ISBN: 978-3-8260-3503-6 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 160 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Paul Klees bildnerisches Denken vollzieht sich im Kreuz von zwei Zwischenreichen, dem Zwischenreich der Form (zwischen Realität und Abstraktion) und dem Zwischenreich des Objekts (zwischen Gegensätzen bzw. Gegenpolen wie Himmel und Erde, Leben und Tod). Klees Zwischenreiche sind keine Orte der Ungewißheit oder Unentscheidbarkeit, sondern Orte des Gleichgewichts, das damit zum eigentlichen bildnerischen Element erhoben wird. Das Gleichgewicht ist die Bedingung dafür, daß im Kreuz der beiden Zwischenreiche seine Bilder entstehen. Vielmehr noch, seine Bilder zeigen das Zwischen und bleiben im Zwischen. So sind die Zwischenreiche gleichsam die eigentliche Quelle jener Bildwirklichkeit, die zum Schöpfungsgleichnis werden kann. In seinem Bild Der Seiltänzer macht Klee die Doppelheit des Gleichgewichts auf besonders eindrucksvolle Weise sichtbar. Neben der Charakterisierung der beiden Zwischenreiche anhand ausgewählter Bildbeispiele, wird in themenspezifischen Exkursen auch dem kunstphilosophischen Hintergrund dieses bildnerischen Denkens nachgegangen. Inhaltlich eröffnet sich letztlich auch der Zugang zur lebensbestimmenden Dimension des Zwischen-Menschlichen, so wie sie etwa von Martin Buber und Romano Guardini bestimmt worden ist. Bernhard Marx, geb. 1950, studierte Technische Akustik an der TU Dresden, Promotion 1990, arbeitet als Sachverständiger für Bau- und Raumakustik und freier Autor seit 1976 in Berlin mit den Schwerpunkten: Lyrik, Phänomenologie des Klangs, Bildanthropologie, Kunstgeschichte. Mitherausgeber des Buches: Im Zwischenreich der Bilder, Leipzig 2004. Mitglied der Guardini-Stiftung und des Kuratoriums der Evangelischen Forschungsakademie.
ISBN: 978-3-8260-4386-4 Reihen Nr: BUS Band Nr: 1 Erscheinungsahr: 2011 Seitenanzahl: 216 Sprache: englisch Kurzinhalt: Rereading Bauhaus – S. Parker: Building stories: Bauhaus and the narrative of modernity – M. Miles: The Wreck of Hope: Criticality as Salvage – G. Gilloch: Critical Theory and Bauhaus Re_Reading – S. de Rudder: The Bauhaus and the city as white spot: How Gropius lost his reputation on the streets of New York – N. Huber: Tracing Transdisciplinary Research: Urban Laboratories from Weimar to the American West – F. Eckardt: Bauhaus and the “New Frankfurt”: Limited opportunities, limited concepts – J. Clammer: Asia coming to Bauhaus: an untold story – Rereading the City – L. Marcus: The syntax of space – J. R. Short: Liquid Cities: Understanding the Urban Postmodern – M. Breicocoli: The infl ux of the neo-liberal city – L. Nyka: Transforming Public Urbanism – M. Vaattovaara: How develop sustainable urban regeneration process? – M. Cremaschi: New neighbourhoods in Europe – M. Lopez: Participatory Planning in Confl ict: the Case Study of Medellin, Colombia – K. Ifesanya / F. Adedeji: Lagos African cities beyond chaos – J. P. Costa / M. M. Mendes: Urban and social contemporary dynamics in Lisbon municipality Die Herausgeber: Laura Colini,is a researcher in urban studies at the Bauhaus University. She studied architecture, urban and territorial planning, and public policy in Glasgow, Florence, Boston, and Weimar. Frank Eckardt holds a chair for urban studies and social research at the Bauhaus-University Weimar where he lectures and researchers on different topics of city life, since 1999.
ISBN: 978-3-8260-2712-3 Reihen Nr: Kult Band Nr: 1 Erscheinungsahr: 2004 Seitenanzahl: 229 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Was verbindet hierzulande bestimmte Landschaftsparks mit Fußballvereinen und der Vorliebe für bestimmte Urlaubsziele an südeuropäischen Mittelmeerküsten? Was haben die Gartenstadt, die Klub-Szene, das Teetrinken und die Begeisterung für Beatmusik mit uns allen geläufigen Ausdrücken wie "Blitzableiter", "Dampfmaschine" und "Linienschiff" zu tun? Nun, sämtliche dieser kulturellen Gegenstände aus unterschiedlichen deutschen Alltagswelten lassen sich auf britische Einflüsse zurückführen. Die Studie untersucht eine Auswahl von derartigen Kulturtransfers, die sich in der Zeit zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert abspielen. Es wird den Fragen nachgegangen: Wie kommt es zu diesen Transfers, wie gestalten sich ihre Abläufe, und wie wird mit ihnen umgegangen? Die Darstellung erfolgt aus volkskundlich-kulturwissenschaftlicher Forschungsperspektive mit einem durchgehend interdisziplinären Ansatz. Der Autor Prof. Dr. Burkhart Lauterbach, geboren 1951. Tätigkeiten im Museums- und Ausstellungswesen, in der Publizistik und in der universitären Lehre und Forschung. Derzeit Professor für Volkskunde an der Universität Würzburg. Arbeitsschwerpunkte: Stadt-, Arbeits-, Tourismus-, Migrations- und Kulturtransferforschung sowie Museologie.
ISBN: 978-3-8260-3552-4 Erscheinungsahr: 2007 Seitenanzahl: 208 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Marianne Roehl-Schlott / Rüdiger Schlott: Herzogin Anna Amalia - Förderin des kulturellen Lebens in Weimar – Ellen Ellrodt: Angelika Kauffmann - die berühmteste Malerin des 18. Jahrhunderts – Katharina Kaminski: Caroline Schlegel-Schelling - ein Leben zwischen Aufklärung und Romantik – Gerald Mackenthun: Dorothea Schlegel und die Poesie des Lebens – Gisela Greulich-Janssen: Henriette Herz - die erste deutsche Salonière – Gerhard Danzer: Johanna Schopenhauer - Eine Frau erobert Sitz und Rang am Weimarer Musenhof – Josef Rattner: Madame de Staël - Pathographie einer Hochbegabten – Elke Pilz: Dorothea Schlözer - die erste Doktorin der Philosophie – Gerhard Danzer: Rahel Varnhagen - eine Frau entdeckt sich über die Kultur – Monika Werner-Schoene und Dieter Schoene: Karoline von Günderrode - eine tragische Idealistin – Josef Rattner: Hinweis auf Bettina von Arnim Pilz, Elke, Dr. phil., Dipl. Soz., Dipl. Psych., geb. 1943 in Neukirch. Studium der Soziologie und Psychologie an der Freien Universität Berlin; seit 1980 als Psycholog. Psychotherapeutin niedergelassen. 2001 Promotion im Fach Psychologie.
ISBN: 978-3-8260-4315-4 Erscheinungsahr: 2010 Seitenanzahl: 228 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vor dem Hintergrund umwälzender wissenschaftlicher Innovationen im 19. Jahrhundert verwundert es nicht, dass auch die Rolle der Frauen im kulturellen Kontext eine entscheidende Veränderung erfuhr. In Vorwegnahme der Moderne des 20. Jahrhunderts haben Frauen im 19. Jahrhundert Bereiche wie Kunst, Literatur, Pädagogik, Wissenschaft und Philosophie zunehmend als für sie relevante Betätigungs- und Daseinsfelder begriffen. Das Buch stellt exemplarisch elf Frauen-Biographien vor, an denen gezeigt wird, wie sehr die Frauenemanzipation des 20. Jahrhunderts hinsichtlich inhaltlicher und formaler Gesichtspunkte im 19. Jahrhundert wurzelt. Diese exemplarischen Frauenschicksale sollen Leserinnen und Leser ermutigen, in unserem 21. Jahrhundert jene Schritte der Gleichberechtigung und gegenseitiger Wertschätzung zwischen den Geschlechtern zu vervollkommnen, die im 19. und 20. Jahrhundert noch nicht vollständig realisiert werden konnten. Behandelt werden: Betty Gleim, Louise Seidler, Annette von Droste-Hülshoff, George Sand, Elisabeth Barrett-Browning, Malwida von Meysenbug, George Eliot, Ellen Key, Meta von Salis, Selma Lagerlöf, Maria Montessori. Die Herausgeberin Elke Pilz; Studium der Soziologie und Psychologie an der Freien Universität Berlin; seit 1980 als Psycholog. Psychotherapeutin niedergelassen. 2001 Promotion im Fach Psychologie.
ISBN: 978-3-8260-3620-0 Erscheinungsahr: 2007 Seitenanzahl: 152 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die Schere zwischen technischem Können und ethischer Reflexion, zwischen Verfügungs- und Orientierungswissen wächst auch in der Medizin. Vermeintlich klare Linien lösen sich auf, Grauzonen stellen sich ein. Entsprechend besteht ein starkes Bedürfnis nach konkreter ethischer Orientierung. Gerade darum ist es auch notwendig, die Grundlagen des ärztlichen Ethos und der medizinischen Ethik erneut zu bedenken. Die hiermit vorgelegten Essays dienen dieser Grundlagenreflexion. Sie kreisen, in der Verbindung von Anthropologie, Ethik und Hermeneutik, um die zentralen Begriffe des Dialogs und der Begegnung sowie einer Ethik der Intransparenz oder Ethik des Nichtwissens.
ISBN: 978-3-8260-3260-8 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 240 Sprache: deutsch Kurzinhalt: In Begegnungen mit der deutschen Kultur. Niederländisch-deutsche Beziehungen zwischen 1780 und 1920 handelt es sich um ,Begegnungen' von sechs niederländischen Studenten und Gelehrten mit der deutschen Kultur, Kunst und Wissenschaft in der Periode vom Ende des 18. bis in das 20. Jahrhundert. Der Dichter Antoni Staring, der Wissenschaftler Steven Jan van Geuns, der Staatsmann Jan Rudolf Thorbecke, der Historiker Reinier Bakhuizen van den Brink, der Dichter Albert Verwey und der Kulturhistoriker Johan Huizinga sind die Gestalten, an denen diese Beziehungen dargestellt werden. Vom Ende des 18. Jahrhunderts an werden Niederländer verstärkt auf Deutschland blicken, das ab 1770 eine ungekannte Blüte erlebt. Dort bricht ein neues Lebensgefühl hervor, das mit Spätaufklärung, Sturm-und-Drang und Romantik umschrieben wird. Es findet eine Art ästhetische Revolution statt, die auch die Niederlande nicht unberührt läßt. Die Faszination, die das neue Deutschland ausübt, stößt in den Niederlanden, die von alters her eingebunden sind in die christliche Aufklärung, auf Grenzen. Es wird sich zeigen, daß die Niederländer keineswegs die Deutschen kopieren. In der Auseinandersetzung mit Deutschland wird sich der Niederländer seiner eigenen geistigen Herkunft bewußt. Der Herausgeber Der Autor Dr. Meindert Evers lehrt Kultur- und Geistesgeschichte der Neuzeit an der Radboud Universität Nijmegen, Niederlande. Von ihm erschienen Zur Wirkung Nietzsches (zusammen mit Dr. Hans Ester) Würzburg (Königshausen und Neumann) 2001 und Proust und die ästhetische Perspektive, Würzburg (Königshausen und Neumann) 2004.
ISBN: 978-3-8260-3416-9 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 380 Sprache: deutsch Kurzinhalt: In einer Zeit schreibend, in der das Interesse an Legenden und Volkserzählungen in gebildeten und ungebildeten Schichten gleichermaßen wieder erwachte, schuf Benedikte Naubert eine erhebliche Anzahl von Sagen, Legenden und Märchen. Sie verarbeite den Korpus des mittelalterlichen Stoffes auf eine ihr eigentümliche Art und Weise: Höchstwahrscheinlich konsultierte sie eher verstaubte Bände als irgendein altes Mütterchen der Gegend. Weiterhin vermischte sie Material aus verschiedenen Gattungs- und Nationaltraditionen nach Belieben. Obwohl sie daher keineswegs eine Volkskundlerin avant la lettre darstellt, verwendet sie die alten Erzählungen nicht gekünstelt und manieristisch; eine Tendenz, die etwa bei ihren Zeitgenossen Wieland und Musäus zum Vorschein kommt. Nauberts erste Sammlung von Erzählungen, die Neuen Volksmärchen der Deutschen, erschien 1789-1792. Die vorliegende Studie stellt die erste vollständige Beschreibung und Deutung dieser heute nahezu vergessenen Geschichten dar. Für die Literaturwissenschaft allgemein, sowie für die Märchenforschung liefert sie wichtige Ergebnisse. Z. B. entspricht Nauberts Erzählerstimme nicht immer den Erwartungen des Nach-Grimm'schen und nachromantischen Lesers: So treten etwa Heldinnen mit ausgeprägter Neugier auf (was Märchenheldinnen sonst verboten ist) und die männlichen Helden entdecken meistens, daß das Heldentum eigentlich nur ein eine hohle Blase ist. Naubert beschäftigt sich mit so verschiedenen Themen wie dem individuellen Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung, der Machtausübung und dem Machtmißbrauch, und wie man alten Traditionen treu bleiben und dennoch der Zukunft entgegentreten kann. Die Feder dieser Autorin verleiht den alten Geschichten eine neue Gestalt: Das Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Erzählen wird neu gewichtet und der Ausgang der Geschichten weist strukturelle Änderungen auf, durch welche die Bedeutung des Althergebrachten auf den Kopf gestellt wird. Die Autorin Laura Martin ist seit 1995 als Dozentin für Germanistik und Komparatistik an der University of Glasgow tätig.
ISBN: 978-3-8260-3221-9 Erscheinungsahr: 2006 Seitenanzahl: 132 Sprache: deutsch Kurzinhalt: B. Witte: Heimat Exil. Von Heine zu Benjamin - I. Heidelberger-Leonard: Jean Améry: "Vom Immerwährenden Schriftsteller-Exil" - A. Deuber-Mankowsky: Chrut und Uchrut. Walter Benjamin und die Schweiz - R. Goebel: Großstadterfahrung und das Exil in der Moderne - C. Öhlschläger: "Immer anderwärts". W.G. Sebald, Walter Benjamin und die Verbindung von innerem und äußerem Exil - H. Herwig: Zeitspuren in erinnerten Kindheitsorten Walter Benjamins "Berliner Kindheit um 1900" - P. Weibel: Kultur- eine Erfahrung des Exils? - K. Solibakke: Daghanis Todesevangelium und die Medien des Gedächtnisses - V. Borsò: Schreiben im Exil. Exil als Allegorie für das Schreiben: Walter Benjamins "verzweigte Wege" nach Lateinamerika - R. Bucheli: Dic cur hic? Wie Walter Benjamin auf Max Rychners Frage Gershom Scholem antwortet. Der Herausgeber Bernd Witte, 1942 in Idar-Oberstein geboren, war nach Studium und Promotion in den Fächern Germanistik, Gräzistik und Philosophie zunächst Wissenschaftlicher Assistent an der Pariser Sorbonne, nach der Habilitation über die Literaturkritik Walter Benjamins Professor für Literaturwissenschaft an der RWTH Aachen. Seit 1994 ist er Lehrstuhlinhaber am Germanistischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.