ISBN: 978-3-8260-5144-9 Reihen Nr: WaDi Band Nr: 8 Seitenanzahl: 372 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Obwohl Musikgeschichte ohne die Verarbeitung älterer Musik in jüngerer nicht vorstellbar ist, hatte die imitatio veterum nicht immer denselben Stellenwert. So steht der Originalitätsanspruch der Romantik zur selbstverständlichen Nachahmung der Werke der Lehrer-Generation, wie sie bis zum 17. Jahrhundert etabliert war, in scharfem Kontrast. Die Arbeit modifiziert den an der Musik des Mittelalters und der Renaissance von der Musikwissenschaft für eine Auswendigkeitskultur adaptierten Begriff der ars memoriae dahingehend, dass er im Zusammengehen mit der aktuellen Rezeptionsforschung, der Intertextualitätsforschung und der Toposforschung musiktheoretischer Prägung auf die Wagner-Analyse angewendet werden kann. Wie im Gedächtnistheater räumliche Projektion und gedrängte Bilder strukturell ineinander vermittelt sind, strukturieren beide Phänomene als „potenzierte Form“ und stilistische Überzeichnung den Zusammenhang von Form und Motivik im Musikdrama. Als punktuelle Formen musikalischer Zeitdarstellung bilden sie ein Pendant zu Warburgs „Pathosformeln“. Die Autorin Ariane Jeßulat ist seit 2004 Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg. Ihren Forschungs- und Publikationsschwerpunkt bildet die Musik Richard Wagners. Sie ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Musiktheorie.
ISBN: 978-3-8260-5064-0 Erscheinungsahr: 2013 Seitenanzahl: 256 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Schon bald nachdem gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Luigi Boccherini und Gaetano Brunetti die ersten Werke für sechs Streichinstrumente komponiert wurden, verfestigte sich ein relativ unrefl ektiertes Bild dieser Besetzung, das bis in die wissenschaftliche Auseinandersetzung der heutigen Zeit reicht. Dieses ist vor allem von zwei konstanten Merkmalen geprägt: An erster Stelle sei die kompositorische Herausforderung, einen zwischen orchestralen und kammermusikalischen Möglichkeiten ausgewogenen Satz zu kreieren, kaum zu bewältigen. Außerdem wurde Streichsextetten immer eine Abhängigkeit zur Gattung Streichquartett, mitunter wenig schmeichelhaft im Sinne einer bloßen „Vorübung“, attestiert. Beides führte dazu, dass das Streichsextett nicht als selbständige musikalische Gattung anerkannt wurde. Zudem setzte die nachhaltige Komposition von Sextetten gegenüber anderen Gattungen, wie eben dem Streichquartett, erst relativ spät ein. Die frühen Sextette weisen außerdem keine einheitliche Besetzung der sechs Streicher auf, so dass dementsprechend auch kein homogenes Korpus von Werken entsteht. Erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts werden vermehrt Sextette mit der konstanten Besetzung von zwei Violinen, zwei Bratschen und zwei Violoncelli komponiert. Etwa in dieser Zeit kann aber auch eine starke Tendenz zur Individualisierung des musikalischen Werkes beobachtet werden. Der Autor Andreas Trobitius studierte Musikwissenschaft, ältere deutsche Literatur und deutsche Sprache sowie Politikwissenschaft in Frankfurt am Main und in Marburg.
ISBN: 978-3-8260-4992-7 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 48 Sprache: deutsch Kurzinhalt: 1840 erschien Friedrich Rückerts erster und einziger Deutscher Musenalmanach, der mit seinem Gedicht Ersatz für Unbestand zugleich auch Felix Mendelssohn Bartholdys Vertonung als dessen erste Veröffentlichung eines Männerchors enthielt. Das für die Faksimilierung der literatur- wie musikhistorisch bedeutsamen Quellen herangezogene Exemplar aus der Autographensammlung des ehemaligen Deutschen Sängermuseums Nürnberg (1925-1945) birgt darüberhinaus eine Überraschung: Rückerts bisher unbekannte eigenhändige Widmung in Form einer Ghasel an seinen Freund und Berater der Sachsen-Coburger Herzöge, Christian von Stockmar (1787-1863). Die einführenden Kommentare in die gesellschafts- und kulturgeschichtlich aufschlussreichen Dokumente verfassten der Rückert-Spezialist Rudolf Kreutner, Schweinfurt, und der Mendelssohn-Experte Ralf Wehner, Leipzig. Der Herausgeber Univ.-Prof. Dr. Friedhelm Brusniak ist Inhaber des Lehrstuhls für Musikpädagogik im Institut für Musikforschung der Universität Würzburg und Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Dokumentations- und Forschungsstelle des Deutschen Chorforschung in Feuchtwangen.
ISBN: 978-3-8260-4893-7 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 7 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 216 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Ob es eine Geschichte – oder mehrere Geschichten – der musikalischen Interpretation wirklich gibt, steht keineswegs fest. Der Autor hat sich um die Voraussetzungen, Grundlagen und Möglichkeiten solcher Geschichte(n) während vieler Jahre bemüht. Schwerpunkte dieser neun Studien sind Werke von Claudio Monteverdi, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und vor allem – im Jahr seines 150. Geburtstags – von Claude Debussy. Der Autor Jürg Stenzl, der an der Universität Salzburg wirkende Musikhistoriker, ist durch seine Veröffentlichungen über die Musik des 20. Jahrhunderts (insbesondere zum Leben und Schaffen von Luigi Nono) und durch zahlreiche Arbeiten zur älteren Musikgeschichte seit dem Mittelalter, aber auch als Musikkritiker bekannt geworden.
ISBN: 978-3-8260-4856-2 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 6 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 208 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Spät, aber doch ehrten Stadt und Kirchenprovinz Salzburg im Hoch- und Spätmittelalter ihren Gründerheiligen Rupert mit eigenen Offiziumsgesängen: Eia laude condigna und Hodie posito corpore. In der Forschung seit langem bekannt, werden beide Prosaoffizien hier erstmals in einer Edition vorgelegt; Eia laude condigna sogar in einer Editio duplex mit eingescannten, „originalen“ Neumen aus der berühmten Prachthandschrift, dem Graduale- Antiphonar von St. Peter (ÖNB Ser. n. 2700). In einer umfangreichen Einleitung werden die Entstehungsgeschichten beider Offizien anhand zahlreicher Quellen dargestellt und die melodischen Eigenheiten der Gesänge analysiert. Der Eifer der Kirchenprovinz, mit Hodie posito corpore ein eigenes Rupertus-Offizium zu schaffen, entpuppt sich dabei als die Übernahme des zisterziensischen Bernhard-Offi ziums. Eia laude condigna ist und bleibt damit eines der spärlichen Zeugnisse mittelalterlicher Musik aus der Stadt Salzburg. Die Autorin Irene Holzer studierte in Salzburg Musikwissenschaft und Germanistik und war 2005 als Studienassistentin an der Abteilung für Musik- und Tanzwissenschaft tätig. Von 2007 bis 2008 arbeitete sie als Universitätsassistentin für ältere Musikgeschichte an der Universität Basel und promovierte 2010 in Salzburg sub auspiciis praesidentis mit einer Arbeit über Adrian Willaerts Messkompositionen. Die vorliegende Arbeit wurde 2007 mit dem Erzbischof-Rohracher-Förderungspreis ausgezeichnet.
ISBN: 978-3-8260-4720-6 Erscheinungsahr: 2013 Seitenanzahl: 494 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Vorwort der Herausgeber – I Schaffensprozess und Theoriebildung – G. Luchterhand: Mit dem eigenen Kompass durch die Wildnis. Gedanken zu einem neuen, hörerzentrierten Tonalitätsverständnis – U. Roscher: Regelwerk und kreative Freiheit in der Kompositionslehre von Heinrich Christoph Koch – A. Moths: Zwischen „Tändeln“ und „Hefftiger Empfindung“. Johann David Heinichens Wegweiser zur Inventio – A. Stefanivic: Structure, topoi and emotions in Beethoven´s Sturm und Drang sonatas – M. Matsui: Kadenzbildung im Mozart´schen Klavierkonzert – J. P. Sprick: Sequenz und Symmetrie bei Georg Capellen – M. Streibl: Leoš Janáèek als Musikforscher und seine Sicht auf den Schaffensprozess – G. Lock: Spannungsdesign und musikalische Kreativität in zeitgenössischer Musik – J.-P. Mittmann: Der Wegweiser – Künstlerisches Schaffen und theoretische Reflexion bei Anton Webern – F. Edler: Alban Berg als Analytiker eigener Kompositionen – N. Meidhof: Selektion und Integration: Alexandre-Etienne Choron als Autor der „Principes de Composition des Ecoles d´Italie“ – M. Neuwirth: Die Geburt der Sonatenform aus dem Geiste des Ritornell-Prinzips – oder: von multiplen und fehlenden „double returns“ bei Haydn, Mozart und Clementi – A. Opitz: Modus in der burgundischen Chanson – II Konzepte von Kreativität in romantischer Formensprache – T. Janz: Zur Ökonomie der Kreativität in der Musik des 19. Jahrhunderts – T. M. Augenstein: Aus der eigenen Brust hervorgequollen – „Frauenzimmer-Compositionen“ der Romantik und die Problematik der Sprache ihrer zeitgenössischen Analyse – M. Lehner: „In der Antichambre der Marschallin“ – Mehrdimensionalität und Polystilistik bei Richard Strauß – A. Jeßulat: Erinnerung als Kategorie des Schöpferischen – S. Zirwes: Untersuchungen zur formalen und tonartlichen Konzeption in den Sonatenwerken Robert Schumanns – P. Boenke: Konstruierte Ambiguität – Zur Entwicklung eines Eröffnungstopos in den Werken Franz Liszts – H.-U. Fuß: Stagnierende Sequenz oder kreative Verwandlung? Zu Wagners Leitmotiv-Technik – E. Heil: Zur Darstellung der Solveig in Edvard Griegs Bühnenmusik zu „Peer Gynt“ – III Generative Prozesse, Wahrnehmung und Wirkung – K. Wermke / W. Mende: Am Anfang war die Melodie – Wie Babys ihre Muttersprache erlernen – M. Küster: Die Syntax der Vokalmusik: Lehren für Musiktheorie und -psychologie – M. Polth: Medial Caesura und metrische Einheiten – PR Ko / K. Geiselbrechtinger: The Garden Path Effect in Music – D. Kleinrath: Musikalische Zeichensysteme: Ihre Entstehung und ihre Relevanz für die musikalische Kommunikation – B. Neumeier: „Instant Composing“ als musiktheoretisch- psychologische Methode im Spannungsfeld zwischen historischer und aktueller Improvisationspraxis – C. Utz: Gestalt, Kontur, Figur und Geste und ihre Anwendung in Analysen der Musik des 20. Jahrhunderts – M. Hiemke: Struktur – Emotion – Wahrnehmung. Eine literarische Spurensuche – C. Spahn / C. Wasmer: Einfluss der Spielposition auf die Spielbewegungen bei Geigern – F. Platz / R. Kopiez / M. Lehmann: Musicians On Stage – Eine Typologie des Bühnenauftrittsverhaltens von Violinisten in einer Wettbewerbssituation – C. Neuhaus: Neurokognitive Messmethoden und empirische Musikforschung: Was zeigen Hirndaten? Wie nützlich sind sie? – P. Andrade / M. Marin / B. Gingras: Using self-organizing Kohonen maps to investigate Brazilian children´s emotional responses to music by Wagner – T. Bernhard / P. Pohl: Der Umgang mit Musik und ihren Mediem bei Jugendlichen im Schulformvergleich – A.-M. Hakim: Spiel-nach-Gehör von Profigeigern – melodische Imitation von Indischer Musik und Jazz – N. Jukic: Neue Wege der Musikvideoclipdistribution und ihr Einfluss auf die Rezeption – M. Küssner: Shaping Music in Performance – A. C. Lehmann / J. Hornberger: Über den Zusammenhang von musikalischen Teilfertigkeiten im Studium und darüber hinaus – T. Loepthien / B. Leipold: Musikrezeption als möglicher Zugang zu komplexem Denken und akkommodativen Prozessen – K. Lothwesen / K. Frieler: Formula Jazz. Gestaltmuster von Jazzpianoimprovisationen – M. M. Marin / B. Gingras: Chopin as a „flow composer“? Insights from an interview study with pianists – N. Ruth / R. von Georgi / Q. le Vuong / J. Schatz / M. Wolf / C. Bullerjahn: Hat das eigentlich noch irgendetwas mit Musik zu tun? Eine Untersuchung zur Bedeutung der Musik auf die Spielleistung beim Musikspiel Guitar Hero – E. Leopold: Klassengemeinschaft und Urteilshomogenität – T. Marx / I. Jahnen / G. Groll: Das Populäre Profil. Ein methodischer Vorschlag zur Vergleichbarkeit von Musik – R. Kopiez / D. Müllensiefen: Popularitätsfaktoren in den Song-Melodien des Beatles-Albums „Revolver“: eine computergestützte Feature-Analyse – F. Loesti: Eine Funktionalerklärung von Tonigkeit und darauf basierenden Kon- und Dissonanzgraden – IV Neue Medien, elektronische Musik – G. Hajdu: Multimediale Komposition – eine Positionsbestimmung – A. Moraitis: Statistische Maxima als Korrelate tonaler Beziehungen – T. Noll: Der Tonkreisel – Sokratische Gehversuche in einem mathemusikalischen Museum – M. Brech: Komponisten als Erfinder in der Elektroakustischen Musik und Klangverarbeitung – V Freie Beiträge – H. P. Reutter: Regelbildung in hybriden mikrotonalen Stimmungssystemen der „Hamburger Schule“ – R. Rabenalt: Musikdramaturgie als kreatives Analysewerkzeug und Ausgangspunkt bei theoretischer und praktischer Annäherung an Musik – B. Gingras: Bach´s exploitation of directional asymmetry in tonal space: On the dramatic use of the Neapolitan sixth in the early-maturity organ preludes and fugues – C. Pätzold: Analyse ohne Worte? – Besondere Interpretationen als Quelle für analytische Ansätze am Beispiel von Gustav Mahlers Lied „Ging heut morgen über´s Feld“ – K. Steinhäuser: Zwischen Stiladaption und Individualisierung: Bach- Referenzen und modales Denken in Šostakoviès op. 87 – A. Bolay: Musikalische Analyse im Licht kognitivistischer Forschung – Betrachtungen zu einer Sarabande von Johann Sebastian Bach – A. Gatz: Schweben in Spannungsfeldern: Weberns Chorlied op. 19, 2 – W. Bitzan: Auftaktige Halbtakte im alla breve. Ein metrisch-hörpsychologisches Phänomen in der Musik der Wiener Klassik – D. Mesquita: Musiktheoretische Polemiken im Spanien des 18. Jahrhunderts – B. Sprick: Präsenz und Zeichenhaftigkeit in Beethovens späten Streichquartetten. Analytische Perspektiven zum Streichquartett op. 130 vor dem Hintergrund der Ansätze von Theodor W. Adorno und Christoph Hohlfeld – P. Funck: Zur Entstehungsgeschichte des Dominantseptakkordes – G. Hofmann: Kreativität im intrapsychischen Spannungsfeld von Strukturierung und Strukturauflösung – G. Schröder: Vom Niedergang des Männerchors. Eine Hommage an Erwin Lendvai Die Herausgeber Andreas Lehmann ist seit 2000 Professor für Systematische Musikwissenschaft und Musikpsychologie an der Hochschule für Musik in Würzburg. Er publiziert in internationalen Fachzeitschriften und ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie e. V. Ariane Jeßulat ist seit 2004 Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg. Ihren Forschungs- und Publikationsschwerpunkt bildet die Musik Richard Wagners. Sie ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Musiktheorie. Christoph Wünsch ist seit 2000 Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg, wo er auch das Studio für Neue Musik leitet. Er ist außerdem als Fachbuchautor, Komponist und Pianist tätig.
ISBN: 978-3-8260-4682-7 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 5 Erscheinungsahr: 2012 Seitenanzahl: 292 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Die 44 Tropen des österreichischen Komponisten Josef Matthias Hauer sind ein Übersichtssystem, die es einem Komponisten ermöglichen, Intervallbeziehungen im Zwölftonraum zu überschauen und gezielt zu nutzen. Bisherige Abhandlungen begnügten sich meist mit einer Vorstellung der Tropen und ihren morphologischen Klassen, doch blieben Erläuterungen darüber, was ein Komponist denn genau damit anfangen kann, ebenso aus wie eine detaillierte Darstellung konkreter Anwendungstechniken. Dieses Buch ist ein erster fundamentaler Beitrag zur Schließung dieser Lücke und zeigt die Tropen als ”erste wirklich allgemeine kompositionstheoretische Gebrauchsanleitung für die temperierte Zwölftonleiter“. Dabei wird versucht, dem Spannungsverhältnis zwischen ihrer allgemeinen, sogar außerhalb zwölftönigen Denkens einsetzbaren Anwendungsmöglichkeit und ihres begrenzten wirkungsgeschichtlichen Rahmens nachzukommen. Unter besonderer Berücksichtigung von Symmetrien werden Verfahren für die Bildung von Reihen und Zwölftonaggregaten beschrieben, die Kompositionstechniken Hauers dargestellt und die Erstellung von harmonischen Bändern erläutert, welche die Eigenschaften einer zugrunde liegenden Zwölftonreihe abbilden und auf eine Komposition direkt übertragbar machen. Die äußerst konzentrierte und anspruchsvolle Lektüre wird durch viele Beispiele und einen umfangreichen Anhang erleichtert. Der Autor Dominik Šedivý ist Universitätsassistent für Musikwissenschaft an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Außerdem ist er als Komponist und Dirigent aktiv.
ISBN: 978-3-8260-4506-6 Erscheinungsahr: 2011 Seitenanzahl: 268 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Der besondere Reiz der Rezeptionsforschung als Disziplin der Musikwissenschaft liegt in den ihr eigenen künstlerischen Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart. Die vorliegende Studie untersucht unter diesem Aspekt Werke Franz Schuberts und Kompositionen des späten 20. Jahrhunderts. Nach einem detaillierten historischen Rückblick auf die Schubertrezeption im 19. Jahrhundert werden unter dem Gesichtspunkt der kompositorischen Rezeption Reiner Bredemeyers Winterreise (1984), Dieter Schnebels Schubert- Phantasie (1978/89), Siegfried Matthus‘ Streichquartett Das Mädchen und der Tod (1996) sowie Mauricio Kagels Lieder-Oper Aus Deutschland (1977-80) eingehend analysiert und mit den „Originalen“ in Beziehung gesetzt. Dazu entwickelt der Autor Rezeptionsmodelle, die die Bezüge zwischen dem jeweils rezipierten Werk Schuberts und der von ihm inspirierten Komposition aufzeigen. Diese werden im Verlauf der Studie hinsichtlich der untersuchten Werke verfeinert. Die so entstehenden Veränderungen der Rezeptionsmodelle zeigen zum einen exemplarisch, wie sich das Modell auch über die untersuchten Werke und selbst über den Komponisten Schubert hinaus anwenden ließe. Zum anderen werden Gemeinsamkeiten der Rezeption angesprochen, die für diese Forschungsdisziplin insgesamt und allgemein kennzeichnend sind. Der Autor Christian Jungblut studierte Schulmusik mit dem Schwerpunkt Musikwissenschaft in Mannheim und evangelische Theologie in Heidelberg.
ISBN: 978-3-8260-4401-4 Reihen Nr: SaSt Band Nr: 4 Erscheinungsahr: 2011 Seitenanzahl: 264 Sprache: deutsch Kurzinhalt: Schon in der Reihe der früh entstandenen Violinkonzerte W. A. Mozarts zeigt sich ein stringenter formaler Entwicklungsprozess, der vollständig ausprägt, was in den Instrumentalkonzerten der späteren Jahre zur vollen Reife gelangt. Das vorliegende Buch geht der Frage nach der spezifi schen Form des eröffnenden Kopfsatzes der Mozartschen Violinkonzerte auf den Grund. Anschließend an bisherige Forschungsergebnisse wird das Formmodell der miteinbezogenen Sätze beschrieben. In Ergänzung des Formmodells wird den schaffenden Grundprinzipien Kontrast, Steigerung und Konstante nachgegangen und aufgezeigt, wie die heterogenen Satzglieder des Formmodells durch das architektonische Prinzip der Polarität, das prozessual/dialogische Prinzip der Steigerung und das vertikale Prinzip der Konstante zu einem homogenen Ganzen verknüpft werden. Lange überfällige Detailanalysen zeigen Mozarts persönliche Entwicklung innerhalb des Genres Violinkonzert auf und ermöglichen eine fundierte analytische Gegenüberstellung mit den zweifelhaften Violinkonzerten KV 268 und KV 271a. Daneben werden frühere Forschungsergebnisse zur Frage des formalen Zusammenhangs von Arie und Konzert einer abschließenden Antwort zugeführt. Die Autorin Doris Kreusch-Orsan studierte Violine am Mozarteum, Salzburg und an der Juilliard School of Music, New York. Neben ihrer künstlerische Tätigkeit als Violinistin promovierte sie mit der vorliegenden Schrift an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg im Bereich Musikwissenschaft.