 1996) folgt sein kleines Werk über die Prinzenerziehung. Marullus, Sproß einer altadeligen hellenischen Familie, wurde 1453 im Exil geboren und wuchs in Italien auf. Schon als Kind hatte er das Lateinische gelernt und war mit den neulateinischen Dichtern Sannazaro und Pontano befreundet und genießt heute noch hohes Ansehen als Kritiker des Lukreztextes. Die "Prinzenerziehung" ist ein kleines, aber gehaltvolles Lehrgedicht, in dem der Dichter Ratschläge für die Ausbildung eines Prinzen und darüber hinaus allgemeine Richtlinien für Jugenderziehung in der Renaissance-Zeit gibt. Marullus fügt sich dabei der mächtigen Tradition der Renaissance-Pädagogik ein, setzt aber unübersehbare persönliche Akzente, indem er platonisches Gut in Grundlagen und Methodik des Erziehungsganges einbaut. Vom dichterischen Wert abgesehen bildet die "Prinzenerziehung" eine wichtige Zusammenfassung pädagogischer Gedanken der Renaissance und ist für die Geschichte der Pädagogik eine bedeutende Quelle, der es übrigens an Aktualität keineswegs fehlt. Der Text wurde noch nie übersetzt. Diese Lücke füllt die vorliegende Übersetzung, die bestrebt ist, den fordernden, ja befehlenden Ton des poetischen Ratgebers nachzubilden. Der Herausgeber Otto Schönberger verfaßte mehrere Schulausgaben lateinischer und griechischer Autoren und übersetzte und erklärte zahlreiche antike und neulateinische Autoren. Zahlreiche Publikationen bei K&N.