ISBN: 978-3-8260-1670-7 Reihen Nr: KBAA Band Nr: 15 Erscheinungsahr: 1999 Seitenanzahl: 199 Sprache: deutsch Kurzinhalt: In dem Band kommt die interdisziplinäre Methodik der linguistischen Stilistik in der Literaturwissenschaft zur Anwendung. Stilistische Merkmale des Faulknertextes werden in den Bereichen Phonetik, Morphologie, Syntax, Textlinguistik und Semantik dargestellt und ihre Wirkung und Bedeutungsgebung analysiert. Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen, die sich mit Detailfragen aus Einzelbereichen beschäftigen, wird eine Beschreibung des Gesamttextes auf den genannten linguistischen Ebenen angeboten, die Elemente wie z.B. Dialektklangspiele, Negationsformen, diverse agglutinierende und isolierende Textelemente, Wiederholungen und Arten der Metaphorik diskutiert. Es folgt ein Vergleich zwischen Früh-, Haupt- und Spätwerk des Autors, der sich der Romane Soldiers' Pay, Absalom, Absalom! und A Fable bedient, wobei Ähnlichkeiten und Unterschiede herausgestellt werden. Die einzeln diskutierten Stilelemente werden zu vier Haupttendenzen zusammengefaßt, die für die Texte Faulkners stilbeschreibend sind: die Wiederholung als durchgängiges Prinzip, Bewegung und Statik als Gegensätze, Negationenfülle und fortwährende Distanzerzeugung. Die Autorin Susanne Frohriep studierte Englische Philologie, Allgemeine Sprachwissenschaft und Anthropologie an der Universität Kiel. Seit 1998 ist sie am Anthropologischen Institut in den Bereichen internationale Normung, englische Fachtexte und Medienwissenschaft tätig.
ISBN: 978-3-8260-3098-7 Reihen Nr: ZAAM Band Nr: 2 Erscheinungsahr: 2005 Seitenanzahl: 176 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Menippos in Dublin begreift die Tradition menippeischen Schreibens als Archiv eines vorchristlichen, kulturell verdrängten Diskurses, den James Joyce aus dem Exil heraus für die klassische Moderne reaktiviert und durch sein Künstlertum am ironischen Schnittpunkt von Empirie und Fiktion als ‚Lebens-Kunst' modelliert. Über Epiphanies, Stephen Hero, The Sisters, Grace, The Dead, A Portrait of the Artist as a Young Man, Ulysses und (ausblicksweise) Finnegans Wake wird ein bewußter Prozeß literarischer Selbstvergewisserung und Selbststilisierung rekonstruiert, den die Menippea formal, diskursiv und intertextuell begründet. Die Jahrtausende alte, in unterschiedlichste Entwicklungslinien verzweigte, literarische Tradition wird mit den Joyce-Texten zu einem Forschungsfeld vernetzt, dessen Dialogizität aus komparatistisch-kulturwissenschaftlicher Warte aufgezeigt wird. Als Brückenschlag von moderner Anglistik und klassischer Philologie verbindet die Studie (post)moderne Literatur- und Kulturtheorie mit sokratischer und kynisch-hellenistischer Philosophie. Der Autor Dieter Fuchs studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Hans Walter Gabler, Werner von Koppenfels und Wolfgang Frühwald Anglistik, Komparatistik und Neuere Deutsche Literatur, verbrachte einen Studienaufenthalt an der Reading University, war Forschungsgast bei Fritz Senn von der Zurich James Joyce Foundation und arbeitet derzeit am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien als Assistent für Ewald Mengel.
ISBN: 978-3-8260-3928-7 Reihen Nr: KBAA Band Nr: 24 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 328 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Wie geht die Angelsächsische Postmoderne damit um, dass sich im Rahmen poststrukturalistischer Thesen sowohl das Bild des kernhaften, autonomen Subjekts als auch das des genialen Künstlers Dieser Frage geht die vorliegende Studie insbesondere unter Rückgriff auf die theoretischen Positionen Judith Butlers anhand dreier zentraler Romane der Angelsächsischen Postmoderne nach: John Fowles’ The French Lieutenant’s Woman, Peter Ackroyds Chatterton und A.S. Byatts Possession. Sie arbeitet heraus, dass diese Texte es nicht dabei belassen, die Unterworfenheit des Selbst und die Auflösung romantischer Originalität zu konstatieren, sondern ein neues Bild von Identität entwerfen. Kommunikative Identität betont den konkreten Kommunikationsmoment und die Bedeutung des Anderen. Sie bezieht Individualität, Freiheit, Kreativität, den Körper und die Erfahrung in der Lebenswelt mit ein, umfasst aber ebenso die sprachliche und diskursive Prägung von Identität. Die Autorin Ann Spangenberg studierte Anglistik, Sinologie sowie Mittlere und Neue Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Anschluss an eine Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin unterrichtet sie dort zurzeit als Lehrbeauftragte.
ISBN: 978-3-8260-3981-2 Reihen Nr: ZAAM Band Nr: 9 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 344 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das Buch plädiert dafür, das fiktionale Erzählen prinzipiell nicht als eine diskursive Aktualisierung von Ordnung zu denken, sondern von Kontingenz. Das erweist sich besonders dann als ungemein produktiv, wenn die Texte die Zufälligkeit ihrer darstellenden Verfahren augenscheinlich nicht hinter einer dargestellten Abfolge verbergen, sondern sich offensiv von der Möglichkeit leiten lassen, zu jedem Zeitpunkt auch anders oder nicht mehr fortfahren zu können. Das Erzählen wird zu einer neugierigen, offenen, unvorhersehbaren Erkundungs- und Probeaktivität, die ihre eigene Legitimation noch überhaupt nicht kennt. Anhand detaillierter, historisch informierter Lektüren von Nashes Unfortunate Traveller, Sternes Tristram Shandy, Byrons Don Juan sowie Joyces Ulysses und Becketts Ping wird gezeigt, wie das Problem der Kontingenz so in überraschender Vielfältigkeit immer wieder als etwas anderes zur Anschauung kommt und doch nie vollständig davon repräsentiert werden kann. Die Texte stellen dar, was sie selber sind: Kontingenzformen. Mit diesem neuartigen Analyseansatz leistet der Band nicht nur einen wichtigen erzähltheoretischen Beitrag zur Diskussion um den Kontingenzbegriff, sondern führt an den Texten vor, wie Literatur Kultur und Kultur Literatur erzeugen kann, ohne dass sich das eine auf das andere reduzieren ließe. Der Autor Philipp Erchinger ist Literaturwissenschaftler und arbeitet als DFG-Forschungsstipendiat am Centre for Victorian Studies der University of Exeter, Großbritannien.
ISBN: 978-3-8260-4816-6 Reihen Nr: EpiL Band Nr: 753 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der rege Grenzverkehr zwischen den verschiedenen Kunstarten lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen und kann dementsprechend auch in der Interart- und Intermedialitätsforschung auf eine relativ lange Geschichte zurückblicken. Im vorliegenden Band geht es um die Vergegenwärtigung von Visuell-Künstlerischem in zeitgenössischen literarischen Texten. Dabei setzt die Studie neue Akzente. Es ist ihr Anliegen, den intermedialen Umgang mit den visuellen Künsten in deutschsprachigen Gedichten von Friederike Mayröcker, Thomas Kling, Durs Grünbein und Ulrike Draesner anhand moderner und postmoderner Entwicklungen im Bereich der Künste zu deuten. Dabei rückt sie eine sich seit dem Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts manifestierende zentrifugale Bewegung in den Mittelpunkt der Analyse, die der amerikanische Kunsttheoretiker Craig Owens 1992 als Bewegung vom Werk zum Rahmen (from work to frame) bezeichnet hat. Die vorliegende Abhandlung stellt den ersten umfassenden Versuch dar, die lyrische Wiedergabe dieser modern-postmodernen Entwicklung im Bereich der visuellen Künste im OEuvre der vier erwähnten AutorInnen zu analysieren und zu illustrieren. Der Autor Noël Reumkens studierte Germanistik und Anglistik an der Vrije Universiteit Brussel (MA 2004). 2004-2005 Bundesstipendiat an der Universität Basel. 2009 Promotion an der VUB. Danach Dozent für Semiotik und Narratologie an der Provinciale Hogeschool Limburg (B).
ISBN: 978-3-8260-3936-2 Reihen Nr: KBAA Band Nr: 25 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 312 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die hier vorgelegten Untersuchungen verfolgen Entwicklungen des europäischen (und außerdem des amerikanischen) Dramas vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Dabei werden die interpretierten Werke, im ganzen, nach ihren Entstehungszeiten gegliedert, doch wird diese einfache Ordnung von typologischen und geistesgeschichtlichen Gesichtspunkten durchsetzt und überlagert. Die Textanalysen sind insgesamt vor allem darauf angelegt, Dramen als Dramen zu deuten. Das zeigt sich besonders in den Studien IV-IX des Mittelteils. Sie befassen sich in erster Linie mit der dritten Phase der europäischen Theaterliteratur, mit dem 16. bis 19. Jahrhundert, in der das Genos seine Höhepunkte erreicht. Den Übergang zum zwanzigsten repräsentieren Ibsen, Wilde und Shaw, und als erste Vertreter der Moderne werden Strindberg, Cechov, Pirandello, Brecht und Wilder vorgestellt. Formal-darstellerische, weltanschaulich-thematische, gattungstheoretische und vornehmlich dramaturgische Fragen werden – mit wechselnden Schwerpunkten – ständig miteinander verquickt. Der Autor Dietrich Jäger studierte in Kiel, Kopenhagen und Dublin Anglistik, Germanistik, Komparatistik und Mediävistik, er war Lektor und Dozent in Dublin und von 1972 bis 1993 Professor für englische Literatur in Kiel.
ISBN: 978-3-8260-2986-8 Erscheinungsahr: 2005 Seitenanzahl: 148 Sprache: deutsch Kurzinhalt: T. Herbst: Vorwort - K. Schröder: Das Konzept der ,linguistic universals' und die Zukunft des Fremdsprachenunterrichts - T. Herbst: Pro Minimalismus, Lücke und Poloysemie - Kontra Prototypik und Semantik in grammatischer Terminologie - E. Burgschmidt: Was ist eigentlich ,fluency'? - F. J. Hausmann: Transparenter und opaker Lernwortschatz im Französischen - D. Götz / B. Mittmann: ,Advanced vocabulary' - J. Schmied: Von der computergestützten Sprachanalyse zum Internetlernen - D. Mindt: Schulenglisch mangelhaft: Wie lange noch endlich? - M. Klotz: Translation und Technik: Möglichkeiten des Einsatzes EDV-basierter Ressourcen im Übersetzungsunterricht D/E - S. Prechter: ,Discourse markers' als linguistisches und soziales Phänomen im Spracherwerb - B. Mittmann: ,I almost kind of thought well that must be more like British English or something': ,Prefabs' in amerikanischer und britischer Konversation - D. Barnickel: Linguistik im Volkshochschulunterricht Der Herausgeber Thomas Herbst ist Professor für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Erlangen-Nürnberg.