ISBN: 978-3-8260-3610-1 Erscheinungsahr: 2007 Seitenanzahl: 236 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Bildgestaltendes Verstehen von Musik meint die Methode eines nonverbalen Zugangs zur Musik, die eine an das Hören bzw. Malen anschließende Versprachlichung musikalischer Inhalte und Strukturen und eigener Betroffenheit verbessert. Der Autor entwickelt einen musikdidaktischen Ansatz, der das abstrakte Malen zur Musik als Brücke zur Sprachfindung nutzt. Ausführlich behandelt wird die Frage der Legitimation bildhafter Darstellungen von Musik. Es wird ferner untersucht, auf welchen Grundlagen eine bildnerische Sprache gefunden wird, die rückübersetzbar ist, also wieder auf die Musik zurückführt. Dabei geht es um mögliche Verbindungen von Farbe und Ton, Bild und Musik und die damit zusammenhängenden psychologischen Phänomene. Es wird analysiert, was als bildnerisches Ergebnis erwartet werden kann und wie damit umgegangen werden soll. Schließlich sollen sich anhand des Bildes Kommunikation und Intersubjektivität herstellen lassen. Im abschließenden Kapitel werden praktische Anregungen für eine Umsetzung gegeben.
ISBN: 978-3-8260-3694-1 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 1 Erscheinungsahr: 2008 Seitenanzahl: 450 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Das Hohelied ist eine Sammlung von Liebesliedern aus dem 4. Jahrhundert v.Chr., in dem nicht von Gott, sondern offen von Liebesfreud und Liebesleid gesungen wird. Doch im Mittelalter wurden diese erotischen Texte zu dem am häufigsten und am intensivsten kommentierten Teil der Bibel. Neben den Psalmen ist das Hohelied bis ins ausgehende 17. Jahrhundert auch die wichtigste biblische Textquelle der Musikgeschichte. Erstmals wird in diesem Buch der Umfang der ein- und mehrstimmigen abendländischen Hohelied-Vertonungen aus einem Zeitraum von 700 Jahren erfasst. Anhand konkreter Beispiele wird sichtbar, in welchen Kontexten die musikalische Rezeption des Hoheliedes erfolgte, in welcher Weise dieser erregende Text verstanden wurde und wie sich das Textverständnis im musikalischen Klang konkretisierte. Diese Musikgeschichte des hebräischen Shir Hash-Shirim, des lateinischen Canticum Canticorum, macht, weit über die Musikgeschichte hinausreichend, eindringlich bewusst, wie in der Zeit von den Karolingern bis zu Josquin Desprez der Klang des Hohen Liedes von einer feierlichen Vortragsweise eines liturgischen Textes zu einer eigenständigen musikalischen Sprache wurde.
ISBN: 978-3-8260-4401-4 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 4 Erscheinungsahr: 2011 Seitenanzahl: 264 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Schon in der Reihe der früh entstandenen Violinkonzerte W. A. Mozarts zeigt sich ein stringenter formaler Entwicklungsprozess, der vollständig ausprägt, was in den Instrumentalkonzerten der späteren Jahre zur vollen Reife gelangt. Das vorliegende Buch geht der Frage nach der spezifi schen Form des eröffnenden Kopfsatzes der Mozartschen Violinkonzerte auf den Grund. Anschließend an bisherige Forschungsergebnisse wird das Formmodell der miteinbezogenen Sätze beschrieben. In Ergänzung des Formmodells wird den schaffenden Grundprinzipien Kontrast, Steigerung und Konstante nachgegangen und aufgezeigt, wie die heterogenen Satzglieder des Formmodells durch das architektonische Prinzip der Polarität, das prozessual/dialogische Prinzip der Steigerung und das vertikale Prinzip der Konstante zu einem homogenen Ganzen verknüpft werden. Lange überfällige Detailanalysen zeigen Mozarts persönliche Entwicklung innerhalb des Genres Violinkonzert auf und ermöglichen eine fundierte analytische Gegenüberstellung mit den zweifelhaften Violinkonzerten KV 268 und KV 271a. Daneben werden frühere Forschungsergebnisse zur Frage des formalen Zusammenhangs von Arie und Konzert einer abschließenden Antwort zugeführt. Die Autorin Doris Kreusch-Orsan studierte Violine am Mozarteum, Salzburg und an der Juilliard School of Music, New York. Neben ihrer künstlerische Tätigkeit als Violinistin promovierte sie mit der vorliegenden Schrift an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg im Bereich Musikwissenschaft.
ISBN: 978-3-8260-4368-0 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 3 Erscheinungsahr: 2011 Seitenanzahl: 192 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vor dem Hintergrund der musikalischen und ästhetischen Grundlagen der späten Werke Luigi Nonos entwirft Erik Esterbauer ein umfassendes Bild von Nonos letztem Orchesterwerk No hay caminos, hay que caminar ... Andrej Tarkowskij. Die Charakteristika und Entwicklungen des Spätwerks von Luigi Nono, insbesondere der Kontext der Caminantes-Trilogie, die sowohl musikalisch als auch philosophisch speziell die Thematik des Wanderers (caminante) betreffen, stellen die Basis für Nonos Beschäftigung mit Andrej Tarkowskij dar, dessen Tod Ausgangspunkt für die Komposition war. Detaillierte musikwissenschaftliche Analysen unter Einbeziehung des umfangreichen Skizzenmaterials aus dem Archivio Luigi Nono in Venedig und ein vergleichendes Vorgehen decken die vielfältigen Bezüge zwischen Nonos Kompositionsprozess und Tarkowskijs fi lmischer Darstellungskunst auf. Trotz der Tatsache, dass sich Nono und Tarkowskij nicht persönlich kannten, verweist der Autor auf eine Vielzahl von thematischen und künstlerischen Kongruenzen zwischen den beiden Künstlern. Der Autor Erik Esterbauer studierte Musikwissenschaft und Musik- und Bewegungspädagogik in Salzburg sowie Psychologie in Salzburg und Wien.
ISBN: 978-3-8260-2477-1 Erscheinungsahr: 2003 Seitenanzahl: 307 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Immer wieder haben Wissenschaftler konventionelle methodische Wege verlassen und dabei bemerkenswertes Neuland erobert. Gerade die bedeutendsten Denker ließen sich oft von Träumen und der freien Imagination inspirieren und kamen dadurch zu neuen Wahrheiten. Die Festschrift "Facta Musicologica", die dem Halle-schen Musikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Ruf gewidmet ist, begeht solche Pfade fröhlicher Wissenschaft. Die thematisch weit gestreuten Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit erotischen Implikationen in der musikalischen Figurenlehre, mit der endgültigen Klärung des Rätsels um Mozarts Requiem, mit Händels höchst abenteuerlicher Zeit in Italien oder mit der Wirkung von Musik auf den Ursus latex. So sprechen bekannte Forscher wie Rudolf Flotzinger, Hartmut Krones und Klaus Mehner nicht nur musikalisch, sondern auch allgemein kulturell Interessierte an, hinterfragen (selbst-) ironisch-kritisch musikwissenschaftliches Tun und überschreiten oft unmerklich auf geradezu schöpferische Art die Grenze zwischen Sein und Schein, gemäß dem Motto: Was heute als Fiktion erscheint, kann morgen Realität sein. Die Herausgeber Gilbert Stöck studierte Musikwissenschaft in Graz und Halle, ist Mitarbeiter am Halleschen musikwissenschaftlichen Institut und promoviert über Aspekte der Musikgeschichte Halles zur Zeit der DDR. Katrin Stöck studierte in Halle und Leipzig Musikwissenschaft, sowie germanistische Literatur- und Theaterwissenschaft und promoviert in Halle über "Szenische Kammermusik und Kammeroper in der DDR". Dr. Golo Föllmer lernte Klavierbauer, studierte Musik- und Kommunikationswissenschaften an der TU Berlin und Broadcast Communication Arts an der San Francisco State University, promovierte 2002 über "Musik im Netz" und arbeitet am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität in Halle.
ISBN: 978-3-8260-3258-5 Erscheinungsahr: 2005 Seitenanzahl: 476 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der vorliegende Band Mozart, seine Zeit, seine Nachwelt. Florilegium Pratense ist dem langjährigen wissenschaftlichen Leiter und Generalsekretär der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, Rudolph Angermüller, aus Anlaß seines 65. Geburtstags gewidmet. Die Sammlung von Essays und wissenschaftlichen Aufsätzen, die aus der schier unüberschaubaren Bibliographie des Jubilars von den Herausgeberinnen, Geneviève Geffray und Johanna Senigl, Bibliothekarinnen an der Internationalen Stiftung Mozarteum und über viele Jahre enge Mitarbeiterinnen Rudolph Angermüllers, ausgewählt wurde, soll als Würdigung seines Wirkens für die Internationale Stiftung Mozarteum sowie seine wissenschaftliche Tätigkeit für und um den Genius loci zu verstehen sein und gleichsam dem interessierten Mozart-Liebhaber als auch dem fachkundigen Leser an die Hand gegeben werden. Die 26 Beiträge spiegeln ein breites Spektrum des vielseitigen wissenschaftlichen Interesses und profunden Wissens des Autors wider und können in sieben Themenschwerpunkte gegliedert werden: "Mozart und seine Zeit", "Studien zu ausgewählten Werken", "Opern-Studien", "Sänger der Mozart-Zeit", "Personen um Mozart", "Mozart-Pflege" und "Internationale Stiftung Mozarteum". Der Autor studierte Musikwissenschaft, Romanistik und Geschichte in Mainz, Münster und Salzburg. 1970 Promotion. Mitglied der Editionsleitung der Neuen Mozart-Ausgabe, Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der Internationalen Stiftung Mozarteum, zahlreiche Ehrungen.
ISBN: 978-3-8260-4506-6 Erscheinungsahr: 2011 Seitenanzahl: 268 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der besondere Reiz der Rezeptionsforschung als Disziplin der Musikwissenschaft liegt in den ihr eigenen künstlerischen Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart. Die vorliegende Studie untersucht unter diesem Aspekt Werke Franz Schuberts und Kompositionen des späten 20. Jahrhunderts. Nach einem detaillierten historischen Rückblick auf die Schubertrezeption im 19. Jahrhundert werden unter dem Gesichtspunkt der kompositorischen Rezeption Reiner Bredemeyers Winterreise (1984), Dieter Schnebels Schubert- Phantasie (1978/89), Siegfried Matthus‘ Streichquartett Das Mädchen und der Tod (1996) sowie Mauricio Kagels Lieder-Oper Aus Deutschland (1977-80) eingehend analysiert und mit den „Originalen“ in Beziehung gesetzt. Dazu entwickelt der Autor Rezeptionsmodelle, die die Bezüge zwischen dem jeweils rezipierten Werk Schuberts und der von ihm inspirierten Komposition aufzeigen. Diese werden im Verlauf der Studie hinsichtlich der untersuchten Werke verfeinert. Die so entstehenden Veränderungen der Rezeptionsmodelle zeigen zum einen exemplarisch, wie sich das Modell auch über die untersuchten Werke und selbst über den Komponisten Schubert hinaus anwenden ließe. Zum anderen werden Gemeinsamkeiten der Rezeption angesprochen, die für diese Forschungsdisziplin insgesamt und allgemein kennzeichnend sind. Der Autor Christian Jungblut studierte Schulmusik mit dem Schwerpunkt Musikwissenschaft in Mannheim und evangelische Theologie in Heidelberg.
ISBN: 978-3-8260-4720-6 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort der Herausgeber – I Schaffensprozess und Theoriebildung – G. Luchterhand: Mit dem eigenen Kompass durch die Wildnis. Gedanken zu einem neuen, hörerzentrierten Tonalitätsverständnis – U. Roscher: Regelwerk und kreative Freiheit in der Kompositionslehre von Heinrich Christoph Koch – A. Moths: Zwischen „Tändeln“ und „Hefftiger Empfindung“. Johann David Heinichens Wegweiser zur Inventio – A. Stefanivic: Structure, topoi and emotions in Beethoven´s Sturm und Drang sonatas – M. Matsui: Kadenzbildung im Mozart´schen Klavierkonzert – J. P. Sprick: Sequenz und Symmetrie bei Georg Capellen – M. Streibl: Leoš Janáèek als Musikforscher und seine Sicht auf den Schaffensprozess – G. Lock: Spannungsdesign und musikalische Kreativität in zeitgenössischer Musik – J.-P. Mittmann: Der Wegweiser – Künstlerisches Schaffen und theoretische Reflexion bei Anton Webern – F. Edler: Alban Berg als Analytiker eigener Kompositionen – N. Meidhof: Selektion und Integration: Alexandre-Etienne Choron als Autor der „Principes de Composition des Ecoles d´Italie“ – M. Neuwirth: Die Geburt der Sonatenform aus dem Geiste des Ritornell-Prinzips – oder: von multiplen und fehlenden „double returns“ bei Haydn, Mozart und Clementi – A. Opitz: Modus in der burgundischen Chanson – II Konzepte von Kreativität in romantischer Formensprache – T. Janz: Zur Ökonomie der Kreativität in der Musik des 19. Jahrhunderts – T. M. Augenstein: Aus der eigenen Brust hervorgequollen – „Frauenzimmer-Compositionen“ der Romantik und die Problematik der Sprache ihrer zeitgenössischen Analyse – M. Lehner: „In der Antichambre der Marschallin“ – Mehrdimensionalität und Polystilistik bei Richard Strauß – A. Jeßulat: Erinnerung als Kategorie des Schöpferischen – S. Zirwes: Untersuchungen zur formalen und tonartlichen Konzeption in den Sonatenwerken Robert Schumanns – P. Boenke: Konstruierte Ambiguität – Zur Entwicklung eines Eröffnungstopos in den Werken Franz Liszts – H.-U. Fuß: Stagnierende Sequenz oder kreative Verwandlung? Zu Wagners Leitmotiv-Technik – E. Heil: Zur Darstellung der Solveig in Edvard Griegs Bühnenmusik zu „Peer Gynt“ – III Generative Prozesse, Wahrnehmung und Wirkung – K. Wermke / W. Mende: Am Anfang war die Melodie – Wie Babys ihre Muttersprache erlernen – M. Küster: Die Syntax der Vokalmusik: Lehren für Musiktheorie und -psychologie – M. Polth: Medial Caesura und metrische Einheiten – PR Ko / K. Geiselbrechtinger: The Garden Path Effect in Music – D. Kleinrath: Musikalische Zeichensysteme: Ihre Entstehung und ihre Relevanz für die musikalische Kommunikation – B. Neumeier: „Instant Composing“ als musiktheoretisch- psychologische Methode im Spannungsfeld zwischen historischer und aktueller Improvisationspraxis – C. Utz: Gestalt, Kontur, Figur und Geste und ihre Anwendung in Analysen der Musik des 20. Jahrhunderts – M. Hiemke: Struktur – Emotion – Wahrnehmung. Eine literarische Spurensuche – C. Spahn / C. Wasmer: Einfluss der Spielposition auf die Spielbewegungen bei Geigern – F. Platz / R. Kopiez / M. Lehmann: Musicians On Stage – Eine Typologie des Bühnenauftrittsverhaltens von Violinisten in einer Wettbewerbssituation – C. Neuhaus: Neurokognitive Messmethoden und empirische Musikforschung: Was zeigen Hirndaten? Wie nützlich sind sie? – P. Andrade / M. Marin / B. Gingras: Using self-organizing Kohonen maps to investigate Brazilian children´s emotional responses to music by Wagner – T. Bernhard / P. Pohl: Der Umgang mit Musik und ihren Mediem bei Jugendlichen im Schulformvergleich – A.-M. Hakim: Spiel-nach-Gehör von Profigeigern – melodische Imitation von Indischer Musik und Jazz – N. Jukic: Neue Wege der Musikvideoclipdistribution und ihr Einfluss auf die Rezeption – M. Küssner: Shaping Music in Performance – A. C. Lehmann / J. Hornberger: Über den Zusammenhang von musikalischen Teilfertigkeiten im Studium und darüber hinaus – T. Loepthien / B. Leipold: Musikrezeption als möglicher Zugang zu komplexem Denken und akkommodativen Prozessen – K. Lothwesen / K. Frieler: Formula Jazz. Gestaltmuster von Jazzpianoimprovisationen – M. M. Marin / B. Gingras: Chopin as a „flow composer“? Insights from an interview study with pianists – N. Ruth / R. von Georgi / Q. le Vuong / J. Schatz / M. Wolf / C. Bullerjahn: Hat das eigentlich noch irgendetwas mit Musik zu tun? Eine Untersuchung zur Bedeutung der Musik auf die Spielleistung beim Musikspiel Guitar Hero – E. Leopold: Klassengemeinschaft und Urteilshomogenität – T. Marx / I. Jahnen / G. Groll: Das Populäre Profil. Ein methodischer Vorschlag zur Vergleichbarkeit von Musik – R. Kopiez / D. Müllensiefen: Popularitätsfaktoren in den Song-Melodien des Beatles-Albums „Revolver“: eine computergestützte Feature-Analyse – F. Loesti: Eine Funktionalerklärung von Tonigkeit und darauf basierenden Kon- und Dissonanzgraden – IV Neue Medien, elektronische Musik – G. Hajdu: Multimediale Komposition – eine Positionsbestimmung – A. Moraitis: Statistische Maxima als Korrelate tonaler Beziehungen – T. Noll: Der Tonkreisel – Sokratische Gehversuche in einem mathemusikalischen Museum – M. Brech: Komponisten als Erfinder in der Elektroakustischen Musik und Klangverarbeitung – V Freie Beiträge – H. P. Reutter: Regelbildung in hybriden mikrotonalen Stimmungssystemen der „Hamburger Schule“ – R. Rabenalt: Musikdramaturgie als kreatives Analysewerkzeug und Ausgangspunkt bei theoretischer und praktischer Annäherung an Musik – B. Gingras: Bach´s exploitation of directional asymmetry in tonal space: On the dramatic use of the Neapolitan sixth in the early-maturity organ preludes and fugues – C. Pätzold: Analyse ohne Worte? – Besondere Interpretationen als Quelle für analytische Ansätze am Beispiel von Gustav Mahlers Lied „Ging heut morgen über´s Feld“ – K. Steinhäuser: Zwischen Stiladaption und Individualisierung: Bach- Referenzen und modales Denken in Šostakoviès op. 87 – A. Bolay: Musikalische Analyse im Licht kognitivistischer Forschung – Betrachtungen zu einer Sarabande von Johann Sebastian Bach – A. Gatz: Schweben in Spannungsfeldern: Weberns Chorlied op. 19, 2 – W. Bitzan: Auftaktige Halbtakte im alla breve. Ein metrisch-hörpsychologisches Phänomen in der Musik der Wiener Klassik – D. Mesquita: Musiktheoretische Polemiken im Spanien des 18. Jahrhunderts – B. Sprick: Präsenz und Zeichenhaftigkeit in Beethovens späten Streichquartetten. Analytische Perspektiven zum Streichquartett op. 130 vor dem Hintergrund der Ansätze von Theodor W. Adorno und Christoph Hohlfeld – P. Funck: Zur Entstehungsgeschichte des Dominantseptakkordes – G. Hofmann: Kreativität im intrapsychischen Spannungsfeld von Strukturierung und Strukturauflösung – G. Schröder: Vom Niedergang des Männerchors. Eine Hommage an Erwin Lendvai Die Herausgeber Andreas Lehmann ist seit 2000 Professor für Systematische Musikwissenschaft und Musikpsychologie an der Hochschule für Musik in Würzburg. Er publiziert in internationalen Fachzeitschriften und ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie e. V. Ariane Jeßulat ist seit 2004 Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg. Ihren Forschungs- und Publikationsschwerpunkt bildet die Musik Richard Wagners. Sie ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Musiktheorie. Christoph Wünsch ist seit 2000 Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg, wo er auch das Studio für Neue Musik leitet. Er ist außerdem als Fachbuchautor, Komponist und Pianist tätig.
ISBN: 978-3-8260-4116-7 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 2 Erscheinungsahr: 2009 Seitenanzahl: 304 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Johann Ernst Altenburgs berühmte ‚Trompetenschule‘ gilt als wichtigste Quelle zum barocken Trompeterwesen. Ihre vermutete geistige Nähe zu den großen Lehrwerken der Zeit - etwa Leopold Mozarts Gründliche Violinschule - verstellte bisher den Blick auf bedeutende Aspekte des Werks. Ungeahnt reiche Informationen enthüllt das Buch weniger als Instrumentallehrwerk denn als kulturhistorische Quelle, deren Relevanz weit über musikalische Fragen hinausgeht. Scheinbare Nebensächlichkeiten entpuppen sich als wichtige Hinweise auf Welt- und Musikkonzepte des Autors und geben Anlass manch langgehegtes Selbstverständnis zu hinterfragen, manch Missverständnis auszuräumen. Am Schnittpunkt von Musik und Politik entsteht das faszinierende Bild einer Repräsentationskunst, mit der die Trompeter als tönende Vertreter weltlicher Herrschaft ins Zentrum frühneuzeitlicher Machtgenese gerieten und gegen deren Verschwinden Altenburg vehement anschrieb. Der Autor Lars E. Laubhold arbeitet nach langjähriger Tätigkeit als Musikinstrumentenmacher und -restaurator (u. a. für die Streitwieser Foundation) heute als Musikhistoriker in Salzburg. 2000-2005 war er freier Mitarbeiter des Forschungsinstituts für Salzburger Musikgeschichte. Derzeit ist er an einem Forschungsprojekt am Dommusikarchiv Salzburg beteiligt.