ISBN: 978-3-8260-2379-8 Reihen Nr: BmAn Band Nr: 4 Erscheinungsahr: 2005 Seitenanzahl: 192 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Mit dieser für den Druck überarbeiteten, 1995 von der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin angenommenen Dissertation, liegt erstmals eine werkgeschichtliche und systematische Darstellung zu Alfred Prinz Auersperg vor. 1899 in Weitwörth bei Salzburg geboren, findet Auersperg nach dem Studium der Jurisprudenz, Philosophie und schließlich Medizin in der Neurophysiologie (bei Franz von Bücke) die Grundlegung seiner weiteren Arbeiten. Diese führen ihn in den dreißiger Jahren zu Viktor von Weizsäcker nach Heidelberg. Dort leistet er mit den sinnesphysiologischen Untersuchungen zum "biologischen Zeitbegriff" einen wesentlichen Beitrag zur Formulierung der Gestaltkreislehre. Seine Kritik an den Prämissen der klassischen Neurophysiologie mündet in eine "phänomenologische Biologie", die ihn einerseits den situativen und biographischen Charakter des Schmerzes entdecken läßt, andererseits aber auch überraschende Verbindungen zu Goethes Lehre vom Urphänomen und der Kosmogenese bei Teilhard de Chardin eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgt er einem Ruf an die Universität in Concepción (Chile), um dort die Psychiatrische Klinik aufzubauen und zu leiten. Neben ihrem wissenschaftshistorischen Wert erlangt die vielzitierte "Heidelberger Schule der Medizin" im Ergebnis dieser Untersuchung auch aktuelle Bedeutung für die Entwicklung der Neurowissenschaften. Der Autor Martin Sack studierte Medizin in Homburg/Saar und Berlin, wurde 1995 mit der vorliegenden Arbeit zum Dr. med. promoviert, und ist seit 1993 Assistent an der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover. Zur Zeit arbeitet er an seiner Habilitation zu Störungen der psychophysischen Regulation bei seelisch traumatisierten Menschen.
ISBN: 978-3-8260-1752-0 Reihen Nr: BmAn Band Nr: 1 Erscheinungsahr: 2003 Seitenanzahl: 344 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die 1994 gegründete Viktor von Weizsäcker Gesellschaft stellt mit dieser Schriftenreihe dem bislang an verstreuten Orten ausgetragenen Diskurs um die Medizinische Anthropologie ein offenes Podium zur Verfügung. Offen im Hinblick auf die verschiedenen Traditionen medizinisch-anthropologischen Denkens, aber auch offen für die Vielfalt der disziplinären und methodischen Zugänge. Geleitwort - Einführung - Klinik und Therapie: W. Schindler: Anthropologische Medizin - heute? - D. Janz: Anthropologische Erfahrungen in der Klinik - M. Kütemeyer: Ärztlicher Umgang mit Schmerzen und Schmerzkranken - H. M. Emrich: Die existentielle Situation Angst. Herausforderung für die Medizinische Anthropologie als integrative Wissenschaft - H. Stoffels: Situationskreis und Situationstherapie. Überlegungen zu einem integrativen Konzept von Psychotherapie - P. Henningsen: Kognitive Neurowissenschaft als "Umgangslehre". Ein aktuelles Erklärungsmodell für die Medizin? - P. Hahn: Methodologie und Methodenwechsel in der Medizin - P. Achilles: Anthropologische Medizin und humanistische Psychologie. Zum Verhältnis von Gestaltkreis und Gestalttherapie - Begriffe und Theorien: Reiner Wiehl: Form und Gestalt im "Gestaltkreis" - F. Cramer: Rhythmus und Resonanz. Der Zeit- und Materiebegriff bei Viktor von Weizsäcker - W. Neuser: Methodischer Neuplatonismus. Selbstorganisationstheorie und Gestaltkreis im Vergleich - C. Link: Die Einführung des Subjekts. Ein methodischer Umbruch in Medizin und Theologie - R.-M.E. Jacobi: Schmerz, Liebe und Tod. Zum Ethos der Medizinischen Anthropologie - Dokumente und Berichte: R. zur Lippe: Aufbruch ins Unzeitgemäße. Erinnerung an die Vorgeschichte einer Gründung - D. von Uslar: Die Unendlichkeit der Übertragung. Ein Besuch bei Viktor von Weizsäcker- M. Schrenk (1922-1995): Die Einführung des Subjekts in die Medizin - D. Janz: Über die ärztliche Grundhaltung. Ein Referat (1946) - V. von Weizsäcker (1886 - 1957): Über die ärztliche Grundhaltung (1933) Die Herausgeber Rainer-M.E. Jacobi, Physiker und Philosoph, 1985-87 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut des Wissenschaftszentrums NRW in Essen. Dieter Janz, Psychosomatik, Geschichte der Medizin, Naturphilosophie.