ISBN: 978-3-8260-5090-9 Reihen Nr: Zweig Band Nr: 3 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 228 Sprache: deutsch Kurzinhalt: „Stefan Zweig – Neue Forschung“ nennt sich eine Vortragsreihe am Stefan Zweig Centre der Universität Salzburg. Bisher in der Forschung zu wenig beachtete Aspekte von Leben und Werk werden dabei thematisiert. Vorwort von Karl Müller – D. Strigl: Biographie als Intervention. Zum Problem biographischen Erzählens bei Stefan Zweig - Fouché und Erasmus – B. Paur: „Ich bin ja ganz Zwiespalt jetzt …“ Die Feuilletons von Stefan Zweig im Ersten Weltkrieg mit Fokus auf die Neue Freie Presse – I. Himmlmayr: Stefan Zweig, das Alte Österreich und der Erste Weltkrieg: Ungeduld des Herzens – J. Sohnemann: Zwei Psychologen und ihre Freundschaft: Stefan Zweig und Sigmund Freud – B. Peter: „Die sehr vergoldeten Gitterstäbe dieses eigenartigen Naturschutzparks …“ Gegensätzliche Utopien jüdischer Emanzipation: Hannah Arendt und Stefan Zweig – S. Resch: Umwege auf dem Weg zum Frieden: Die Korrespondenz zwischen Stefan Zweig und Alfred H. Fried – G. Gruber: Stefan Zweigs ästhetische Ansichten zur Musik – H. Holl: Stefan Zweigs biographische Kontakte zu Musikern – J. Brügge: Vertonungen von Gedichten Stefan Zweigs Der Herausgeber Karl Müller ist Prof. für Neuere deutsche Literatur an der Universität Salzburg.
ISBN: 978-3-8260-5059-6 Reihen Nr: StRo Band Nr: 56 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 320 Sprache: deutsch Kurzinhalt: W. Hinderer: Einführende Bemerkungen – P. Gülke: Musik als Leitkunst der Romantik – T. Valk: Berglinger und kein Ende. Filiationen romantischer Musikästhetik im Roman der Postmoderne – Y. Nilges: Mozart: Metamorphosen eines Mythos in der romantischen Musikästhetik – A. Stašková: Weltbezüge in Musik. Heinrich Heines Musikkritik und die französische Romantik – C. Bork: „Die Seele durch die Fingerspitzen hinaussenden“: Portamento und musikalischer Ausdruck in der Vortragslehre der Romantik – L. Weissberg: Die Magie der weiblichen Stimme: Eine romantische Sängerin auf der Bühne und in der Literatur – S. Schroedter: Zwischenklänge: Tanzmusik dies- und jenseits szenischer Darstellungen – D. Borchmeyer: Richard Wagner und Thomas Mann als Erben der romantischen Musikästhetik – G. Neumann: Liebesprobe. Richard Wagners Lohengrin, ein spätromantisches Liebesmodell? – J. Krämer: Jenseits der Romantik. Wagners Meistersinger als „realistische“ Dekonstruktion des romantischen Kunstbegriffs – S. Mauser: Poesie und Poetik: Zum Schaffensprozess Robert Schumanns – J. M. Fischer: Wie spät darf es bei der Romantik werden? Überlegungen zu Gustav Mahler – N. Miller: Francesca. Oper in 3 Akten. Text und Musik von Hermann Goetz. Über Spannweite und Begrenzung der deutschen Oper um 1870 – C. Hailey: Die Sehnsucht nach dem Augenblick: Romantische Nachklänge in der Zeitoper – J. P. Hiekel: Nötigung zur eigenen Sprache. Romantik-Bezüge in der Neuen Musik Der Herausgeber Walter Hinderer ist Professor für neuere deutsche Literatur an der Princeton University, USA.
ISBN: 978-3-8260-4950-7 Erscheinungsahr: 2013 Seitenanzahl: 352 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Eine Annäherung an das Werk Claude Cahuns (1894-1954) ist mit einer Annäherung an den Körper verbunden. Nachdem die Texte und Fotografi en mehrere Jahrzehnte weitgehend unbeachtet geblieben sind, hat sich nun vor allem durch genderorientierte Studien der Eindruck verfestigt, Claude Cahun sei eine der irritierendsten Vertreterinnen der europäischen Avantgarde. Dass diese Einschätzung auch aus anderen Gründen naheliegt, belegen körperliche Erscheinungsformen, mit denen die Reflexion eines bildkonstituierenden Bewusstseins in den Vordergrund rückt. Darüber hinaus zwingen die Texte und Fotografi en zu einer Auseinandersetzung mit den analytisch und deskriptiv schwer greifbaren Übergängen des Körpers zwischen Materialität und Semiotik oder auch Bewusstseins-, Erlebnis- und Ausdrucksdimensionen. Sowohl der Komplexität körperlicher Erscheinungsformen als auch dem Zusammenhang von Körper und Bild trägt das Denkmodell der Artikulation Rechnung. Anstelle einer wörtlich verstandenen Körpersprache dient es dazu, elaborierte körperliche Zusammenhänge in Bezug zueinander zu setzen und mit bildtheoretischen Problemstellungen zu verbinden. Vor diesem Hintergrund verweisen die bei Claude Cahun zum Ausdruck kommenden Artikulationen des Körpers auf ein historisch signifi kantes Problemzentrum, das sich bereits mit dem Symbolismus abzeichnet und in seinen Folgestrukturen im Surrealismus beobachten lässt. Die Autorin Andrea Stahl lehrt französische und spanische Literaturwissenschaft am Institut für Romanische Philologie der Philipps-Universität Marburg.
ISBN: 978-3-8260-4918-7 Reihen Nr: SBLK Band Nr: 58 Erscheinungsahr: 2013 Seitenanzahl: 236 Sprache: deutsch Kurzinhalt: U. Becker: Andere Länder, andere Sitten - die diskursive Existenz von Barbaren und Kannibalen bei Feijoo: Alterität im Ensayo mit Blick auf Montaigne – G. Febel: Vom Leib-Seele-Problem zum turc catholique - Konstruktionen des Anderen von René Descartes bis Alfred de Vigny – T. König: Kosmographie und politische Rhetorik im 16. Jahrhundert: die Kannibalen bei Jean de Léry, André Thevet und Montaigne – A. Kraume: Nosotros los otros. Fray Servando Teresa de Mier und die ‚identidad criolla’ – R. von Kulessa: Alterität und Kulturrelativität in der venezianischen Literatur des `700 – M. Lenz: Ein italienisches Orientprojekt: Darstellungsstrategien des „Anderen“ in Ascolis „Studi orientali e linguistici“ – M. S. Mancas: „Strano e spaventoso“: die Darstellung des gewalttätigen Anderen bei Matteo Bandello – G. Müller: Literarische Inszenierungen des Anderen zwischen Bipolarität und Multirelationalität. Ein Vergleich der hispanophonen und frankophonen Karibik im 19. Jahrhundert – T. Pinheiro: Die Entstehung des ethnographischen Blicks in spanischen und portugiesischen Americana des 16. Jahrhunderts – N. Pöppel: Südamerika(ner) in Paris. Das Fremdbild des Rastaquouère in französischer und südamerikanischer Literatur um 1900 – E. Richter: Begegnungen zwischen Christen und Mauren in der spanischen Literatur des Siglo de Oro – K. Schlosser: Der exotische Feind in Frontberichten und Memoiren zum Spanisch-Marokkanischen Krieg von 1859/60 – D. Schmelzer: Griechenland: Interkulturalität und Dekadenz. Chateaubriands Schilderung des multikulturellen Griechenland in Itinéraire de Paris à Jérusalem zwischen Pittoreske, Politik und geschichtsphilosophischer Denkfi gur – L. Seauve: Alterität und Wissen in Jean Potockis Le Manuscrit trouvé à Saragosse – C. Solte-Gresser: Selbstbildnisse aus dem Blickwinkel der Anderen? Über Deutsche und Franzosen bei La Fontaine und Grimmelshausen – E. Tiller: Giovanni da Verrazzanos Nordamerika-Erkundung für François I. (1524) und die diskursive Präsenz italienischer Reiseberichte im frühen 16. Jahrhundert: Variationen des fernen Anderen – C. von Tschilschke: Kulturelle Grenzgängerfi guren in der spanischen Afrikaliteratur – T. Vögle: L’altra Italia o l‘Africa esotica. Mediale Konstruktionen des Mezzogiorno im 19. Jahrhundert Die Herausgeberinnen Susanne Greilich, wiss. Assistentin am Institut f. Romanistik d. Universität Regensburg. Forschungsschwerpunkte: Frz. Literatur d. Aufklärung u. d. Romantik, span. Literatur d. Realismus u. Naturalismus, massenwirksame Texte d. Frühen Moderne; Fremdwahrnehmungs formen, Alteritätskonstruktionen, Orientalismus. Promotion in Frz. Kulturwissenschaft, Habilitationsprojekt zum span. realistischen Roman (19. Jh.) als nationaler Gattung. Karen Struve, Postdoktorandin in der Romanistik d. Universität Bremen. Forschungsschwerpunkte: Frankophone Gegenwartsliteraturen (20.-21. Jh.), frz. Literatur d. 18.-19. Jhs., Raum-, Geschichts- u. Identitätskonstruktionen, poststrukturalistische u. postkoloniale Literatur- u. Kulturtheorien. Dissertation zur Écriture transculturelle beur, Habilitationsprojekt zum Verhältnis von Alteritätskonstruktionen und Wissensordnungen in der Encyclopédie.
ISBN: 978-3-8260-4907-1 Reihen Nr: StoR Band Nr: 55 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 308 Sprache: deutsch Kurzinhalt: D. E. Wellbery: Vorwort – R. Borgards: Der Affe als Mensch und der Europäer als Ureinwohner. Ethnozoographie um 1800 (Cornelis de Pauw, Wilhelm Hauff, Friedrich Tiedemann) – M. Chaouli: Human Voices and the Voice of Humanity in Kant’s Third Critique – A. Honold: Umwanderung des Fremden auf dem Zeitstrahl. Karl Philipp Moritz: Anthusa oder Roms Alterthümer – F. Berndt: Frankfurt – ethnographisch. Goethe an Schiller zwischen 16. und 17. August 1797 – S. Schneider: Wilde Semiose. Kontaminierte Zeichen und infektiöse Bilder bei Goethe und Kleist – A. Koschorke: Imaginationen der Kulturgrenze. Zu Ludwig Tiecks Erzählung Der blonde Eckbert – G. Neumann: Kleists ethnologisches Experiment. Zur Fetischisierung der Erkennungs-Szene in der Penthesilea – O. Simons: Jean Pauls imaginäre Epistemologie – M. Dauss: Schreiben der Kultur - Lesen der Natur. Die Schlüsselfunktion der Architektur in Goethes Italienischer Reise – R. Ubl: Eugène Delacroix’ Jüdische Hochzeit und das Medium der Malerei – S. Andriopoulos: Ethnographie des Jenseits. Justinus Kerners Die Seherin von Prevorst und Edgar Allan Poes Facts in the Case of M. Valdemar – A. Polaschegg: „Totale Verschiedenheit“. Zur physikalischen Ethnographie der Vergangenheit in der Romantik – I. und G. Oesterle: Friedrich Schlegels Reise nach Frankreich als romantischethnographisches Projekt Der Autor David E. Wellbery ist Professor für deutsche Literatur an der University of Chicago.
ISBN: 978-3-8260-4384-0 Reihen Nr: StRo Band Nr: 50 Erscheinungsahr: 2010 Seitenanzahl: 272 Sprache: deutsch Kurzinhalt: In einer vom herkömmlichen Sprachgebrauch abweichenden Bedeutung versteht der spanische Romantiker Gustavo Adolfo Bécquer Dichtung nicht primär als Wortkunstwerk, sondern als vorsprachliche, dynamische Größe von immerwährender Präsenz. Die Leistung des Dichters besteht bereits in seiner einzigartigen schöpferischen Wahrnehmungsweise. Dichten und Erfahren sind somit identisch. Im Mittelpunkt dieser Studie steht das lyrische Werk. Unter Berücksichtigung der weitgefächerten Bildlichkeit werden zahlreiche intratextuelle Bezüge zu den Prosatexten herausgestellt, um die hinter der vordergründigen Liebesthematik verborgene poetologische Sinnschicht der Gedichte freizulegen. Der Fokus liegt hierbei auf dem bislang unberücksichtigten Aspekt des Unvollendeten, Prozesshaften. In seiner konstanten Absage an alles abschlusshaft Erstarrte offenbart der Andalusier eine latente Auflehnung gegen Systemzwang und fest etablierte ästhetische Wertmaßstäbe, die seiner gesamten Dichtungstheorie eine subversive Tönung verleiht. Diese äußert sich in der unkonventionellen Verwendung normierter Vorstellungsschemata – insbesondere in der Umdeterminierung des traditionellen Genderkonstrukts, welche mit der Dominanz des Weiblichen über das Männliche die von Bécquer wiederholt beklagte Unfassbarkeit der in der Frau personifizierten Dichtung widerspiegelt. Die Autorin Simone Freyda studierte Romanistik und Neuere Anglistik / Amerikanistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo sie mit der vorliegenden Arbeit auch promovierte. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung.