ISBN: 978-3-8260-4816-6 Reihen Nr: EpiL Band Nr: 753 Erscheinungsahr: 2013 Seitenanzahl: 436 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der rege Grenzverkehr zwischen den verschiedenen Kunstarten lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen und kann dementsprechend auch in der Interart- und Intermedialitätsforschung auf eine relativ lange Geschichte zurückblicken. Im vorliegenden Band geht es um die Vergegenwärtigung von Visuell-Künstlerischem in zeitgenössischen literarischen Texten. Dabei setzt die Studie neue Akzente. Es ist ihr Anliegen, den intermedialen Umgang mit den visuellen Künsten in deutschsprachigen Gedichten von Friederike Mayröcker, Thomas Kling, Durs Grünbein und Ulrike Draesner anhand moderner und postmoderner Entwicklungen im Bereich der Künste zu deuten. Dabei rückt sie eine sich seit dem Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts manifestierende zentrifugale Bewegung in den Mittelpunkt der Analyse, die der amerikanische Kunsttheoretiker Craig Owens 1992 als Bewegung vom Werk zum Rahmen (from work to frame) bezeichnet hat. Die vorliegende Abhandlung stellt den ersten umfassenden Versuch dar, die lyrische Wiedergabe dieser modern-postmodernen Entwicklung im Bereich der visuellen Künste im OEuvre der vier erwähnten AutorInnen zu analysieren und zu illustrieren. Der Autor Noël Reumkens studierte Germanistik und Anglistik an der Vrije Universiteit Brussel (MA 2004). 2004-2005 Bundesstipendiat an der Universität Basel. 2009 Promotion an der VUB. Danach Dozent für Semiotik und Narratologie an der Provinciale Hogeschool Limburg (B).
ISBN: 978-3-8260-4795-4 Reihen Nr: KBAA Band Nr: 27 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 232 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Im dominierenden chronologisch-linearen Zeitmodell des abendländischen Denkens ereignen sich Geschehnisse immer schon aus einer übergeordneten zeitlich-chronologischen Ordnung heraus und fallen in die linear verfasste Zeit ein. Damit trifft eine offene, als Linie gedachte Zeitdimension innerhalb der Erzählung auf eine geschlossene, zirkuläre Zeitstruktur, deren unaufl ösbarer Widerstreit im theoretischen Fokus dieser Arbeit steht. Mit Rekurs auf theoretische Arbeiten von Ricoeur und Bachtin wird aufgezeigt, dass es sich bei diesem Widerstreit in modaler Hinsicht um den zwischen einer als ereignishaft und ereignisoffen konzipierten Kontingenz und eines als notwendig und determiniert verstandenen Zufalls handelt. In einer anschließenden Lektüre des Romans Tristram Shandy (1759-1767) von Laurence Sterne, insbesondere der Erzählung von Onkel Toby, zeigt die Arbeit im Weiteren auf, inwiefern sowohl das Genre der Tragödie als auch das der abenteuerlichen Romanze im Text zwei konkrete gegnerische Widerlager bilden, mit deren gegenseitiger Konfrontation die narrativen Manifestationen der Aporien von Zeit und Kontingenz minutiös ausgeleuchtet werden können. Es wird rekonstruiert, inwiefern der Roman sowohl das Etablieren von einfachen Erzähllinien als auch ihr Scheitern erzählt. Der Autor André Schwarck studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie Universität Kiel.
ISBN: 978-3-8260-4557-8 Reihen Nr: EpiL Band Nr: 729 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 264 Sprache: deutsch Kurzinhalt: „Konkurrenz“ wird in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht nur durch Darwins Idee des Struggle for Existence, sondern auch durch (national-) ökonomische und philosophische Abhandlungen zu einem der zentralen Schlagworte. Gesellschaftliches Zusammenleben wird vermehrt über den Wettbewerbsgedanken defi niert, der sich nicht mehr nur auf Unternehmungen oder allgemeiner den Markt beschränkt, sondern zusehends auf das Privatleben ausgedehnt wird und zu einem kalkulierenden Agieren des Einzelnen führt, wofür paradigmatisch der Kaufmannsroman der Jahrhundertmitte steht. Ausgehend von diesem theoretischen Rahmen wird an exemplarischen Romanen und Erzählungen von Wilhelm Raabe (Die Leute aus dem Walde, Der Hungerpastor, Der Schüdderump, Deutscher Mondschein, Fabian und Sebastian, Prinzessin Fisch) untersucht, wie und wo er an den Konkurrenzdiskurs anknüpft und welche Konsequenzen dies für sein realistisches Erzählen hat. Fokussiert wird dabei vor allem die aufgrund von Ökonomisierungstendenzen bedingte Problematisierung der bürgerlicher Gesellschaft, die von Raabe insbesondere in der mittleren Schaffensphase sowie im Spätwerk verstärkt unter darwinistischen Gesichtpunkten refl ektiert wird. Der Autor Christian Stadler hat in Bern und Göttingen Germanistik und Medienwissenschaft studiert. Er arbeitet seit 2006 als Assistent am Institut für Germanistik an der Universität Bern und wird ab 2011 als Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) am Departement „School of Management and Law“ tätig sein.